Moto2

Kalex feiert: Bereits 100 Siege in der Motorrad-WM

Kalex stieg in der Moto2 zum Dominator auf. Im Duell David vs. Goliath scheint man auch mit Triumph-Motoren obenauf zu schwimmen.
von Michael Höller

Motorsport-Magazin.com - Lorenzo Baldassarri und Tom Lüthi sorgten beim Auftaktrennen der Moto2 in Katar für ein Herzschlagfinale bis zum Zielstrich. Konstrukteur Kalex konnte sich des Sieges zu diesem Zeitpunkt bereits sicher sein, denn zehn Motorräder der schwäbischen Schmiede lagen am Ende an der Spitze.

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Für Kalex war es der insgesamt 100. Sieg in der Motorrad-WM, die man erst zehn Jahre zuvor betreten hatte. Entsprechend groß war die Freude bei Kalex-Boss Alex Baumgärtel: "Die neue Saison und neue Ära mit den Triumph-Motoren mit dem 100. Sieg zu beginnen, ist natürlich großartig. Wir waren stärker angespannt als bei unserem ersten Rennen im Jahr 2010. Mit dem neuen Triumph-Motor hat jeder Hersteller mit einem weißen Blatt Papier angefangen und die Last, ob man die richtigen Entscheidungen beim Layout der neuen Maschine vor einem Jahr getroffen hat, trägt man bis zum ersten Rennen mit."

Kalex dominiert die Moto2 seit Jahren

Unter den Honda-Einheitsmotoren war Kalex zum dominanten Konstrukteur aufgestiegen. 2010 konkurrierte man in der ersten Moto2-Saison der Geschichte noch mit 14 anderen Herstellern, zwischenzeitlich stattete man drei Viertel der Startaufstellung mit Motorrädern aus. Der Erfolg gab Kalex recht: Im zweiten Jahr des Engagements sorgte Stefan Bradl für den ersten Sieg und den ersten Titel, seit 2013 hat Kalex alle Fahrer- und Konstrukteurs-Titel in der Moto2-Klasse abgegriffen. Zu drei Siegen in der Moto3-Klasse gesellten sich im Laufe der Jahre 96 in der mittleren Kategorie mit Honda, ehe nun Baldassarri für den Jubiläumserfolg sorgte.

Kalex scheint also auch unter dem Triumph-Monopol seine Vormachtstellung behaupten zu können. Hauptkonkurrent KTM brachte in Katar nur zwei Maschinen in die Punkteränge - mit Brad Binder auf Position 12 als bestem Fahrer. Die Rollenverteilung zwischen David und Goliath steht damit erneut Kopf. "Es macht uns stolz, dass wir mit einer kleinen und effizienten Truppe, bestehend aus sieben Personen, unsere Leistungsfähigkeit wieder unter Beweis stellen konnten und die Saison stark begonnen haben", wird Baumgärtel in einer Presseaussendung zitiert.


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