"Ich komme hier her und bin noch motivierter als sonst", gab sich der frisch gebackene MotoGP-Sieger Andrea Dovizioso am Donnerstagabend in Brünn selbstbewusst. Seine freie Zeit habe er dazu benutzt, sich auszuruhen und etwas zu relaxen. Und dennoch hat er an Kampfesgeist nichts verloren. "Ich will natürlich wieder um den Sieg kämpfen", gab er sich optimistisch. "Klar will ich bei jedem Rennen um den Sieg kämpfen und auch mal ein Rennen gewinnen, das nicht in so schwierigen Bedingungen stattfindet. Aber mein Ziel ist es noch immer, ein besseres Gefühl für das Motorrad zu bekommen." Außerdem hoffte auf weitere Fortschritte am Motorrad - gerade auch für den Test am Montag.
Aber so lange wird im Werksteam von Honda nicht mehr gewartet. "Wir haben das neue Material schon jetzt hier am Wochenende zur Verfügung und werden das ausprobieren", sagte der Italiener voraus. Ziel sei es, schon jetzt fleißig Daten zu sammeln, um am Montag nicht bei Null beginnen zu müssen. "Bei uns geht es schließlich nicht mehr um die Meisterschaft", erklärte Dovizioso diesen Umstand.
Auch neue Teile bei Suzuki
Für Loris Capirossi wird es in Brünn auch neue Teile aus dem Hause Suzuki geben. "Wir haben unter anderem auch einen neuen Motor, den wir schon jetzt nutzen und ausprobieren können", erklärte der Italiener, der vor einem Jahr an gleicher Stelle zuletzt auf einem MotoGP-Podium gestanden hatte. "Gut, wir kämpfen nicht mehr um den Titel, aber einige Achtungserfolge wollen wir schon noch erzielen. Wir haben zum Beispiel auch ein neues Chassis zu testen und ich hoffe, dass sich schon an diesem Wochenende Fortschritte einstellen werden." Diese brauche man jetzt unbedingt, da die letzten Rennen nicht so gut verlaufen seien. "Suzuki hat endlich angefangen ordentliche Entwicklung zu leisten und bringt jetzt immer mehr das, was wir brauchen", lobte er den japanischen Hersteller.
Auch die neue Motorenregelung war für Capirossi ein Thema. Er glaubt, dass dadurch schon die Entwicklung der Aggregate eingeschränkt würde. "Aber dennoch ist das nicht das große Problem", winkte der Suzuki-Pilot ab. Und auch wegen der Haltbarkeit machte er sich keine Sorgen. "Schließlich haben wir ja immer hin noch fünf Motoren für sieben Rennen."
Eine Frage, die auch unter den Nägeln brannte, war, wie es denn für Capirossi in der Zukunft weiter gehe und ob er sich schon entschieden habe. Dazu sagte er mit einem Grinsen im Gesicht: "Ich habe mich dazu entschieden, dass ich noch 20 Jahre fahre! Nein, Scherz beiseite, ich denke es ist alles klar, aber ich muss es eben noch abchecken."

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