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Frank Diefenbacher - Die Vorfreude wich dem Schock

War Frank Diefenbacher vor seinem WTCC-Debüt in Magny Cours noch davon überzeugt topfit in die Saison zu starten, liegt er nun im Krankenhaus.
von Stephan Heublein

Motorsport-Magazin.com - Vor vier Wochen testete das RS Line IPZ-Racing Team in Magny Cours, dem Ort des WTCC-Einstiegs der Truppe von Frank Diefenbacher und Sascha Plöderl. Mit Rundenzeiten von 1:50,5 bis 1:51,0 zeigte man sich voller Zuversicht für das erste Rennen, bei welchem das Team unter gleichen Bedingungen diese Testzeiten am Rennwochenende unter Beweis stellen wollte.

Mit neuen Motoren und bis in die Haarspitzen motivierten Rennfahrern. Doch kaum war man an der Strecke kam das böse Erwachen: Es wurden nur magere Rundenzeiten von 1:53,4 erzielt. Die Motoren sollen nun auf den Prüfständen auf Herz und Nieren kontrolliert werden.

Noch viel tragischer verlief jedoch das Qualifikationstraining: Im Qualifying am Samstag wurde durch einen defekten Bremsschlauch bei Frank Diefenbachers Ford Focus ein schlimmer Unfall verursacht.

Bei der Geschwindigkeit von 200km/h war plötzlich der Bremsdruck weg, d.h. Franks Bremspedal "fiel durch". Blitzschnell reagierte Frank auf dem schnellsten Streckenstück. Er schaltet herunter, versuchte zu manövrieren und sich auf den Aufprall vorzubereiten.

Dieser erfolgte mit ca. 160 km/h in einem Reifenstapel. Nach diesem furchtbaren Aufprall kroch er selbst aus seinem Cockpit, weil das Auto zu brennen anfing. Die Diagnose des Arztes im Krankenhaus von Nevers nach der Computer-Tomografie: glatter, horizontaler Lendenwirbeldurchbruch und mehrere schwere Prellungen im Brust-Rippenbereich.

Jetzt muss Frank eine Woche absolut "flach liegen". Dann soll er mit einem Korsett transportfähig sein. Wie es dann weitergeht, wird sich noch herausstellen. Eine mehrmonatige Pause ist jedoch unumgänglich.