MotoGP

Hayden überrascht als Dritter - Stoner führt 1. Japan-Training an

Casey Stoner war auch zum Trainingsauftakt in Japan schnell und an der Spitze des Feldes. Hinter Andrea Dovizioso überraschte Nicky Hayden als Dritter.
von Falko Schoklitsch

Motorsport-Magazin.com - Viel wurde vor dem Japan GP geredet und diskutiert, weil die Fahrer Sorgen hatten, dass das beim Erdbeben und Tsunami im März beschädigte Kernkraftwerk in Fukushima seine Strahlung bis Motegi geschickt hatte. Nur um die Fahrer auch noch ein wenig zu bestätigen, gab es kurz vor Beginn des Wochenendes noch ein leichtes Erdbeben vor der Küste, bei dem aber nichts weiter passierte - tatsächlich hat es in den vergangenen Jahren während der Rennwochenenden immer wieder leichte Erdbeben gegeben, nur damals fielen sie niemandem auf. Suzuki Team Manager Paul Denning sagte zu dem Erdbeben, dass er nicht einmal etwas von seinem Bier verschüttet hatte.

Dovizioso vor Pedrosa und Simoncelli

Am Freitagmorgen war die Rederei aber vorbei und es ging wieder um die sportliche Seite. Und dabei gab es zum Auftakt wenige Überraschungen. Auch in Abwesenheit seiner schwangeren Ehefrau Adriana war Casey Stoner der Schnellste und setzte sich mit einer Zeit von 1:47.289 Minuten an die Spitze des ersten Trainings. Dahinter folgte die nächste Honda, auf der saß allerdings Andrea Dovizioso und weder Dani Pedrosa noch Marco Simoncelli. Der Italiener wollte damit wohl auch seinen Standpunkt deutlich machen, nachdem Simoncelli diese Woche einen neuen Vertrag für 2013 bei Honda erhalten hat und er nicht.

Die einzig echte Überraschung wartete auf Platz drei, denn den hatte sich der nun ebenfalls mit dem neuen Ducati-Getriebe ausgestattete Nicky Hayden gesichert. Der Ducati-Pilot lag lediglich 0,443 Sekunden hinter Stoner und damit war er so nahe an der Spitze dran wie kaum einmal in diesem Jahr. Haydens Teamkollege Valentino Rossi kurvte derweil mit dem Teil-Alu-Chassis, das in Aragon Premiere gefeiert hatte, auf Platz zehn herum - rund neun Zehntelsekunden war er langsamer als Hayden auf der älteren Version der Ducati gewesen.

Simoncelli stürzt

Direkt hinter Hayden lag Pedrosa auf Rang vier, Stoners letzter echter WM-Verfolger Jorge Lorenzo musste sich vorerst mit Rang fünf begnügen. Dort hatte der Spanier bereits mehr als sechs Zehntelsekunden Rückstand. Simoncelli nutzte die erste Session nach seiner Vertragsverlängerung gleich einmal dazu, als einziger Fahrer einen Sturz zu haben. Er blieb aber unverletzt und kam schließlich auf Rang sechs. Die restlichen Top-10-Plätze vor Rossi holten Colin Edwards, Ben Spies und Hector Barbera.

Hinter dem Italiener landeten zunächst die MotoGP-Stammfahrer, also Hiroshi Aoyama, Alvaro Bautista, Randy de Puniet, Cal Crutchlow, Toni Elias und Karel Abraham. Dahinter tobte der Kampf der Sonder-Einsatzfahrer an diesem Wochenende. Den entschied recht klar Kousuke Akiyoshi für sich, der 3,399 Sekunden hinter Stoner und rund neun Zehntel hinter Abraham 17. wurde. Weitere acht Zehntel dahinter fand sich Shinichi Ito und ganz am Ende war der für Loris Capirossi fahrende Damian Cudlin, der zum ersten Mal in seinem Rennfahrerleben auf einer echten MotoGP-Maschine saß - getestet hatte er davor lediglich die CRT-Maschine von Suter für nächstes Jahr.


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