MotoGP

Die Stimmen zum Rennen des Katalonien GP der MotoGP in Barcelona

Dovizioso besiegte Marquez und Pedrosa, Rossi und Vinales landeten unter Ferner liefen. Das sagten die Fahrer zum Rennen:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Motorsport-Magazin.com - 1. Andrea Dovizioso (Ducati): "Es war ein komisches Wochenende für alle. Es war schwer, alles zu managen. Ich konnte nicht richtig pushen, denn der Hinterreifen hat sehr gelitten. Ich habe dann versucht, an der Spitze zu bleiben, ohne zu sehr zu pushen. Nach dem Test hatten wir hier Zeit, an kleinen Details zu arbeiten. Das hat uns sehr geholfen."

2. Marc Marquez (Repsol Honda): "Es war kein einfaches Wochenende, aber ich gebe nie auf. Ich habe das ganze Wochenende gepusht und im Rennen musste ich ein gutes Gefühl haben. Mein Ziel war, dass ich vor Dani lande, denn ich dachte, er wäre der Schnellste. Aber dann war es Dovizioso, er war einfach unglaublich. Es war toll, wie die Leute hier hinter mir stehen. Für sie werde ich das ganze Jahr weiterpushen, das werden sie sehen."

3. Dani Pedrosa (Repsol Honda): "Es war ein schweres Rennen, denn die Reifen haben gelitten. Ich konnte nicht richtig pushen. Ich habe versucht, sie zu kontrollieren, aber es war schwer. Ich habe immer mehr Grip verloren und Dovizioso war einfach zu schnell. Aber hier aufs Podium zu fahren vor all den Fans ist immer besonders."

4. Jorge Lorenzo (Ducati): "Das war heute das erste Mal, dass ich weniger als zehn Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel gekommen bin. Außerdem konnte ich das erste Mal aus der ersten Reihe starten und das Rennen ein paar Runden anführen. Das zeigt, dass wir uns ständig verbessern. Leider habe ich heute von Runde sechs an etwas meine Pace verloren. In der Schlussphase konnte ich dann wieder ein paar Positionen gutmachen. Jetzt müssen wir noch an meiner Konstanz im Rennen arbeiten, um meinen dritten Platz von Jerez noch zu verbessern."

Jorge Lorenzo konnte erst gegen Rennende wieder aufholen - Foto: Ducati

5. Johann Zarco (Tech3 Yamaha): "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, aber auch ziemlich erschöpft. Ich denke, dass heute alle wegen des heißen Wetters physische Probleme hatten. Auf der Strecke gab es nicht viel Grip und die Reifenleistungen sind ziemlich schnell abgefallen. Diese Situation ist kein großes Drama für mich. Wenn das passiert, scheine ich ein besseres Gefühl zu haben als meine Konkurrenten. Am Ende des Rennens ist Petrucci gestürzt und Lorenzo hat mich überholt. Er ist dann verschwunden, weil er besseren Drive hatte und Jonas war vor mir. Ich konnte sehen, dass er Probleme hatte, also habe ich mich auf eine gute Linie konzentriert und habe ihn auf der letzten Runde attackiert. Das Resultat ist gut, auch wenn es ein schweres Wochenende war."

6. Jonas Folger (Tech3 Yamaha): "Es war ein gutes, aber hartes Wochenende, aber ich bin sehr zufrieden. Wir haben einen großen Schritt vorwärts gemacht, im Vergleich zu den letzten Rennen. Endlich können wir Fortschritte verzeichnen, den wir wollten. Es ging uns darum, im Qualifying und zu Rennbeginn besser zu werden. Als wir uns in den beiden Bereichen besser geworden sind, hatten wir einen wirklichen Vorteil und konnten ein gutes Resultat erzielen. Leider hat mich Johann auf der letzten Runde überholt. Ich war fast das ganze Rennen vor ihm, aber dann hat er mich gekriegt und überholt."

7. Alvaro Bautista (Aspar Ducati): "Das Rennen war hart. Ich bin gut gestartet und in den ersten paar Runden wollte ich nicht zu sehr pushen, denn ich wusste, dass ich sie am Ende brauchen würde. Ich wurde ein paar Mal überholt und auch wenn ich kämpfen wollte, habe ich mich zurückgehalten. Dann habe ich gespürt, dass der Reifen immer schlechter wurde. Im letzten Teil des Rennens konnte ich auf ein paar Jungs aufschließen, aber habe die Front am Ende der Geraden verloren und konnte dadurch nicht auf den letzten Runden kämpfen."

