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WEC 2021: Neue Bahrain-Distanz, LMP1-Hypercar-Angleichung

Die WEC fährt 2021 in Bahrain doch ein 8-Stunden-Rennen; Hypercars und 'grandfathered' LMP1 sollen ähnliche Zeiten fahren. Es gibt aber noch mehr Neues.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Der FIA World Motor Sport Council hat den Rennkalender der FIA WEC für 2021 genehmigt, allerdings nochmal eine kosmetische Änderung vorgenommen. Das geht aus den veröffentlichten Beschlüssen des WMSC hervor.

WEC-Lauf in Bahrain: 8 statt 6 Stunden

Demnach bleibt es bei den anvisierten sechs Rennen für die Saison 2021. In Spa-Francorchamps, Monza und Fuji beträgt die Renndistanz laut WMSC-Beschluss sechs Stunden, in Le Mans 24 Stunden und in Sebring 1.000 Meilen.

Ein 6-Stunden-Rennen war laut ursprünglicher Ankündigung auch auf dem Bahrain International Circuit vorgesehen. Der WMSC genehmigte das Rennen jedoch als 8-Stunden-Rennen. Damit ändert sich die Renndistanz doch nicht. Seit dem Vorjahr geht das WEC-Rennen in Bahrain nicht mehr über sechs, sondern über acht Stunden.

FIA WEC - Der Rennkalender für 2021:

Rennen Ort Datum
1 1.000 Meilen von Sebring 19. März 2021
2 6 Stunden von Spa-Francorchamps 01. Mai 2021
3 24 Stunden von Le Mans 12./13. Juni 2021
4 6 Stunden von Monza 18. Juli 2021
5 6 Stunden von Fuji 26. September 2021
6 8 Stunden von Bahrain 20. November 2021

Hypercar-LMP1-Balancing vorgesehen

Es dauerte, bis Rebellion einigermaßen mit Toyota mithalten konnte - Foto: FIA WEC

Interessant ist im WMSC-Beschluss außerdem der Satz, dass die Performance der Hypercars in der LMH-Klasse und der "grandfathered" LMP1-Fahrzeuge angeglichen werden soll. Damit soll sichergestellt werden, dass beide Fahrzeugkonzepte auf der Strecke auf ähnliche Rundenzeiten kommen. Einen solchen "grandfathered" LMP1 setzt im kommenden Jahr die Alpine-Truppe ein. Sie übernehmen einen Oreca von Rebellion Racing.

Fraglich ist hierbei, wie eine faire Einstufung gelingen soll, die alle Parteien zufrieden stellt. Diese Aufgabe bereitete den Organisatoren bereits in den vergangenen zwei Jahren ordentlich Kopfzerbrechen, als man die beiden Hybrid-LMP1 des Toyota-Werksteams und die non-hybriden LMP1 der Privatteams in das gleiche Performance-Fenster bringen wollte. Eine Herkules-Aufgabe, angesichts der grundverschiedenen Fahrzeug-Konzepte.

Eine nicht unwesentliche Änderung betrifft außerdem die Fahrerpaarungen in der LMP2-Klasse. Ab der Saison 2021 sind Fahrer-Trios verpflichtend. Zudem muss jedes Fahrer-Trio auf jeden Fall aus einem Bronze- oder zwei Silber-Fahrern bestehen. Damit ist bei den kleineren Prototypen weniger Platz für Profis. Die genauen Mindestfahrzeiten pro Fahrer werden an die neue Regelung angepasst und zu einem späteren Zeitpunkt verkündet.

Hyperpole als Anstoß für neues WEC-Qualifying?

Das Hyperpole-Format hat überzeugt - Foto: LAT Images

Doch damit noch nicht genug der Neuerungen. Die Serienbosse rund um den scheidenden CEO Gerard Neveu wollen auch das Qualifying-Format überarbeiten und fanfreundlicher gestalten. Aktuell müssen im Qualifying zwei Fahrer pro Auto eine schnelle Runde hinlegen. Die Durchschnittszeit aus den schnellsten Runden des jeweiligen Duos bestimmt die Startaufstellung. Dieses System könnte bald der Vergangenheit angehören.

Das Hyperpole-Format aus Le Mans wird von den Organisatoren als voller Erfolg verbucht und dient demnach als Inspiration für ein neues Format. "Die Endurance Commission hat vor zwei Wochen beschlossen, daran zu arbeiten. Also sehen wir uns das an. Wir könnten es noch vor Jahresende verkünden, um es sicher auch in den sportlichen Regularien für das nächste Jahr zu verankern", so Neveu gegenüber Sportscar365.


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