Superbike WSBK

WSBK Magny-Cours 2019: Jonathan Rea holt fünften WM-Titel

Jonathan Rea fährt mit einem Rennsieg im zweiten Superbike-Rennen in Magny-Cours seinen fünften WSBK-Weltmeistertitel in Folge ein.
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Der WSBK-Weltmeister 2019 heißt einmal mehr Jonathan Rea! Der Kawasaki-Pilot fährt beim zweiten Rennen in Magny-Cours einen Sieg über die Ziellinie. Sein einziger WM-Konkurrent Alvaro Bautista sitzt da schon nach einem Crash in der Box und muss Rea damit kampflos den WM-Titel überlassen. Es ist Reas fünfter Triumph in Folge.

WSBK Magny-Cours: Der Schlüsselmoment

Nachdem Toprak Razgatlioglu seinen ärgsten WM-Konkurrenten Bautista früh aus dem Rennen kegelt, muss Rea nur den Sieg einfahren und ist Weltmeister. Zwischen ihm und dem Titel steht nur van der Mark, mit dem der Kawasaki-Pilot sich ein rundenlanges Duell liefert. In Runde 13 zieht Rea endgültig an dem Niederländer vorbei und gibt die Führung danach nicht mehr ab. Damit fährt er als Sieger und Weltmeister über die Ziellinie.

WSBK Magny-Cours: Der Rennfilm

Start: Razgatlioglu startet von der Pole aus gut, aber kann sich nicht gegen Rea durchsetzen, der sich den Holeshot sichert.

1. Runde: Rea liegt nur kurz an der Spitze, da kommt schon der Angriff von Razgatlioglu. Der macht dabei aber einen massiven Fehler und fällt auf P4 zurück. Van der Mark übernimmt die Führung von Rea.

2. Runde: Nach Abschluss von Runde eins liegt nach wie vor van der Mark an der Spitze, ihm hängt aber Rea im Nacken. Auf P3 lauert Bautista auf seine Chance, während Razgatlioglu sich auf P4 hält.

Razgatlioglu verliert am Ende der Runde sein Vorderrad und crasht. Bautista hinter ihm kann nicht ausweichen - beide Fahrer crashen unverletzt aus dem Rennen.

Michael Ruben Rinaldi macht ebenfalls einen Fehler und muss durch die Auslaufzone fahren. Er fällt auf P16 zurück.

3. Runde: Mit dem Crash von Razgatlioglu und Bautista liegen van der Mark und Rea nun einsam an der Spitze. Der amtierende Weltmeister bleibt ruhig und startet noch keinen Angriff. Siegt Rea in diesem Rennen, ist er erneut Weltmeister.

4. Runde: An der Spitze gibt es keine Veränderung, Rea wartet weiter hinter van der Mark. Dritter ist mit einem Rückstand von 1.5 Sekunden auf die beiden Führenden jetzt Alex Lowes vor Loris Baz und Chaz Davies in den Top-5.

6. Runde: Rea versucht an van der Mark vorbeizuziehen. Sie liefern sich ein kurvenlanges Duell, bis sich Rea durchsetzt und in Führung geht.

7. Runde: Van der Mark will nicht aufgeben und versucht, irgendwie an Rea vorbeizuziehen. Der lässt einen Führungswechsel aber nicht zu. Gleichzeitig macht Lowes auf P3 Boden auf die beiden gut.

8. Runde: Van der Mark gelingt es, Rea zu überholen. Damit liegt er wieder auf P1, während Lowes jetzt endgültig den Anschluss an die Führenden gefunden hat.

10. Runde: In Kurve fünf will Rea an van der Mark vorbeigehen, doch der blockt das Überholmanöver ab.

11. Runde: Rea schafft es mit einem cleveren Manöver erneut an van der Mark vorbeizuziehen, der nichts tun kann. Damit ist Rea wieder auf WM-Kurs.

12. Runde: Van der Mark nutzt Reas Windschatten und schnappt sich die Führung kurzzeitig zurück. Nur wenige Kurven später schlägt Rea aber zurück und ist wieder Erster.

13. Runde: In Kurve eins macht Rea einen Fehler, den van der Mark nutzt und wieder in Führung geht. Es dauert aber nicht lange, bis der Kawasaki-Pilot einmal mehr zurückschlägt.

14. Runde: Rea versucht jetzt sich von van der Mark freizufahren. Eine minimale Lücke hat er schon geöffnet, aber ausruhen kann er sich darauf nicht.

15. Runde: Der Vorsprung von Rea ist jetzt auf 0.3 Sekunden angewachsen. Lowes muss derweil abreißen lassen und fällt immer weiter zurück. Allerdings hat er einen soliden Vorsprung auf Davies, der Vierter ist.

18. Runde: Reas Vorsprung steigt auf über 0.7 Sekunden an.

21. und letzte Runde: In den letzten Runden ist Rea unschlagbar. Der Kawasaki-Pilot, van der Mark und Lowes in den Top-3 fahren jeweils ein einsames Rennen nach Hause.

Zieleinlauf: Rea fährt nicht nur einen Rennsieg in Magny-Cours ein, sondern feiert damit auch seinen fünften WSBK-Titel in Folge. Das Yamaha-Duo van der Mark und Lowes komplettieren das Podium. Davies wird Vierter vor Baz in den Top-5.

So lief es für Cortese und Reiterberger

Sandro Corteses Rennen beginnt von P17 aus. Während der Startphase macht er Boden gut und klettert einige Plätze nach vorn. Danach profitiert er von dem Crash von Razgatlioglu und Bautista sowie dem Fehler von Rinaldi und fährt auf P9 vor. Mit elf Runden auf der Uhr kehrt Cortese in die Box zurück und beendet das Rennen damit vorzeitig.

Der Startplatz von Markus Reiterberger in Rennen 2 ist P19. In den ersten Rennrunden kann der Deutsche keine großen Schritte nach vorne machen, er liegt nur vor Alessandro Delbianco. Aber auch Reiterberger profitiert von dem Ausfall von Bautista und Razgatlioglu, Rinaldis Fehler sowie dem frühen Aus von Cortese, und beendet das Rennen auf P15.

Die Stimmen vom Podium

Jonathan Rea (Erster, Kawasaki): "Ich kann es immer noch nicht richtig glauben. Bisher war es ein unfassbares Jahr. Ich habe immer an mich und mein Bike und mein Team geglaubt. Zu Beginn des Jahres war es schwer, sich zu motivieren. Aber zur Mitte der Saison haben wir aufgeholt. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, hier heute Weltmeister zu werden. Ich möchte allen Leuten danken, die mit mir zusammenarbeiten. Meinem Team, meiner Frau und meinen zwei Jungs, meinen Eltern und meinen Geschwistern - einfach allen."

Michael van der Mark (Zweiter, Yamaha): "Ich habe heute wirklich alles probiert. Wir haben das Bike an praktisch allen Ecken verbessert. Vor allem am Ende des Rennens habe ich aber viel Boden auf Jonathan verloren. Ich wusste, dass er nichts Verrücktes anstellen würde, aber es hat einfach nicht gereicht. Ich möchte ihm und seinem Team zu dem Titel gratulieren."

Alex Lowes (Dritter, Yamaha): "Am Start hatte ich mit dem Crash der anderen einen kleinen Vorteil. Ich hoffe, es geht ihnen gut. Aber danach habe ich mich wirklich gut auf dem Bike gefühlt. Ich konnte auf Jonathan und Rea aufholen, aber da war der Reifen schon ziemlich hinüber. Deshalb hat es nicht mehr gereicht, um mit ihnen zu kämpfen."


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