MotoGP

Zarco: Kriegen die 2017er Yamaha nicht, wenn sie schwach ist

In Sepang war Johann Zarco auf der Vorjahres-M1 schneller als Rossi und Vinales mit der aktuellen Yamaha. Das denkt Zarco über sein Bike für 2018:
von Sophie Riga

Motorsport-Magazin.com - Tech3-Pilot Johann Zarco scheint als Satelliten-Fahrer aktuell besser darzustehen als Valentino Rossi und Maverick Vinales im Yamaha-Werksteam. In Malaysia stand Zarco bereits zum zweiten Mal in seiner Rookie-Saison auf dem Podium. Und das als einziger Yamaha-Pilot mit Material aus dem Vorjahr. Die Werksteam-Piloten hatten erneut mit Schwierigkeiten im Regen zu kämpfen. Zarco glaubt deshalb: Wenn die 2017er Yamaha wirklich schwächer ist als sein aktuelles Bike, wird das Tech3-Team 2018 nicht mit diesem Modell fahren.

"Wenn das 2017er Bike schwach ist, werden wir es von Yamaha für die kommende Saison auch nicht bekommen", ist sich Zarco in der Pressekonferenz nach dem Malaysia GP sicher. "Es ist ja in ihrem Sinne, immer vier starke Motorräder auf der Strecke zu haben, die um die bestmöglichen Positionen kämpfen können."

Wirklich daran glauben, dass die aktuelle Yamaha weniger stark ist als das Vorjahres-Modell, das er selbst fährt, tut Zarco aber nicht. "Ich denke nicht, dass Yamaha mit dem 2017er Bike etwas falsch gemacht hat", stellt er fest. Grund für diese Argumentation des Franzosen ist die Tatsache, dass die Saison 2017 ein Auf und Ab für alle Fahrer des japanischen Herstellers war. "Auf manchen Strecken war das Werksteam schneller, auf anderen wir und auf wieder anderen waren wir gleich auf", findet Zarco.

Letzteres soll laut dem Tech3-Piloten auf Phillip Island der Fall gewesen sein. "Ich habe dort keinen Unterschied zwischen den Bikes feststellen können", sagt er. In Australien siegte zwar Marc Marquez, dahinter reihten sich allerdings die beiden Werks-Yamahas von Rossi und Vinales auf dem Podium ein, Zarco wurde Vierter. Dieses Ergebnis spricht für Zarcos Theorie.

Der Franzose sagt aber auch ganz deutlich, dass es für ihn in seiner momentanten Situation wichtigere Dinge gibt als den Vergleich der beiden Yamahas. Als Rookie kommt an jedem MotoGP-Rennwochenende so viel Neues auf ihn zu. "Ich habe in der MotoGP noch so viel zu lernen", erklärt er. "Zum Beispiel, wie man ein Rennen und ein ganzen Wochenende so gut wie möglich über die Bühne bringt." Das ist für den Franzosen im Moment der wichtigste Punkt seiner Karriere.

Außerdem merkt Zarco zum Abschluss noch an: "Die Leute bei Yamaha sind klug. Wenn etwas schief läuft, dann werden sie es für die Zukunft besser machen." Er ist sich also sicher, dass die Saison 2018 für Yamaha eine bessere werden wird.

Rossi: Würde Zarco gerne auf 2017-Yamaha sehen

Für seine Theorie, dass Yamaha die eventuell schwächere 2017er M1 an das Satelliten-Team abtreten würde, hat Zarco einen weiteren Fürsprecher: Valentino Rossi. "Ich denke genau wie er", sagt Rossi gegenüber der italienischen 'GPOne.com'. Der Doktor gesteht aber auch: "Ich würde Johann gerne auf dem 2017er Bike sehen."


Weitere Inhalte:
Motorsport-Magazin.com fragt
Wir suchen Mitarbeiter