Valentino Rossi hatte mit Problemen zu kämpfen - Foto: Yamaha

8. Valentino Rossi (Yamaha): "Ich bin heute wirklich enttäuscht, denn letztes Jahr konnte ich hier gewinnen und Barcelona ist eigentlich eine meiner Lieblingsstrecken. Uns war aber klar, dass es ein schwieriges Rennen werden würde, denn wir hatten schon in den Trainings Probleme mit den Streckentemperaturen und dem Grip. Das Rennen war dann auch nicht positiv, ich konnte nur versuchen so viele Punkte wie möglich mitzunehmen."

9. Hector Barbera (Avintia Ducati): "Ich bin sehr glücklich, weil unser Saisonstart sehr chaotisch war, wir aber heute endlich demonstrieren konnten, dass wir wieder wettbewerbsfähig sind. Und es war ein sehr hartes Rennen bei solcher Hitze. Am Anfang war Zarco in der Schikane sehr stark und drängte mich von der Strecke und ich verlor den Anschluss an die Gruppe. Das ist schade, denn wenn wir dort gewesen wären, hätten wir noch etwas mehr schaffen können."

10. Maverick Vinales (Yamaha): "Es gibt Tage, da musst du einfach versuchen ein paar Punkte zu holen. Das haben wir heute gemacht. Es war hart. Platz zehn war heute das Maximum. Das ist sicherlich nicht normal für uns, aber mehr ging dieses Mal nicht. Wir müssen mit diesen sechs Punkten also zufrieden sein. Zumindest sind wir immer noch auf Rang eins in der Weltmeisterschaft."

11. Cal Crutchlow (LCR Honda): "Ich bin ins Ziel gekommen, war wahrscheinlich die Hauptsache ist. Es war nicht der beste Tag, den ich je auf einem Motorrad erlebt habe, aber ich bin einigermaßen zufrieden, weil ich als 17. Gestartet bin. Wir hatten unsere Probleme im Rennen und das ganze Wochenende, aber, so verrückt es klingt, ich war eigentlich recht zuversichtlich, dass ich heute Richtung Podium fahren könnte. Ich wählte einen harten Reifen, weil ich dachte, bei allen anderen würden die Reifen abbauen, aber unserer war nicht einmal auf der Aufwärmrunde gut, und das machte es mir im Rennen schwer."

Loris Baz wurde am Start von Kupplungsproblemen aufgehalten - Foto: Avintia

12. Loris Baz (Avintia Ducati): "Es war ein hartes Rennen. Mein Start war nicht gut. Ich hatte ein komisches Gefühl an der Kupplung und konnte keine Plätze gutmachen. In den ersten paar Runden überholte ich Abraham, Rabat und Iannone, die langsamer waren. Und dann versuchte ich, meine Reifen zu schonen, als ich hinter Vinales war. Aber es reichte nicht, weil ich am Ende keinen Grip mehr hatte. Ich hatte außerdem ein Problem mit der Vorderbremse. Sie wurde sehr hart, und mit dem Problem, das ich mit meinen Armen habe, war ich am Ende des Rennens erschöpft."

13. Scott Redding (Pramac Ducati): "Es war ein wirklich schwieriges Rennen, das schwierigste der Saison. Die hohe Streckentemperatur ist mein schlimmster Feind, und wenn sie über 50 Grad steigt, finde ich keinen Grip. Wir müssen sicher am Reifenverschleiß arbeiten. Nach sechs Runden konnte ich mich nicht mehr gegen die Angriffe der anderen verteidigen. Ich versuchte zu pushen, hatte aber keinen Grip mehr. Andere Fahrer schafften das Rennen auf Mediumreifen. Ich habe nicht einmal davon geträumt, den Medium aufzuziehen, weil ich damit nicht einmal bis in die zehnte Runde gekommen wäre."

14. Karel Abraham (Aspar Ducati): "Ich denke für uns war es ein gutes Wochenende. Wir haben uns mit jedem Tag gesteigert, sowohl unseren Speed als auch unsere Position. Wir haben gestern einen Longrun ausprobiert, der ziemlich gut aussah. Ich konnte ein paar Fahrer überholen, was gut war. Am Anfang bin ich eine Weile mit Bat gefahren, aber leider konnte ich nicht mit ihm mithalten, weil ich nach acht oder neun Runden ein großes Problem mit dem Hinterreifen bekommen habe. Wir hatten eine Motoren-Einstellung dafür, aber ich musste bis zur zweiten Rennhälfte abwarten. Das hat für ein paar Runden geholfen und dann fing der Reifen an, wieder abzubauen. Für diesen Fall hatten wir eine Notfall-Einstellung, dass ich sonst nur in den letzten Runden verwenden würde."

