Yvan Muller hat den Auftakt der Tourenwagen-Weltmeisterschaft in Monza für sich entschieden. Der amtierende Weltmeister lieferte sich in der Startphase einen heißen Kampf mit Gabriele Tarquini, der im späteren Verlauf des zwölf Runden langen Rennens hinter Rob Huff auf den dritten Rang zurückfiel.

Wie in Monza schon fast üblich, gab es in der ersten Schikane gleich die ersten Berührungen. Während Tarquini seine Spitzenposition gegen Muller verteidigte, kollidierten im Mittelfeld Tiago Monteiro, Stefano D'Aste und Franz Engstler miteinander - alle drei wurden bis an das Ende des Feldes zurückgeworfen.

Die erste Runde hatte noch viel mehr zu bieten. In der ersten Lesmo-Kurve gerieten Huff und Alain Menu aneinander und wurden weit nach außen getragen. Diese Chance ließen sich Rickard Rydell und Tom Coronel nicht nehmen, sie übernahmen die Ränge drei und vier. Coronel musste den Chevrolet-Werksfahrer Huff aber kurze Zeit später wieder passieren lassen.

Ganz vorne kämpften Tarquini und Muller um die Führung. Muller schien schneller zu sein und zog vor der Parabolica vorbei, verlor die gewonnene Position aber wenige hundert Meter später wieder, als er sich in der ersten Schikane verbremste.

Tarquini gerät in Probleme

Nach drei Runden führte Tarquini knapp vor Muller und Rydell, durch einen kleinen Fehler in der zweiten Lesmo verlor er die Führung - beinahe gleichzeitig wurde das Safety-Car auf die Strecke gerufen, da Isaac Tutumlu seinen defekten BMW äußerst ungünstig am Fahrbahnrand abstellte.

Den Neustart entschied Muller problemlos für sich, auch wenn seine Verfolger geradeaus durch die Schikane fuhren. Zwei Runden später schnappte sich Huff den dritten Platz von Rydell, Coronel verlor die fünfte Position kurzzeitig an Aleksei Dudukalo.

In der Schlussphase bekam Tarquini immer mehr Probleme mit der Balance und konnte das Tempo von Muller nicht weiter mitgehen. So überraschte es wenig, dass Huff kinderleicht auf den zweiten Rang nach vorne kam. Den Rückstand auf seinen Teamkollegen reduzierte der Brite zwar auf rund eine halbe Sekunde, für einen Angriff reichte es aber nicht mehr. Hinter Tarquini und Rydell wurde Coronel bester BMW-Pilot, Pepe Oriola entschied die Privatfahrer-Wertung für sich.