Superbike WSBK

WSBK Phillip Island 2018: Reaktionen der Top-10 zu Rennen 1

Beim Superbike-Auftakt 2018 auf Phillip Island waren die Reifen das große Thema. So blicken die WSBK-Piloten auf das erste Rennen in Australien zurück.
von Tobias Ebner

1. Marco Melandri (Ducati): "Es ist unglaublich. Ich habe es vermisst, hier zu siegen. Das ist besonders für mich. Das erste Rennen zu gewinnen, ist unfassbar. Ich habe jetzt ein Jahr Erfahrung auf der Ducati und bin mir wesentlich besser im Klaren über mein Potenzial und Schwächen. Ich habe versucht, daran zu arbeiten. Das Rennen war großartig, aber sicher werden morgen die anderen Jungs stärker sein. Tom hatte am Anfang einen unfassbaren Speed und es war eigentlich nicht einfach."

2. Tom Sykes (Kawasaki): "Das war ein toller Start. Im Wind hatte ich immer Probleme, aber wir hatten ein großartiges Paket. Ich habe das Rennen genossen, aber fünf Runden vor Schluss war dann der Hinterreifen auf der linken Seite am Ende. Vielleicht lags am Wind, denn ich war an den Kurvenausgängen zu lange auf der Flanke unterwegs und habe sie dabei überhitzt. Marco hatte ein starkes Rennen, ich wusste, er würde am Ende zur Stelle sein. Das war der stärkste Saisonstart in meiner Karriere, es sieht gut aus!"

3. Chaz Davies (Ducati): "Am Start habe ich gedacht, ich müsste mir meine Zeit nehmen und nach den Reifen schauen. Die Pace war aber so schnell, das war kein typisches Phillip-Island-Rennen. Tom war aber in den ersten Runden unglaublich, also lag es an den anderen, ihn zu jagen. Es war also wirklich ein anderes Rennen. Ich bin froh, noch auf dem Podium gelandet zu sein. Natürlich hatte ich etwas Glück durch Johnnys Pech. Ich hatte aber einen richtigen Kampf mit der linken Seite. In Linkskurven war ich wirklich langsam und ich weiß nicht, warum. Ich hatte viel Bewegung im Bike, wenn ich das Gas aufgedreht hatte."

Xavi Fores musste sich Chaz Davies geschlagen geben - Foto: WorldSBK

4. Xavi Fores (Barni Ducati): "Zu Rennbeginn habe ich im Kampf mit Laverty ein bisschen an Boden verloren. Die Top-3 sind da ein bisschen davon gezogen. Ich hatte bis Runde zehn oder elf eine gute Pace, und dann hat der Vorderreifen vor allem auf der linken Seite nachgelassen. Es war schwierig für mich, das Rennen dann bis zum Schluss einzuteilen. Am Ende hatte ich noch einen guten Kampf mit Chaz, aber das Podium war nicht möglich. Trotzdem ist es ein guter Start für uns."

5. Jonathan Rea (Kawasaki): "Es war schwierig, aber ich denke, mit dem fünften Platz bin ich nochmal mit einem blauen Auge davon gekommen. Wir hatten einen sehr guten Start, leider war der von Tom noch etwas besser. Er hat auf der ersten Runde richtig angezogen. Da war ich etwas im Hintertreffen, bin dann aber immer näher gekommen. Und dann, fünf Runden vor Schluss, habe ich große Probleme mit den Reifen bekommen, wie schon letztes Jahr in Donington. Ich war besorgt, dass ich stürzen würde. Also bin ich in den schnellen Kurven nur noch gerollt und habe es bis zum Schluss gemanagt."

6. Alex Lowes (Yamaha): "Die Pace war hart für alle. In der zweiten Hälfte wurde es mit den Reifen echt schwer. Alle hatten Probleme damit, das zu managen. Das war bisher eine harte Woche, ich habe mich nicht wirklich wohl gefühlt auf dem Bike. Ich schaue jetzt nach vorne. Heute machen wir nochmal ein paar Änderungen über Nacht. Dann können wir hoffentlich weiter vorne dabei sein und die Top-Jungs herausfordern."

Leon Camier arbeitete sich nach vorne - Foto: Honda

7. Leon Camier (Honda): "Ich hatte einen guten Start, aber zu Beginn war ich in ein paar Zweikämpfe verstrickt, die mir Zeit gekostet haben. Als ich mich davon absetzen konnte, war ich in der Lage, eine gute Pace zu fahren und ein paar Positionen gutzumachen. Aber als der Hinterreifen am Ende in die Knie ging, wollte ich einfach nur noch meinen Platz halten. Mit einem guten Start und einem guten Setting für die Reifen sollten wir einen guten zweiten Lauf haben."

8. Eugene Laverty (Aprilia): Zitat folgt

9. Michael Van Der Mark (Yamaha): "Ich hatte einen guten Start, habe dann in Turn 4 aber einen großen Fehler gemacht. Zum Glück habe ich niemanden abgeräumt. Dann musste ich mich zurückkämpfen. Ich habe mich wirklich wohl gefühlt auf dem Bike und einen Gegner nach dem anderen überholt. Nach 15 Runden habe ich dann große Probleme mit den Reifen bekommen. Wir müssen noch herausfinden, warum. Für morgen müssen wir eine Lösung finden, damit die Reifen auch am Schluss noch in einem Stück sind."

10. Leandro Mercado (Orelac Kawasaki): "Mein Start war gut und ich ging die Dinge etwas vorsichtiger an, denn der Wind ging stellenweise sehr stark. Ich hatte ein paar Berührungen, aber es war nie gefährlich. Als mich Gagne getroffen hat, wäre ich aber fast gestürzt. Ich bin irgendwie sitzen geblieben, bin aber dadurch auf P15 zurückgefallen. Ich konnte dann aber noch um die Top-10 kämpfen. Den zehnten Platz habe ich kurz vor Schluss übernommen und konnte ihn dann behaupten."


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