WRC

Ein unbeschreibliches Gefühl - Rallye Monte Carlo: Die Stimmen nach dem Finale

Im Ziel der Rallye Monte Carlo gab es viele zufriedene Gesichter, aber auch betretene Mienen. Motorsport-Magazin.com hat die Aussagen der Fahrer gesammelt.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - Sebastien Ogier, Volkswagen, Sieger: Das ist so ein emotionaler Moment für mich, hier in Monte Carlo zu gewinnen! Der dritte Sieg bei dieser legendären Rallye ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl. Die Bedingungen waren so schwierig, so rutschig und eisig. Ich bin richtig glücklich über diesen Erfolg. Ich möchte dem ganzen Team danken, das dieses Wochenende einen fantastischen Job gemacht hat. Meine Eisspione haben großartige Arbeit geleistet, Jean Joseph Simon hat es das erste Mal für mich hier bei der 'Monte' gemacht. Es war wirklich schwierig für sie, gute Prognosen über den Zustand der Strecken abzugeben. Der Polo hat super funktioniert. Dazu die vielen, vielen Fans, die Julien und mich angefeuert haben - es war einfach ein perfektes Wochenende!

Das ist so ein emotionaler Moment für mich, hier in Monte Carlo zu gewinnen!
Sebastien Ogier

Andreas Mikkelsen, Volkswagen, Zweiter: Ein absolut fantastischer Start in die Rallye-WM-Saison. Zweiter bei der 'Monte' - das ist sowieso etwas Besonderes. Es war aber zugleich meine erste Rallye mit meinem neuen Beifahrer Anders Jaeger - und gleich gemeinsam auf dem Podium zu stehen, ist einfach großartig. Ich wusste, dass Anders sehr talentiert ist. Aber er hat das ganze Wochenende perfekt gearbeitet, mein allergrößtes Kompliment an ihn. Es war - typisch 'Monte' - der denkbar schwierigste Einstieg für ihn. Durch die vielen Witterungsveränderungen und unterschiedlichen Bedingungen von Eis und Schnee bis hin zu trockenem Asphalt standen eine Menge Änderungen am Aufschrieb an. Auch wir Fahrer mussten permanent hellwach sein. Dank meiner Eisspione, Bernt Kollevold und Timo Alanne, stehen wir als Zweite auf dem Podium. Und nicht zu vergessen das ganze Team, das wieder perfekt harmoniert hat. Kurzum: Ein absolut großartiger Tag für uns.

Thierry Neuville fuhr mit dem neuen Hyundai aufs Podium - Foto: Patrik Pangerl

Thierry Neuville, Hyundai, Dritter: Das war ein nervenaufreibendes Ende unserer Rallye Monte Carlo. Wir bemerkten vor der Power Stage Probleme mit der Kraftübertragung, was bedeutete, dass wir nur mehr eine angetriebene Achse hatten. Es war nicht einfach, aber wir haben nur eine Minute verloren, daher war unser Podium sicher - und das war den ganzen Vormittag über das Ziel! Wir können mit unserem Wochenende sehr zufrieden sein. Der i20 WRC der neuen Generation hat sein Potential gezeigt und es ist gut, wieder auf dem Podium zu stehen, vor allem nach all den Schwierigkeiten, die wir am Ende der letzten Saison hatten. Mit dem neuen Auto die ersten Prüfungssiege und nun das erste Podium einzufahren ist ein großartiges Gefühl und dieses Ergebnis ist für das ganze Team.

Mads Östberg, M-Sport, Vierter: Für uns gab es an diesem Wochenende viele neue Dinge zu entdecken, daher bin ich zufrieden, dass ich mein bestes Ergebnis bei der Rallye Monte Carlo einstellen konnte. Es war eine herausfordernde Rallye, aber wir sind mit allem wirklich gut klargekommen. Ola und ich haben gute Fortschritte gemacht und wir streben in Schweden dasselbe an. Das war ein großartiger Start und nun freuen wir uns wirklich auf Schweden, wo wir hoffentlich ums Podium kämpfen können.

