Er hat es wieder getan! Max Verstappen gewinnt auch bei seinem zweiten GT3-Start in der Nürburgring Langstrecken-Serie, diesmal bei seinem ersten Start in einem Mercedes-AMG GT3. Die diesmal stärkere Konkurrenz bemühte sich, besonders in der Startphase erlebte Verstappen diesmal daher auch deutlich heftigere Gegenwehr.
UPDATE, 19:35 Uhr: Aufgrund eines Regelverstoßes wurde der Mercedes #3 von Max Verstappen, Jules Gounon und Dani Juncadella nachträglich vom Rennen disqualifiziert. Mehr Infos gibt es hier:
Das Ergebnis:Am Ende nutzte das alles trotzdem nichts. Verstappen und seine Teamkollegen Dani Juncadella und Jules Gounon setzten das Rennen perfekt um und ließen sich nichts zuschulden kommen. 59,524 Sekunden Vorsprung hatten sie am Ende auf den ROWE-BMW #99 von Jordan Pepper und Dan Harper. Das Podest komplettierte der Falken-Porsche #44 von Tim Heinemann und Sven Müller.
Max Verstappen fährt souveränes zweites GT3-Rennen
Max Verstappen verliert am Start: Zwar hatte er diesmal - anders als bei seinem Debüt - die Pole geschafft, doch in der ersten Stunde hatte es Verstappen überhaupt nicht einfach. Auf der Döttinger Höhe wurde er in der ersten Runde bereits vom Scherer-Audi #16 mit Christopher Haase am Steuer einkassiert. Haase und Verstappen lieferten sich daraufhin eine wilde Hetzjagd.
Das Duo fuhr im ersten Stint fast 20 Sekunden auf den Rest des Feldes heraus. Fast durchwegs mit Audi-Profi Haase in Front. Erst auf den letzten Metern vor dem ersten Boxenstopp konnte sich Verstappen mit einem knallharten Manöver in Tiergarten wieder an Haase vorbeiquetschen. Der Audi verschwand danach aus dem Siegeskampf. Haases jungem Teamkollegen Nico Hantke fehlte die GT3-Erfahrung, um die Pace der erfahrenen Vollprofis an der Spitze mitzugehen.
ROWE-BMW fordert Verstappen-Kollegen: Verstappen gab beim ersten Stopp den Mercedes ab. Die Mittelstints fuhren seine Teamkollegen Dani Juncadella und Jules Gounon. Sie gerieten bald unter Druck eines in dieser Rennphase stark auftrumpfenden ROWE-BMW M4 #99, pilotiert von Jordan Pepper und Dan Harper.
Harper holte sich in der dritten Stunde fast die Führung, doch in einem harten Duell mit Gounon ging er etwas zu weit und schubste unachtsam einen Porsche Cayman aus dem Weg, der sich auf dem GP-Kurs zwischen den beiden GT3-Boliden nicht in Luft auflösen konnte. Das trug Harper eine Penalty Lap ein, was dem BMW gute fünf Sekunden kostete. Danach war bei Harper auch sonst die Luft raus.
Verstappen dominiert zum Schluss: Der BMW hatte allerdings von einem früheren ersten Boxenstopp profitiert. Das glich sich beim letzten Stopp in Stunde 4 aus. Bei dem stieg Verstappen wieder in den Mercedes #3, und hatte nun über 40 Sekunden Vorsprung auf den BMW. Verwalten ist für Verstappen natürlich ein Fremdwort, doch der Rundenrekord blieb ihm trotz verschärftem Tempo in den letzten Minuten auch diesmal verwehrt.
Falken-Porsche kämpft sich bis aufs Podium
Falken-Porsche kämpft sich auf das Podium: Der Falken-Porsche #44 mit Tim Heinemann und Sven Müller war im Qualifying noch an den Top-10 gescheitert, doch mit einem konstanten Rennen arbeiteten sich Heinemann und Müller kontinuierlich nach vorn. Nach den letzten Boxenstopps rang Heinemann erst den lange um das Podest kämpfenden LOSCH-Black-Falcon-Porsche #48 (Patrick Assenheimer/Tobias Müller/Dylan Pereira) nieder, und eröffnete dann noch einmal die Jagd auf den zweitplatzierten ROWE-BMW.
Doch Pepper im BMW behielt die Nerven und rettete den zweiten Platz vor Heinemann über die Linie. Dylan Pereira beendete ein starkes Rennen für den Black-Falcon-Porsche auf dem vierten Platz vor dem Realize-Kondo-Ferrari #45 und dem Aston Martin #34 von Walkenhorst. Der Scherer-Audi, Held der Anfangsphase, beendete das Rennen auf dem siebten Platz.
Für Lamborghini war es ein unscheinbares Rennen. Konrad #7 schaffte es nur auf P8, der Abt-Lamborghini #130 blieb auf P10. Der KCMG-Mercedes konnte zu Rennbeginn beeindrucken, doch die zwei unerfahrenen Japaner Sho Tsuboi und Nirei Fukuzumi konnten im Rennmittelteil die Pace nicht halten und rutschten aus den Top-10.
BMW M3 GT3-Kombi mit problemlosem Debüt: Durchaus beachtlich schlug sich BMWs GT3-Einzelstück beim ersten Rennen auf der Nordschleife. Jens Klingmann und Ugo de Wilde pilotierten das Auto letztendlich auf den 13. Gesamtrang, auch wenn sie die Pace der ausgereiften GT3-Boliden am Ende nicht ganz gehen konnten und 4:17 Minuten hinter Verstappen ins Ziel kamen.
NLS 2 - Das Ergebnis des Rennens auf dem Nürburgring
| Nr. | Team | Nummer/Auto | Fahrer | Abstand |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Winward | #3 Mercedes-AMG GT3 | Max Verstappen Daniel Juncadella Jules Gounon | / |
| 2 | ROWE Racing | #99 BMW M4 GT3 EVO | Dan Harper Jordan Pepper | + 59.524 |
| 3 | Falken Motorsports | #44 Porsche 911 GT3 R | Tim Heinemann Sven Müller | + 1:00.692 |
| 4 | Losch Motorsport | #48 Porsche 911 GT3 R | Patrick Assenheimer Tobias Müller Dylan Pereira | + 1:03.786 |
| 5 | REALIZE KONDO RACING | #45 Ferrari 296 GT3 | David Perel Thierry Vermeulen Thomas Neubauer | + 1:04.526 |
| 6 | Walkenhorst Motorsport | #34 Aston Martin Vantage GT3 | Christian Krognes Mattia Drudi | + 1:07.573 |
| 7 | Scherer Sport PHX | #16 Audi R8 LMS GT3 EVO II | Christopher Haase Nico Hantke | + 1:31.732 |
| 8 | Konrad | #7 Lamborghini Huracan GT3 | Maximilian Paul Christian Engelhart Patricija Stalidzane | + 2:04.734 |
| 9 | Dunlop Motorsport | #17 Porsche 911 GT3 R | Dorian Boccolacci Nico Menzel | + 2:09.289 |
| 10 | Red Bull Team ABT | #130 Lamborghini Huracan EVO II | Mirko Bortolotti Luca Engstler Marco Mapelli Patric Niederhauser | + 2:09.660 |
UPDATE, 19:35 Uhr: Aufgrund eines Regelverstoßes wurde der Mercedes #3 von Max Verstappen, Jules Gounon und Dani Juncadella nachträglich vom Rennen disqualifiziert. Mehr Infos gibt es hier:



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