Moto2

Moto2 Valencia 2017: So lief es für Aegerter und Raffin

Dominique Aegerter baut beim Moto2-Rennen in Valencia nach starkem Beginn ab. Jesko Raffin mit ordentlichem Abschluss. Die Schweizer im Check:
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Sonntag - Rennen

Dominique Aegerter (10.): Nach gutem Anfang ging es für Dominique Aegerter beim Moto2-Finale in Valencia immer weiter nach hinten. Zunächst konnte sich der Schweizer von Startplatz sechs aus gar um einen Platz steigern und gegen Takaaki Nakagami kämpfen. Danach legte Aegerter jedoch immer mehr den Rückwärtsgang ein und musste am Ende gar um ein Top-10-Resultat zittern. Am Ende wurde es Position zehn für Aegerter.

"Ich hatte mir den Saisonabschluss wirklich anders vorgestellt. Mit diesem zehnten Platz bin ich absolut nicht zufrieden. Ich hätte mit meinem Team gerne ein besseres Ergebnis eingefahren, um mich würdig von Stefan zu verabschieden. Ich habe auch wirklich alles gegeben da draußen, doch ich bekam bald massive Probleme mit dem Grip. Ohne diese Schwierigkeiten hätte ich sicher bis zum Schluss mehr kämpfen und meine Position verteidigen können. Ich bin froh, dass diese Saison nun vorbei ist. Wir machen gerade eine schreckliche Zeit durch und Valencia war generell ein schwieriges Wochenende, um sich auf das Wesentliche konzentrieren zu können. 2017 war überhaupt eine schwierige Saison."

Jesko Raffin (21.): Ein weiteres Glanzlicht konnte Jesko Raffin in seinem wohl letzten Moto2-WM-Rennen nicht setzen. Von Startplatz 20 aus ging es für den Schweizer zunächst einige Plätze nach hinten. Danach konnte Raffin wieder einige Positionen gut machen, lag zwischenzeitlich wieder auf Platz 18. Am Ende musste er jedoch Iker Lecuona, den bereits gestürzten Mattia Pasini und Edgar Pons ziehen lassen - P21.

"Danke - danke an alle, die mich bis hierher unterstützt, immer an mich geglaubt haben und es weiterhin tun. Was ich in meiner bisherigen Karriere erleben durfte ist mehr, als ich es zu träumen gewagt hätte. Diese letzte Saison, die ich mit der Unterstützung von einem großartigen Team und Olivier Metraux erleben durfte, werde ich nie vergessen. Auch meine Sponsoren Familie, Freunde und Fans haben viel dazu beigetragen. Das letzte Rennen war nicht perfekt, aber ich konnte das Wochenende mit den Menschen genießen, die mir sehr viel bedeuten. Nun heißt es erst einmal abschalten und runterkommen - danach werden wir die Zukunftsplanung in Angriff nehmen."

Samstag - Qualifying

Dominique Aegerter (6.): Eine starke Verbesserung im Vergleich zum Freitag zeigte Dominique Aegerter in Valencia. Am Valencia-Samstag präsentierte sich Aegerter in Top-Form. Schon am Vormittag im FP3 wurde das deutlich sichtbar, als Aegerter Fünfter wurde. Auf diesem Platz hielt sich der Schweizer auch im Qualifying lange Zeit, am Ende wurde es Startplatz sechs. Damit steht Aegerter aber immer noch in der zweiten Startreihe.

"Wir sind heute viel besser vorangekommen. Schon in FP3 haben wir eine starke Steigerung geschafft und der sechste Platz im Qualifying ist sicher gut, schon wegen des knappen Rückstands mit 0,3 Sekunden. Das Rennen wird trotzdem eine schwierige Angelegenheit, da die Reifen sehr schnell abbauen. Für das Warm-Up haben wir bereits einen Plan, mit dem wir probieren werden, die Performance der Reifen ein wenig besser in den Griff zu bekommen und konstanter zu halten. Aus der zweiten Startreihe werde ich natürlich voll auf Angriff fahren und alles versuchen, um diese Saison mit Stil zu beenden."

Jesko Raffin (20.): Den guten Eindruck vom Freitag konnte Jesko Raffin am Valencia-Samstag bestätigen. Auch dort schaffte es Raffin wieder in die Top-20 - so eine Form hat man in diesem Jahr selten von ihm gesehen. Sowohl im FP3 am Vormittag, als auch im Qualifying am Nachmittag erreichte Raffin Platz 20. Der Rückstand hält sich mit knapp einer Sekunde auch in Grenzen.

"Schon am Vormittag, im dritten freien Training, war alles sehr eng. Ich war regelmäßig unterwegs, noch haben mir ein aber paar Zehntel gefehlt. Am Nachmittag konnte ich einen großen Schritt nach vorne machen, war dann nur noch eine Sekunde hinter der Spitze. Dieser Schritt kam allerdings leider etwas spät. Ich fühle mich gut, bin zufrieden mit den Reifen. Ich möchte dieses letzte Rennen einfach noch genießen."

Freitag - Training

Jesko Raffin (18.): Stärkster Schweizer war am Freitag in Valencia überraschenderweise Jesko Raffin. Dabei hielt sich Raffin im FP1 noch in gewohnten Gefilden auf und wurde unterm Strich 26. Eine Leistungsexplosion legte Raffin im zweiten Freien Training hin. Dort wurde er am Ende sehr guter 14. Damit überholte er auch Landsmann Dominique Aegerter in der kombinierten Zeitenliste. In der Tageswertung rangiert Raffin letztlich auf P18.

"Im ersten Training musste ich mich etwas an die Strecke gewöhnen. Wir haben viel gearbeitet und in FP2, mit einem anderen Reifen, ist das Niveau merklich angestiegen. Als Vierzehnter des zweiten Trainings, mit nur 0,8 Sekunden Rückstand auf die Spitze und dem Wissen, dass wir noch einige Änderungen machen werden, ist mein Fazit positiv. Ich weiß, dass dies wahrscheinlich mein letzter GP ist - natürlich ist das traurig, aber ich möchte das jetzt noch genießen, trotzdem alles geben und zeigen, dass ich schnell bin."

Dominique Aegerter (19.): Nach dem tragischen Tod seines Teamchefs Stefan Kiefer ist Dominique Aegerter in Valencia wieder zurück an der Rennstrecke. Der Start in das letzte Rennwochenende 2017 lief für den Schweizer jedoch nicht optimal. Mit den Plätzen 16 und 18 in den beiden Trainingssessions wird Aegerter kaum zufrieden sein. In der kombinierten Zeitenliste aus beiden Trainings hat er es als 19. gerade noch unter die ersten 20 geschafft.

"Unser Hauptaugenmerk galt heute beiden Reifenoptionen. Ich spüre eigentlich mit beiden Mischungen das Gleiche und wir sind sehr konstant unterwegs gewesen. Im ersten Training haben wir eigentlich sehr gut angefangen. In unserem ersten Run bin ich schnell auf eine gute Rundenzeit gekommen. Doch danach konnten wir uns nicht mehr großartig verbessern. Daher versuchten wir das Bike ein bisschen zu verändern. Natürlich bin ich immer am Limit gefahren, doch ich spüre, dass noch mehr geht. Wir müssen jetzt versuchen, hinsichtlich des Setups in die richtige Richtung zu schrauben. Im Moment fehlt uns eine knappe Sekunde auf die Spitze. Das ist sicher zu viel. Wir haben daher noch viel Arbeit vor uns."


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