Die MotoGP wird beim Debüt des Balaton Park Circuit in Ungarn ein volles Fahrerfeld aufbieten können. Pol Espargaro wird als Ersatzpilot für Maverick Vinales antreten. Der Einsatz ist etwas Besonderes, denn er wird sich die Strecke noch einmal mit seinem Bruder teilen.
Pol Espargaro: Renneinsatz bietet Mehrwert für KTM
Wie KTM am Mittwoch mitteilte wird der Testfahrer seinen zweiten Saisoneinsatz für das Team von Tech3 absolvieren. In Brünn hatte der 34-jährige Katalane bereits als Ersatz für Vinales fungiert und dabei mit einer Ausbeute von acht WM-Punkten vollends überzeugt. Nachdem sich das Comeback des Stammpiloten in Spielberg als zu früh herausstellte, kommt Espargaro nun also erneut zum Zug, obwohl ein Ersatz laut Reglement eigentlich nicht notwendig gewesen wäre.
"Es ist nicht einfach, vom Testfahrer-Modus auf den MotoGP-Fahrer-Modus umzuschalten, angesichts des aktuellen Niveaus der Kategorie und des Tempos der anderen", äußert sich Espargaro zu seiner Aufgabe. Dennoch ist er von der Sinnhaftigkeit seines erneuten Einsatzes überzeugt: "Wir haben kürzlich einige Tests durchgeführt und können sehen, dass das Projekt große Fortschritte macht. Ich freue mich, dem Team und dem Werk an diesem Wochenende wieder helfen zu können, und wie immer wird dies unserer Arbeit hinter den Kulissen und bei den Rennen einen Mehrwert bringen."
Espargaro-Brüder ein letztes Mal gemeinsam in der MotoGP?
Doch geht es am Wochenende in Ungarn nicht nur um den weiteren Fortschritt bei KTM, es ist auch eine besondere Familienangelegenheit. Bruder Aleix Espargaro geht ebenfalls als Ersatzpilot an den Start. Er vertritt Rookie Somkiat Chantra bei LCR Honda. Es könnte sich also um das letzte Mal handeln, dass die Espargaro-Brüder gemeinsam in der Königsklasse an den Start gehen.

Wann Stammpilot Maverick Vinales zurückkehren wird, ist derweil noch unklar. Pol Espargaro rät ihm zur Vorsicht: "Es ist hart für Maverick, ein weiteres Rennen zu verpassen, aber wir haben in Österreich gesehen, dass er mehr Zeit zur Genesung braucht. Es ist wichtig, erst wieder an die MotoGP zu denken, wenn man zu 100 Prozent Prozent ist. Das weiß ich nur zu gut!"
Bei KTM-Teamchef Aki Ajo ist jedoch herauszuhören, dass die Verletzungspause nicht mehr allzu lange dauern wird: "Leider war Maverick nicht bereit, das gesamte Grand-Prix-Wochenende am Red Bull Ring zu bestreiten, aber es war positiv, dass wir sehen konnten, wie weit er mit seiner Genesung ist, und wir wissen, dass er bald wieder zu 100 Prozent fit sein wird." Bis dahin steht mit Espargaro aber ein hervorragender Vertreter bereit.
Auch in der Moto2 gab es heute die Bekanntgabe eines Ersatzfahrers für Ungarn - und diese kam wesentlich überraschender. Mehr dazu hier:



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