Francesco Bagnaias MotoGP-Wochenende in Aragon glich erneut einem Horrorfilm. Schlechte Pace am Freitag, Platz Elf im Sprint am Samstag und ein Sturz im Rennen am Sonntag belegen das. Der Ducati-Pilot wirkt zu Beginn der zweiten Saisonhälfte ideen- und gedankenlos. Nach dem schwierigen Jahr 2025 war er in dieser Saison zwischenzeitlich wieder in der Lage, um Siege und Pole Positionen mitzufahren, wie beim Grand Prix von Brünn.
Doch das scheint lediglich eine Momentaufnahme gewesen zu sein. MotoGP-Experte Tom Lüthi hat sich seine Situation angesehen und eine klare Meinung dazu: "Ich hoffe sehr, dass er sich noch in diesem Jahr aufrappeln kann, denn man nimmt den Schwung mit in die kommende Saison. Es wäre gut, wenn er das Ducati-Projekt nicht schon komplett abgehakt hat und im Kopf bei Aprilia ist. Je mehr Flow er mitnehmen kann, desto besser geht es ihm im nächsten Jahr." Mit dem Wechsel zu Aprilia 2027 könnte er in die Fußstapfen eines Weltmeisters treten, sollte Jorge Martin den WM-Kampf für sich entscheiden. Ob Bagnaia diese Erwartungen in seiner aktuellen Verfassung erfüllen kann, ist mehr als fraglich.
Krisenverschiebung zu Aprilia? – MotoGP-Experte: "Hoffe das er sich aufrappeln kann"
Aprilia hat in dieser Saison die Ducati als bestes MotoGP-Bike abgelöst. Die Werksfahrer Jorge Martin und Marco Bezzecchi stehen auf den Plätzen eins und drei voll im Kampf um die WM. Pecco Bagnaia ist mit Position acht und 113 Punkten Rückstand auf den WM-führenden Aprilia-Piloten davon meilenweit entfernt. "Er lernt sehr viel aus der Situation, wenn er sich jetzt aus dem Tief herausarbeitet. Sollte er das noch bei Ducati schaffen, würde das ihn für die Zukunft enorm stärken", betont Lüthi.
Tom Lüthis komplette Analyse zum MotoGP-Wochenende in Aragon seht ihr in diesem Video:
MotoGP-Saison 2027: Aprilia-Wechsel als mentaler Neustart?
Francesco Bagnaia steckt seit Beginn der Saison 2025 in einer Krise. Nach einer Phase, die oft von Stürzen und Grip-Problemen geprägt war, könnte der Aprilia-Wechsel wie ein Befreiungsschlag wirken. Mit VR46-Freund Marco Bezzecchi bilden die zwei italienischen Fahrer das absolute "Dream-Team" auf einem italienischen Motorrad. Diese familiäre Atmosphäre könnte der Schlüssel zurück an die Weltspitze sein. Zudem ist die Aprilia RS-GP ein Bike, welches hohe Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht und über eine enorme Bremsstabilität verfügt - genau diese Faktoren gehören zu Bagnaias größten Stärken.
Abzuwarten bleibt allerdings, wie sich die MotoGP-Bikes durch das neue Reglement 2027 verändern. Da Aprilia den Italiener jedoch mit einen Vierjahresvertrag bis 2030 an sich gebunden hat, vertraut der Hersteller wohl voll und ganz auf Bagnaias Qualitäten.
Jetzt seid ihr gefragt: Kann Francesco Bagnaia in der laufenden Saison das Ruder noch einmal herumreißen oder muss er bei Aprilia komplett wieder Null anfangen? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare!

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