Moto3

Moto3 Aragon 2018: Martin siegt, Bezzecchi zeigt Aufholjagd

Jorge Martin feiert beim Moto3-Rennen in Aragon einen einsamen Sieg. Im WM-Duell zieht er aber nicht davon, weil Marco Bezzecchi eine Aufholjagd zeigt.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Jorge Martin feiert im Moto3-Rennen in Aragon einen souveränen Sieg von der Pole Position. Der Spanier setzt sich vor seinem Titelrivalen Marco Bezzechi durch. Der muss aufgrund einer Grid-Strafe von Platz 18 starten und krönt seine Aufholjagd mit seinem achten Podestplatz in der laufenden Saison. In der WM liegt der Italiener nun 13 Punkte hinter Sieger Martin. Philipp Öttl liegt lange Zeit in den Punkterängen, muss sich am Ende aber mit Rang 19 begnügen.

Die Schlüsselszene: Martin zieht davon

Die Entscheidung fiel bereits auf den ersten Kilometern. Jorge Martin startete von Pole Position perfekt und hatte nach nur einer Runde bereits eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den Rest des Feldes. Er feierte einen für die Moto3 ungewöhnlichen Start/Ziel-Sieg und feierte somit seinen ersten Erfolg seit der Sommerpause.

Moto3 in Aragon: Der Rennfilm

Der Start: Polesitter Jorge Martin legt stark los, dahinter reihen sich Di Giannantonio und Canet ein. Philipp Öttl kommt als Neunter durch den ersten Sektor.

1. Runde: Martin kommt mit einem Vorsprung von 1,580 Sekunden durch die 1. Runde! Öttl hält seinen Startplatz und schließt die erste Runde als Neunter ab.

2. Runde: Marco Bezzecchi hat sich bereits um neun Plätze verbessert und liegt nun auf Rang neun, nachdem er auch Öttl überholt hat. An der Spitze ist Martin dem Verfolgerfeld schon um 1,939 Sekunden enteilt. Ramirez, Norrodin und Di Giannantonio führen die Gruppe ab P2 aktuell an.

3. Runde: Bezzechi liegt schon auf Rang acht, Öttl hingegen ist auf Platz zwölf zurückgefallen. Moto3-WM-Leader Martin liegt um 2,205 Sekunden voran.

5. Runde: Bezzecchi übernimmt zum ersten Mal in diesem Rennen die Spitze der Verfolgergruppe! Allerdings hat diese schon über vier Sekunden Rückstand auf den Sololäufer Jorge Martin an auf Platz eins.

6. Runde: Der Verlierer des ersten Renndrittels ist eindeutig Aron Canet: Der startete in der ersten Reihe, liegt nun aber nur noch auf dem 18. Rang. Die ersten zehn Fahrer haben sich um eine Sekunde vom Rest abgesetzt. Leider ist Öttl gemeinsam mit Dalla Porta nur in der Gruppe ab Position elf unterwegs.

8. Runde: Das Feld wird zerrissen. Die Gruppe um Öttl ab Platz elf hat nun 2,1 Sekunden Rückstand auf die Top-10. Martin liegt an der Spitze vier Sekunden vor Bezzecchi, mit dem nun nur noch Bastianini Ramirez und Di Giannantonio mithalten können.

10. Runde: Weil sich Bastianini und Bezzecchi an der Spitze der Verfolgergruppe duellieren, holen die Hintermänner wieder auf. Die Plätze zwei bis neun sind nun wieder nur durch eine Sekunde getrennt, während Leader Martin seinen Abstand auf fünf Sekunden ausbaut.

11. Runde: Aron Canet steuert die Box an und stellt sein Motorrad ab. Es ist sein zweiter Ausfall in Serie.

12. Runde: In der Windschattenschlacht ab Platz zwei wechselt die Führung nun zwischen Ramirez, Arenas und Di Giannantonio hin und her, jeder lauert auf seine Chance.

13. Runde: Bezzecchi setzt eine Attacke und zieht sofort das Tempo an! Er fährt eine halbe Sekunde auf die Verfolger heraus. Der Kampf um den Sieg scheint aber entschieden, da Martin schon 7,5 Sekunden weggezogen ist.

16. Runde: Drei Runden vor dem Ende liegt Bezzecchi auf P2 fast eine halbe Sekunde vor Bastianini, der Seite an Seite mit Arenas, Rodrigo und Ramirez über Start/Ziel fährt. Suzuki, Norrodin und Masia sind ab Platz acht wohl aus dem Duell um die Podestplätze raus. Philipp Öttl fällt aus den Punkterängen.

17. Runde: Bastianini und Bezzecchi kommen beinahe zeitgleich über den Strich. Suzuki hat doch wieder aufgeschlossen, womit acht Fahrer um zwei Podestplätze kämpfen.

18. Runde: Gabriel Rodrigo wird von Albert Arenas berührt, rutscht in der dritten Kurve weg und ist somit raus aus dem Podestfight.

19. und letzte Runde: Bezzecchi bremst vor der ersten Kurve am spätesten und sichert sich somit zu Beginn der letzten Runde Platz zwei. Sechs Fahrer haben noch Chancen auf das Podium.

Zieleinlauf: Martin cruist einsam zum Sieg und bringt 5,9 Sekunden Vorsprung auf die Verfolger ins Ziel. Bezzecchi lässt nichts anbrennen und holt Rang zwei vor Bastianini, Di Giannantonio, Ramirez und Suzuki. Philipp Öttl belegt Platz 19 und bleibt somit ohne WM-Punkte.

So lief das Moto3-Rennen für Philipp Öttl

Durch einige Grid-Strafen für seine Gegner startete Philipp Öttl im Moto3-Rennen von Aragon von Startplatz neun. Den behauptete er am Start und konnte sich anfänglich auch in der Spitzengruppe festbeißen. Nachdem Marco Bezzecchi ihn überholt hatte, öffnete sich allerdings eine Lücke und Öttl fand sich nur noch in einer Kampfgruppe ab Rang elf wieder. Aus dieser fiel er gegen Ende ab und wurde bis auf Platz 19 durchgereicht.

Die Stimmen vom Moto3-Podest

Jorge Martin (Sieger, Gresini Moto3): "Vorne wegzuziehen, das war von Anfang an mein Plan. Ich wusste, dass einige gute Fahrer von weiter hinten starten, daher wollte ich sofort Gas geben. Es war ein hartes Rennen, denn wenn man vorn allein fährt, ist es sehr schwierig, sich zu konzentrieren. Aber hier vor meinen Fans zu gewinnen, das ist sehr schön. Jetzt gehe ich motiviert in die Übersee-Rennen."

Marco Bezzecchi (Zweiter, Prüstel GP): "Ich weiß nicht, weshalb ich vor dem Rennen bestraft wurde. Ich war einer der wenigen, die alleine Runden im Qualifying gefahren sind. Am Ende bin ich Zweiter geworden. Über die Strafe bin ich nicht gerade erfreut, aber das sind nun mal die Regeln. Das nächste Mal komme ich stärker zurück."

Enea Bastianini (Dritter, Leopard Racing): "Ich wurde nach hinten versetzt. Von dort war es nicht einfach, die Plätze wieder aufzuholen. Ich habe mit Marco gekämpft, aber auf der Geraden war es unmöglich, an ihm vorbeizugehen. Trotzdem ist dieser dritte Platz gut für die Weltmeisterschaft."


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