Monatelang haben die Hersteller und MotoGP Sports Entertainment Group (ehemals Dorna) in intensiven Verhandlungen miteinander gerungen. Längst abgeschlossene Fahrerverträge wurden nicht öffentlich gemacht, viele Sparmaßnahmen wurden diskutiert und am Ende ging es vor allem um eines: Die Teams der Königklasse wollten mehr vom Kuchen. Nun gab es endlich eine Einigung. Die MotoGP bekommt ihr 'Concorde Agreement' für die neue Regelperiode ab 2027, bis einschließlich 2031.
Ezpeletas setzen sich durch: MotoGP-Teams erhalten mehr Geld, aber nicht wie gewollt
Die Herstellervereinigung MSMA hatte in der Verhandlung des neuen Vertrages die Gelegenheit gesehen, sich die Formel 1 als Vorbild zu nehmen. Dort werden die Teams durch das 'Concorde Agreement' (benannt nach dem Place de la Concorde, da die FIA dort ihren Hauptsitz hat) an den Gewinnen der Rennserie prozentual beteiligt. Neu-Eigner Liberty Media kennt dieses Verfahren also bereits.

Doch die Leitung der MotoGP SEG wollte dies nicht mitmachen. Carmelo und Carlos Ezpeleta blieben hart und haben sich nun mit einer anderen Lösung durchgesetzt. Offiziell kommuniziert wurde diese - wie auch irgendwelche anderen Details - in einer kurzfristig am Freitag in Brünn einberufenen Pressekonferenz nicht. Darauf wird die Öffentlichkeit noch Wochen oder sogar Monate warten müssen. Einige Informationen sind aber auch so bereits jetzt nach außen gedrungen: Statt eines Anteils am Gewinn wird nun jährlich eine fixe Summe von etwa acht Millionen Euro für jeden Hersteller ausgeschüttet, welche sich anhand verschiedener Kategorien berechnet. Der neue Vertrag ist bis 2031 gültig, kann aber mit einer Option sogar bis ins Jahr 2036 ausgedehnt werden.
Für dieses Geld müssen die MotoGP-Teams aber auch eine Gegenleistung erbringen. Sie alle sind nun klar dazu angehalten, ihre Kommunikation und ihr Marketing zu verbessern. Die PR-Abteilungen der Mannschaften sollen dringend verstärkt werden.

Neuer MotoGP-Vertrag steht: Flut an Fahrerbekanntgaben zu erwarten
Apropos Nachholbedarf. Da nun eine Einigung erzielt wurde, gibt es auch keinen Grund mehr, die bereits geschlossenen Fahrerverträge geheim zu halten. In den nächsten Tagen ist also eine wahre Flut an offiziellen Bestätigungen der bereits bekannten Wechsel zu erwarten. Wir halten euch diesbezüglich auf dem Laufenden. In unserem Vertragsticker bekommt ihr alles mit:



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