Superbike WSBK

Reifen-Chaos in Australien: 2. WSBK-Rennen mit Pflicht-Stopp

Der Superbike-WM droht ein Reifen-Chaos auf Phillip Island. Darum reagiert man: Im zweiten WSBK-Lauf in Australien steht ein Pflicht-Boxenstopp an.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Phillip Island und die Reifen - das ewige Thema geht in die nächste Runde. Nach dem MotoGP-Debakel rund um Bridgestone im Jahr 2013 trifft es nun den Exklusiv-Ausrüster der Superbike-WM, Pirelli. Beim ersten WSBK-Rennen 2018 in Australien waren die Reifen das dominierende Thema, sie alleine entschieden über Sieg oder Niederlage. Nun reagieren die Serienbosse: Für das zweite Rennen wird ein Pflichtboxenstopp nach Flag-to-Flag-Regeln vorgeschrieben.

Dieser Pflichtboxenstopp wird für alle Fahrer zwischen Runde zehn und zwölf fällig, wie man offiziell mitteilt. Damit steht fest: Auf einem Reifensatz darf nur ungefähr die Hälfte der Renndistanz absolviert werden. Anberaumt sind für die Rennen der Superbike-WM auf Phillip Island stets 22 Runden, also etwas weniger als 100 Kilometer. Missachtet ein Fahrer das Boxenstoppfenster, erhält er von der Rennleitung die Schwarze Flagge.

Das gesamte WSBK-Feld hatte im Rennen mit den Reifen zu kämpfen - auch die Top-Piloten. "Fünf Runden vor Schluss war dann der Hinterreifen auf der linken Seite am Ende. Vielleicht lag's am Wind, denn ich war an den Kurvenausgängen zu lange auf der Flanke unterwegs und habe sie dabei überhitzt", berichtete etwa Tom Sykes nach dem Rennen.

Phillip Island: Flag to Flag für Superbike und Supersport

Von den Reifenproblemen betroffen ist übrigens auch die Supersport-WM. Auch die 600er-Klasse trägt ihr Australien-Rennen nach Flag-to-Flag-Regeln aus, zudem wurde auch noch die Renndistanz von 18 auf 16 Runden verkürzt. In der WSSP ist damit zwischen Runde sieben und neun ein Boxenstopp samt Reifenwechsel fällig. Fährt ein Pilot mehr als neun Rennrunden auf einem Satz Slickreifen, wird er mit der Schwarzen Flagge bedacht.

"Leider haben wir ein paar Probleme mit der Haltbarkeit der Reifen. Nach einem Meeting mit den Teams, bei dem wir mögliche Optionen durchgesprochen haben, haben wir entschieden, dass Flag-to-Flag das Beste ist. Normalerweise wenden wir das nur bei Wetter-Änderungen an, aber jetzt nutzen wir das auch zu anderen Zwecken", so WSBK-Sportdirektor Gregorio Lavilla in einer offiziellen Mitteilung der Superbike-WM.


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