Motorsport

Verrückt! Ekström fährt Elektro-Audi Streif in Kitzbühel hoch

Spektakuläre Bilder in Österreich: Mattias Ekström erklimmt die berüchtigte Mausefalle auf der Streif in Kitzbühel in einem Elektro-SUV von Audi.
von Philipp Moser
Ekström rast legendäre Streif mit 85 Prozent Steigung hoch!: (04:53 Min.)

Motorsport-Ikone Mattias Ekström meisterte im verschneiten Kitzbühel eine Herausforderung der anderen Art: Der zweimalige DTM-Champion fuhr die so genannte Mausefalle, den mit bis zu 85 Prozent Steigung steilsten Teil der legendären Ski-Alpin-Piste, hoch. Das Ganze schaffte er in einem elektrischen SUV-Prototypen von Audi.

"Die Leute fragen einen, warum man das machen sollte: So viel Risiko und gar keinen Nutzen", erzählte Ekström. "Aber ich habe schon viele verrückte Dinge in meinem Leben gemacht. Die Grenzen auszuloten, macht mir einfach Spaß."

Zur Sicherheit wurde am Audi ein Sicherungsseil angebracht, welches aber keine Zugfunktion hatte. Ekström schaffte es trotzdem, die enorme Steigung zu überwinden. "Auf den letzten 10 bis 20 Metern hatte ich tatsächlich ein bisschen Angst", gestand der Schwede, der für Audi 188 Rennen in der DTM bestritt und 2004 und 2007 den Titel gewann.

Der spezielle Audi-Prototyp verfügt über zwei E-Motoren an der Hinterachse und einem an der Vorderachse. Zusammen bringen es die drei Elektro-Motoren laut Audi-Angaben auf 500 PS (370 kW) und ein Drehmoment von sage und schreibe 8.920 Newtonmeter.

Trotz der Power des Autos war der Anstieg in der Mausefalle auch eine Frage des Fahrgefühls. "Man muss darauf achten, dass die Reifen nicht zu stark durchdrehen. Der Körper sagt die ganze Zeit 'Gib mehr Gas, es wird immer steiler!', aber darauf darf man nicht hören", berichtete Ekström nach der fahrerischen Herausforderung.

Wie es mit der sportlichen Karriere von Ekström weitergeht, ist aktuell unklar. In der Saison 2018 startete er als fahrender Teamchef mit EKS Racing in der Rallycross-Weltmeisterschaft. Mit dem Ende von Audis Engagement in der WRX endete auch Ekströms Teameinsatz. Die eingesetzten Audi S1 wurden inzwischen verkauft.


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