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Formel 1 - Red Bulls Testdesaster im Überblick

Ein Alptraum in vier Kapiteln

Motorsport-Magazin.com fasst das Testdesaster von F1-Serienweltmeister Red Bull Racing in Jerez de la Frontera zusammen.
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Motorsport-Magazin.com - Unmittelbar vor Beginn der ersten Testfahrten des Jahres im spanischen Jerez lüftete Red Bull das Geheimnis um den neuesten Geniestreich von Adrian Newey. Bei der Enthüllung des RB10 schien die Welt noch in Ordnung, doch mit jedem weiteren Tag wurde klar, dass vor dem Weltmeisterteam noch eine Menge Arbeit liegt.

1. Testtag in Jerez:

Red Bull kämpfte den gesamten Dienstag mit einem Problem am Auto, nachdem klar war, dass eine Feder an der Hinterradaufhängung falsch eingebaut worden war. Erst 15 Minuten vor Testende schaffte es Sebastian Vettel auf die Strecke, nach drei Runden war aber schon wieder Schluss. Am RB10 qualmte es und zurück in der Box machte sich ein leicht verbrannter Geruch rund um das Auto breit. "Es war kein schlimmer Brand, aber es hat gequalmt. Irgendetwas ist ein bisschen zu heißt geworden - aber nichts Dramatisches", versuchte der Weltmeister zu beruhigen.

2. Testtag in Jerez:

Auch am zweiten Testtag bekamen die Fans an der Strecke den neuen Red Bull-Renner nur selten zu Gesicht. Nach insgesamt acht Runden musste Vettel seinen Tag vorzeitig beenden. Frustriert packte der Deutsche seine Sachen zusammen, cancelte sämtliche Medientermine und stieg ins Flugzeug Richtung Heimat. Dieses Mal lag das Problem bei Renault, weshalb es Caterham und Toro Rosso nicht besser erging. Das Renault-Aggregat im Caterham von Marcus Ericsson machte nach 11 Runden schlapp, Toro Rosso - seit dieser Saison ebenfalls Renault-Kunde - schaffte es gar nicht erst auf die Strecke. Im Laufe des Tages teilte Renault mit, dass es ein Hardware-Problem am Energiespeicher der Power Unit gab.

3. Testtag in Jerez:

"Wir sind zuversichtlich, dass am Donnerstag alle drei Autos fahren können", erklärte Remi Taffin, Leiter des Renault-Einsatzteams nach den Problemen am zweiten Testtag. Doch auch an Tag 3 brachte Red Bull den RB10 nur schwer zum Laufen. Daniel Ricciardo musste nach drei Runden seinen Boliden wieder abstellen. Inoffiziell hieß es, dass sich Red Bull wieder mit dem Hardware-Fehler am Energiespeicher innerhalb der komplizierten Power Unit herumplagte. Auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com antwortete Adrian Newey allerdings mit einem 'Nein' und rauschte ab. Das Designgenie bestieg zusammen mit Teamchef Christian Horner noch am Donnerstag ein Flugzeug in Richtung Milton Keynes.

4. Testtag in Jerez:

Während die Konkurrenz auf der Strecke ihre Runden drehte, baute Red Bull seine Zelte ab. Am finalen Testtag gab es ein mechanisches Problem am RB10, das dazu führte, dass Ricciardo seinen Boliden nach sieben Runden und einer Rundenzeit von 1:45.374 Minuten wieder abstellen musste. "Wir haben das Problem untersucht und sind schnell zu dem Schluss gelangt, dass wir das Problem auf die Schnelle nicht lösen können. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen den Tag vorzeitig zu beenden und uns mit den gewonnenen Daten auf die kommenden Tests in Bahrain zu konzentrieren", erklärte Race Engineering Coordinator Andy Damerum.


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