Citroen stieg 2014 in die WTCC ein und setzte die bisher gelebte Philosophie im Motorsport in Perfektion um. Doch damit begann für die WTCC eine relativ schlechte Zeit, da der C-Elysee einfach zu stark war. Selbst mit dem maximalen Ballast konnten die vier Werksfahrer der Konkurrenz meist enteilen. Die drei Siege, die die französische Marke an die Konkurrenz abgeben musste, verlor das Team auch nur Streckenbedingt und im zweiten Rennen, wo sie sich meist von den Plätzen 7 bis 10 nach vorne kämpfen mussten.

Im November verkündete Citroen dann plötzlich den Werks-Ausstieg nach der kommenden Saison. Für viele ein herber Verlust, doch für Rob Huff war es eine willkommene Nachricht: "So sehr wir brauchten, dass Citroen einsteigt, so wichtig ist es jetzt, dass sie gehen, denn sie sind zu stark. Das Problem ist tatsächlich, dass sie zu gute Arbeit geleistet haben."

Volvo steigt 2016 in die WTCC ein -
Volvo steigt 2016 in die WTCC ein -Foto: Cyan Racing

Auch die Gründe, warum Citroen so erfolgreich in die WTCC eingestiegen sind, liegen für den Lada-Piloten auf der Hand. "Zum Teil liegt es daran, dass ihr Budget im Vergleich zu allen anderen astronomisch war, aber sie sind auch ein sehr gutes Team", erklärte der Brite gegenüber Autosport. Da jedoch die Konkurrenz nicht gewillt sei, ein ähnliches Budget für die Tourenwagenweltmeisterschaft aufzubringen, wären sie immer einen Schritt voraus.

Wie stark die Werks-Truppe war, lässt sich neben den 21 Siegen aus 24 Rennen auch am Meisterschaftsergebnis ablesen. Die vier Citroen-Piloten belegen klar die Top-Vier und in der Herstellerwertung sammelte Citroen 348 Zähler mehr, obwohl jeweils nur die besten beiden Piloten gewertet werden.

Zwar verlässt Citroen die Meisterschaft, doch mit Volvo hat sich bereits ein Nachfolger gefunden, der sich nach Hoffnungen von Huff besser in die Reihen von Honda, Chevrolet und Lada integrieren wird. "Wenn man Citroen aus der Meisterschaft nimmt, ist es zwischen den drei Marken sehr eng und Volvo hat hoffentlich nicht so einen guten Job gemacht wie Citroen", so Huff, der für 2017 auf vier gleichwertige Hersteller hofft: "Wir brauchen kein erneutes Werks-Chevrolet oder -Citroen."