Stephane Lefebvre, Abu Dhabi Total WRT, Fünfter: Natürlich bin ich froh, unter den Top-5 zu sein, vor allem nach einer so schwierigen Rallye. Mir fehlte die Erfahrung, als sich das Gripniveau konstant verändert hat und es war hart, zu diesem Zeitpunkt den Rhythmus zu finden. Als die Bedingungen konstanter wurden, konnte ich die Erfahrung nutzen, die ich am Ende der letzten Saison gesammelt habe. Wir haben da weitergemacht, wo wir am Samstagabend mit der Leistung auf der Sisteron-Thoard aufgehört hatten. Ich habe auf der gesamten letzten Etappe Top-5-Zeiten erzielt. Es war mehr Wasser auf der Col du Turini-Prüfung als erwartet, daher bin ich es bergab ruhig angegangen. Und trotzdem habe ich die drittschnellste Zeit erzielt! Es ist gut, die Rallye so positiv abzuschließen.

Es ist gut, wieder auf dem Podium zu stehen, vor allem nach all den Schwierigkeiten, die wir am Ende der letzten Saison hatten.
Thierry Neuville

Dani Sordo, Hyundai, Sechster: Wir können alle mit dem Endresultat zufrieden sein. Es ist großartig für das gesamte Team, zwei i20 WRCs der neuen Generation in den Top-6 zu haben und Thierry auf dem Podium zu sehen. Gratulation an ihn und Nicolas. Aus meiner Sicht war der Start ins Wochenende nicht sehr einfach und ich hatte damit zu kämpfen, Vertrauen ins Auto zu finden. In Zusammenarbeit mit dem Team haben wir das Auto von einer Prüfungsschleife zur nächsten verbessert und wir konnten schon am Samstag sehen, dass wir uns in eine gute Richtung bewegen. Ich war am Vormittag sehr zufrieden mit der Balance und konnte ein paar gute Zeiten setzen, die das Leistungspotential des Autos gezeigt haben. Wir müssen in dieser Weise weiterarbeiten, aber dieses Ergebnis ist ein schöner Start in die Saison.

Elfyn Evans, M-Sport, Sieger WRC2, Achter: Wir hatten dieses Wochenende viel Spaß und ich bin froh, dass ich für das Team ein so starkes Ergebnis abliefern konnte. Es war mit dem Debüt des Fiesta R5 EVO ein großes Wochenende und ich denke, dieses Ergebnis ist der Beweis für das Ausmaß der Upgrades. Ich muss sagen, dass das Auto fantastisch war - es ging weit über alles hinaus, was wir uns alle erhofft haben. Die Fortschritte, die das Team gemacht hat, sind unglaublich und das unterstreicht die Tatsache, dass der Fiesta das beste Auto in der Kategorie ist.

Armin Kremer zog seinen Skoda an einer Stange in Mitleidenschaft - Foto: Patrik Pangerl

Armin Kremer, BRR Baumschlager Rally & Rally Team, Zehnter: Ich bin mit meiner Rallye sehr zufrieden. Die Reifenwahl ist hier der Schlüssel und mit Hilfe von Pirelli haben wir insgesamt bei diesem kniffligen Event den besten Kompromiss gefunden.

Jari-Matti Latvala, Volkswagen, ausgeschieden: Mein Beifahrer Miikka Anttila und ich akzeptieren die Entscheidung der Stewards in vollem Umfang. Die Sicherheit für Zuschauer und Teilnehmer einer Rallye hat absolute Priorität, das steht für mich und Miikka absolut außer Frage. Wir bedauern den Vorfall sehr und werden alles dafür tun, dass sich so etwas in Zukunft nicht wiederholen wird. Gleichzeitig sind wir froh, dass es in diesem Fall für den Zuschauer so glimpflich ausging und nichts Ernstes passiert ist.

Hayden Paddon, Hyundai, 25.: Das war ein positives und charakterbildendes Wochenende für mich. Wir wussten, dass die erste Monte hart werden würde. Und wir hatten tatsächlich eine Menge zu lernen. Einige der Prüfungen waren härter als andere, aber wir haben die einzigartigen Prüfungen der Monte wirklich genossen. Während der Power Stage ist uns beim Bremsen in eine der Haarnadelkurven etwas an der Antriebswelle gebrochen. Das hat uns natürlich etwas eingebremst, die Freude über das ermutigende Wochenende konnte uns das aber nicht nehmen. Ich kann es nun kaum erwarten, in Schweden hinter das Lenkrad des neuen Autos zu klettern.


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