WEC

WEC, Austin: Toyota erhält maximale Regel-Einbremsung

Für das WEC-Rennen in Austin erhält der führende Toyota das maximale Erfolgs-Handicap. Rebellion-Fahrer hoffen, davon zu profitieren.
von Daniel Geradtz

Motorsport-Magazin.com - Mit dem 6-Stunden-Rennen von Austin startet die WEC in die zweite Hälfte der Saison 2019/2020. Das Rennen auf dem Circuit of the Americas rückt erstmals seit 2017 wieder in den Kalender der Langstrecken-WM - allerdings lediglich als Ersatz für das Rennen in Sao Paulo, das im Dezember abgesagt wurde.

Das Rennen startet am Sonntag um 19:00 MEZ (12:00 Uhr Ortszeit). Sport1 überträgt das so genannte Lone Star Le Mans am Sonntag, 23. Februar live ab 23:30 Uhr im Free-TV und in voller Länge ab 18:30 Uhr im kostenlosen Livestream auf der Sport1-Webseite.

Beim vorherigen Rennen in Bahrain hat das Toyota-Team seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Durch den Sieg zogen Mike Conway, Kamui Kobayashi und Jose Maria Lopez in der Gesamtwertung an ihren Teamkollegen vorbei. Das Trio führt nun mit 97 Punkten vor Sebastien Buemi, Brendon Hartley und Kazuki Nakajima, die bisher 89 Punkte eingefahren haben.

"Wir kommen als Führende in der Weltmeisterschaft nach Austin, aber das bedeutet auch ein großes Handicap für uns", sagt Lopez. Wegen des Erfolgs haben die Spitzenreiter das laut Reglement maximale Handicap erhalten. Die Toyotas sollen laut einem offiziellen Bulletin um 2,21 Sekunden (Startnummer 8) beziehungsweise 2,77 Sekunden (Startnummer 7) eingebremst werden.

Ein geschwächtes Toyota-Team könnte Rebellion Racing zum zweiten Saisonsieg verhelfen. Gustavo Menezes. Norman Nato und Bruno Senna standen nach dem Rennen in Schanghai ganz oben auf dem Podest. "Jetzt haben wir ein konkurrenzfähiges Auto", sagt Menezes. "Ich denke, das Erfolgs-Handicap kann das Rennen sehr interessant werden lassen."

Für Rebellion wird die zweite Saisonhälfte eine Abschiedstour in der WEC. Das Team hat in dieser Woche bekanntgegeben, sich nach dem Saisonfinale in Le Mans aus dem Motorsport zurückzuziehen. Dabei hatte das Team erst im Dezember eine Kooperation mit Peugeot angekündigt. Rebellion sollte Peugeots Einstieg in das Hypercar-Zeitalter durchführen.

Die LMP1-Klasse wird in Austin schwächer besetzt sein als in den bisherigen Saisonrennen. Das britische Team LNT, das in den ersten vier Saisonrennen zwei Ginetta-AER eingesetzt hat, wird das Wochenende in Austin nicht bestreiten. Damit werden in der Top-Klasse nur drei Fahrzeuge an den Start gehen.

Fahrertausch bei Project 1

In den vier Kategorien sind 30 Fahrzeuge genannt. Die GTE-Am ist mit elf Nennungen die größte Kategorie. Im deutschen Project 1 Team gab es kurz vor dem Wochenende eine Anpassung im Line-Up: Im Porsche 911 RSR mit der Startnummer 56 wurde David Heinemeier Hansson durch Laurents Hörr ersetzt, der mit Egidio Perfetti und Matteo Cairoli an den Start gehen wird. Im Schwesterauto sitzen weiterhin Bean Keating, Felipe Frage und Jeroen Bleekemolen hinter dem Steuer. Sie führen die Gesamtwertung in der Kategorie an.

Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei den 8 Stunden von Bahrain will Porsche sich auch die Führung der Fahrer- und Herstellerwertung in der GTE-Pro-Klasse zurückholen. Hier ist derzeit Aston Martin das Maß aller Dinge: In der Fahrerwertung liegt das dänische Duo Marco Sörensen und Nicki Thiim in Front, 18 beziehungsweise 19 Punkte Rückstand haben die Duos Gianmaria Bruni und Richard Lietz sowie Kevin Estre und Michael Christensen im neuen Porsche 911 RSR. Im Hersteller-Klassement beträgt der Rückstand von Porsche auf die Spitze aktuell 16 Zähler.


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