Dani Pedrosa und Andrea Dovizioso bekamen heute die neuen Verträge des Honda-Werksteams und werden auch in den nächsten zwei Jahren Teamkollegen sein. Außerdem gibt es neue Teile. Pedrosa benutzte schon heute eine neue Schwinge, Dovizioso will sie erst morgen einsetzen, wenn die Bedingungen dazu gegeben sein sollten.
Über den Streckenzustand und die Freitagszeiten zeigte sich der Spanier Pedrosa überrascht. "Auf der Strecke war das Gefühl schon ganz gut, gerade auf der Renn-Linie", sagte er am Abend. "Daneben war es noch etwas dreckig, aber nicht allzu schlimm. Die Rundenzeiten waren für einen Freitag auch sehr gut. Mit den Reifen war alles ok, selbst wenn die Strecke hier meistens sehr aggressiv zu ihnen ist. Da muss man halt auf diesen Punkt hinarbeiten und sicher gehen, dass deine Reifen eine gute Lebensdauer haben werden."
Über die Eingangs schon angesprochene neue Schwinge äußerte sich der Repsol Honda-Pilot noch etwas verhalten. "Wir haben eine neue Schwinge ausprobiert und wir werden die morgen weiter testen", sagte er zu diesem Thema. Außerdem sei noch nicht alles paletti. Man arbeite noch immer an einer Grundabstimmung der Honda für die Strecke in Brünn. "Aber insgesamt bin ich schon zufrieden, wie es heute gelaufen ist", schloss der dreifache Weltmeister ab.

Dovizioso fuhr stolz auf die Piste
Andrea Dovizioso fuhr heute mit stolz geschwellter Brust aus der Box. "Es hat sich heute schon großartig angefühlt die Boxengasse zu verlassen und als MotoGP-Sieger auf die Strecke rauszugehen", freute sich der Italiener noch immer über seinen ersten Rennsieg in dieser Kategorie beim letzten Rennen. "Und ich konnte die Sommerpause dadurch nach Donington auch viel besser genießen."
Trotzdem bleibt er Realist. "Ich mache mir aber keine Illusionen - wir müssen weiter so hart arbeiten, wie wir nur können, um diese Leistung auch in trockenen Bedingungen wiederholen zu können." Denn ein wenig "befleckt" ist der Sieg in Donington für Dovizioso doch noch, da dort widrige Witterungsverhältnisse herrschten und er auch gern unter normalen Bedingungen zeigen will, dass er Rennen gewinnen kann. Heute legte er dazu nicht gerade den besten Grundstein, wie er selbst glaubt. "Leider waren wir heute nicht so nah an der Spitze, wie wir das gern gehabt hätten", analysierte er nach Trainingsplatz fünf und anderthalb Sekunden Rückstand auf Jorge Lorenzo.
"Wir müssen noch ein paar Änderungen im Bereich des Handlings beim Bremsen vornehmen. Das ist ein Bereich, in dem wir uns deutlich verbessern können", gab Dovizioso die Marschrichtung für morgen aus. Außerdem wolle er die neue Schwinge erst morgen das erste Mal einsetzen, wenn rundherum alles passt. "Ich bin mir sicher, dass wir uns von hier an nach vorn bewegen werden", sagte er abschließend.

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