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Moto3

Harter Reifen ist keine Option - Folger nach Sturz verärgert

Jonas Folger wollte sich gegenüber seinen Konkurrenten einen Vorteil verschaffen, musste in der Qualifikation aber feststellen, dass sein Plan nicht aufgeht.
von Maria Pohlmann

Motorsport-Magazin.com - Jonas Folger stürzte in der Qualifikation zu seinem Heim-Grand-Prix, konnte mit repariertem Bike in den letzten Minuten aber noch rausfahren und sich den vierten Platz sichern. "Es ist ärgerlich, dass ich gestürzt bin und die erste Startreihe wäre mir natürlich lieber gewesen. Nach dem Sturz war das aber meiner Meinung nach kein allzu schlechtes Ergebnis. Mein Team hat super Arbeit geleistet und das Motorrad unheimlich schnell wieder repariert, damit ich am Ende glücklicherweise noch einmal rausfahren konnte", sagte er.

Wir wollten einen harten Reifen probieren und es war noch etwas zu kalt dafür
Jonas Folger

Dazu fuhr Folger die letzten Qualifikationsminuten gehandicapt. "Die Verkleidung war etwas verzogen und ist auf der Geraden ein bisschen nach unten geklappt. Der linke Lenkerstummel stand außerdem nach oben, also war das Fahren nach dem Sturz schon etwas seltsam." Zumindest bestätigte der Aspar Pilot, dass er sich nicht verletzt habe und auch seine angeschlagene Hand nach dem Motocross-Unfall keine weiteren Schäden erlitten habe.

Zum Crash erklärte Folger: "Wir wollten einen harten Reifen probieren und es war noch etwas zu kalt dafür. Trotzdem wollten wir den Reifen testen, um zu wissen, wie der mit dem neuen Motorrad harmoniert. Leider hat es nicht wirklich funktioniert." Zu Motorsport-Magazin.com sagte der Bayer, dass er den harten Reifen probieren wollte, um im Rennen einen Vorteil zu haben. "Wir wussten, dass KTM von Haus aus vorne keinen harten Reifen fährt. Für uns wäre es natürlich ein Pluspunkt gewesen, wenn wir im Rennen mit der harten Mischung hätten fahren können, weil er stabiler ist und länger hält. Leider hat das aber nicht funktioniert."

Folger ist überzeugt, dass er ohne Sturz mehr Vertrauen gehabt hätte und schnellere Rundenzeiten gefahren wäre. Im Windschatten einiger anderer Piloten versuchte er sich wieder nach vorne zu fahren. "Wir wussten, dass wir schnell sind. Jetzt sind wir nur zwei Zehntel vom ersten Startplatz entfernt, daher mache ich mir nach dem Sturz keine allzu großen Sorgen." Im Rennen rechnet er trotzdem mit harten Kämpfen. "Ich hoffe natürlich, dass ich beim Heim-GP bis zum Ende an der Spitze fahren kann und nicht wie gewohnt ab Rennmitte zurückfalle, sondern bis aufs Podium komme."


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