15. Tito Rabat (Marc VDS Honda): "Ich hätte gern ein besseres Resultat bei meinem Heimrennen gehabt. Ich habe auch alles gegeben, aber es war nicht möglich. Ich habe mich am Ende des Rennens besser gefühlt. Das Gute ist, dass ich nur 40 Sekunden hinter dem Sieger angekommen bin, während ich letztes Jahr über eine Minute zurücklag. Jedes Rennen, das ich dieses Jahr beendet habe, bin ich in die Punkte gefahren, aber mein Problem ist, dass ich nicht die Pace habe, um andere Piloten früh im Rennen zu überholen."

Tito Rabat holte einen Punkt - Foto: Marc VDS

16. Andrea Iannone (Suzuki): "Wir befinden uns in einer schwierigen Phase, das ist uns klar. Manche Rennen laufen für uns besser, andere schlechter. Wir können nur weiter hart arbeiten. Jetzt haben wir hier zwei Testtage, aus denen wir das Maximum herausholen müssen. Heute hatte ich im Rennen vom Start weg keinen Grip, weder vorne noch hinten. Ich konnte nicht pushen, weil ich ständig das Gefühl hatte, am Limit zu sein. Das Resultat liegt dementsprechend unter unseren Erwartungen."

17. Sylvain Guintoli (Suzuki): "Mir ist es heute schwer gefallen, in den Rhythmus zu kommen. Die Streckentemperaturen waren extrem hoch, der Asphalt dadurch sehr rutschig. Zur Rennhälfte habe ich mehr Vertrauen gewonnen und konnte gegen ein paar Fahrer kämpfen, doch dann war der Grip plötzlich komplett weg und ich musste zurückstecken. Ich möchte Suzuki trotzdem für die Möglichkeit danken, dieses Motorrad zu fahren. Ich hatte eine Menge Spaß."

18. Pol Espargaro (KTM): "Wir hatten hier mehr Probleme als erwartet, obwohl uns klar war, dass es schwierig wird, weil wir in den langen Kurven Schwierigkeiten mit dem Turning des Motorrads haben. Vor allem wenn der Asphalt so alt und der Grip so schlecht ist. Jetzt haben wir hier aber drei Testtage, an denen wir das Motorrad verbessern und ein paar neue Teile ausprobieren können, um mit unserem Projekt voranzukommen."

Sam Lowes fuhr am Ende dem Feld hinterher - Foto: Aprilia

19. Sam Lowes (Aprilia): "Ich habe den Großteil meiner Lücke zu den Punkterängen in den letzten vier Runden heute angesammelt. Leider hatte ich nicht mehr das richtige Gefühl, um zu pushen, obwohl ich mich bis zu diesem Punkt gut gefühlt hatte. Es war in vielerlei Hinsicht kein einfaches Wochenende für uns, aber ein schwieriges Rennen wie heute zu Ende zu fahren gibt mir viel Erfahrung als MotoGP-Fahrer."

Danilo Petrucci (Pramac Ducati, DNF): "Ich war bei der Rennleitung. Die gab mir eine Verwarnung für den Kontakt mit Marquez. Ich versuchte aufzuholen, aber ich kam nie zurück in die Top drei, obwohl ich am Ende Folger überholen und auf den vierten Platz kommen konnte. Ich dachte, ich könnte Pedrosa einholen und ein weiteres Podium holen, aber ich spürte, dass der Hinterreifen abbaute. Ich versuchte, das Mapping zu wechseln, aber es verbesserte sich nicht. Ich versuchte, dagegen zu arbeiten, aber ich konnte nicht mehr beschleunigen. Vielleicht pushte ich ein wenig zu früh, um Zeit gutzumachen."

Jack Miller (Marc VDS Honda, DNF): "Ich hatte im Warm-Up eine gute Pace, nachdem wir einige Verbesserungen am Setting gefunden haben. Diese Pace habe ich ins Rennen mitgenommen und habe meinen Rhythmus in den niedrigen 1:47er Zeiten gefunden. Ich habe die Gruppe von Rossi, Lorenzo und Zarco beobachtet und habe mich gut gefühlt. Ich habe so gebremst wie immer, aber bin gestürzt. Ich bin enttäuscht, denn ich habe hart gearbeitet, um in eine gute Position zu kommen."

Jack Miller beendete sein Rennen im Kiesbett - Foto: Marc VDS

Aleix Espargaro (Aprilia, DNF): "Ich bin gerade sehr enttäuscht. Wir haben das ganze Wochenende toll gearbeitet und hatten heute die Pace, um zumindest um die Top 5 zu kämpfen, vielleicht sogar mehr. Ich hatte einen guten Start, merkte aber schon in den ersten Runden, dass die Leistung nicht war wie im Warm Up. Natürlich fuhr ich weiter, bis das Bike stoppte. Jetzt hat uns ein technisches Problem in zwei Rennen, wo wir wettbewerbsfähig waren, früh gestoppt. Das ist nicht angenehm, aber diese Dinge passieren im Racing."


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