Motorsport-Magazin.com Plus
Moto2

Folger rettet die deutsche Bilanz - Spanien GP: Die deutschen Fahrer im Check

Jonas Folger lieferte erneut ein starkes Rennen in Jerez ab. Sandro Cortese und Marcel Schrötter dagegen waren die Sorgenkinder im Moto2-Rennen.
von Redaktion Motorsport-Magazin.com

Sonntag, 24. April - Rennen

Jonas Folger (2.): Der Start von Jonas Folger versprach einiges. Der Deutsche holte sich den Holeshot und führte das Feld zu Rennbeginn an. Durch einen Fehler in der Anfangsphase in Kurve sechs schenkte Folger Sam Lowes die Führung. Danach jagte er den Briten lange Zeit vergeblich, in der Schlussphase setzte sich Lowes von Folger entscheidend ab. Von da an sicherte Folger Rang zwei vor Rins ab.

"Jerez liegt mir offenbar mit der Moto2 ausgesprochen gut, nachdem ich hier in den vergangenen drei Jahren jedes Mal auf das Podium gefahren bin. Es war uns von vornherein klar, dass Sam eine unglaublich starke Pace fahren kann. Ehrlich gesagt war es auch ziemlich anstrengend ihm zu folgen. Doch ich habe diesen Part gut bewältigt, so wie es auch unser Plan vor dem Rennen war. Die positive Nebensache war, dass ich dabei auf Alex Rins einen Vorsprung herausfahren und diesen auch bis ins Ziel kontrollieren konnte. Zum Schluss, als die Reifen nachliessen, war Sam nochmals stärker, da er seine Pace in etwa halten konnte. In jeden Fall war es vom Start bis ins Ziel ein starkes Rennen."

Marcel Schrötter (DNF): Schnell nach vorne kämpfte sich Marcel Schrötter beim Moto2-Rennen in Jerez. Von Startplatz 13 lag Schrötter bald auf Position sechs hinter Cortese. Nach dessen Ausfall gingen zunächst Baldassarri und Oliveira an Schrötter vorbei, aber selbst Platz sieben konnte er souverän verteidigen. Bis er in Kurve 13 zu Boden ging. Schrötter nahm das Rennen als 20. wieder auf, doch einige Runden später stürzte er in Kurve neun erneut - das endgültige Aus.

"Ein enttäuschender Ausgang des Wochenendes. Es gibt aber keine Ausreden. Es tut mir wirklich leid für das Team, denn heute habe ich ein mögliches starkes Ergebnis weggeschmissen. In beiden Fällen bin ich über das Vorderrad gestürzt. Der erste Ausrutscher war total harmlos und ich konnte das Rennen fortsetzen. Ich habe anschliessend wieder alles gegeben, denn wegen der vielen Ausfälle wären immer noch viele Punkte drinnen gewesen. Wahrscheinlich habe ich es doch etwas übertrieben und bin ein zweites Mal im Kiesbett gelandet. Ich bin ok, aber es schmerzt, dass ich heute nichts aus der Situation holen konnte."

Sandro Cortese (DNF): Sandro Cortese war einer der ersten Fahrer, die sich beim Rennen in Jerez per Sturz verabschiedeten. Schon am Start ging es für Cortese nach hinten - von Platz drei ging es drei Ränge nach hinten. Doch Cortese kämpfte, lag nach dem Ausfall von Alex Marquez einige Runden lang auf Platz fünf, ehe der Sturz in Turn 1 folgte.

"In erster Linie tut es mir sehr Leid fürs Team. Sie haben über das gesamte Wochenende super Arbeit geleistet. Mir ist in der sechsten Runde ein Fehler passiert, ich habe einmal zu viel geschalten und bin im ersten Gang in die erste Kurve hineingefahren und per Highsider gestürzt. Das war sehr ärgerlich und geht voll auf meine Kappe. Trotz allem war es ein sehr gutes Wochenende in Jerez. Wir waren nach langer Zeit wieder in der ersten Reihe."

Samstag, 23. April - Qualifying

Jonas Folger (2.): Folger schnappte sich mit einer 1:42,436 früh die Führung im Qualifying der Moto2 und lag lange Zeit voll auf Pole-Kurs. Wenige Minuten vor dem Ende war dann doch einer schneller: Sam Lowes fing Folger um 28 Tausendstel an der Spitze ab. Obwohl der Bayer seine Rundenzeit im Schlussstint nicht verbessern konnte, reichte seine früh gesetzte Zeit zu Platz zwei.

Sam hat mich am Ende leider geschlagen, aber meine Pace ist gut.
Jonas Folger

"Es geht in der ersten Reihe wahnsinnig eng zu", analysierte Folger nach dem Qualifying. "Jeder ist am Limit und die Ideallinie war sehr dünn. Sam hat mich am Ende leider geschlagen, aber meine Pace ist gut. Die erste Reihe ist natürlich toll."

Sandro Cortese (3.): Nur unwesentlich langsamer als Folger war sein Teamkollege Sandro Cortese. Der Schwabe lag nur drei Tausendstelsekunden hinter Folger, nachdem er seine Bestzeit ebenfalls schon im ersten Stint gesetzt hatte. "Ich wusste, dass man bei diesen Bedingungen mit neuen Reifen früh pushen muss. Man hat ja gesehen, dass sich gegen Ende kaum noch jemand verbessern konnte. Im Rennen wird es aber sehr eng", so Cortese.

Marcel Schrötter (13.): Marcel Schrötter kam an die Leistungen der beiden Dynavolt-Intact-Piloten nicht heran. Einen Platz in den ersten drei Reihen verpasste er um über vier Zehntel. Schrötter bekam keine saubere Runde hin, denn seine Einzelbestzeiten in den vier Sektoren fuhr er in vier verschiedenen Runden. Am Ende schaffte er mit einer Schlussattacke immerhin noch eine 1:43,070.

Freitag, 22. April - Training

Jonas Folger (2.): Mit einer tollen Pace beeindruckte Jonas Folger am ersten Tag in Jerez, besonders im FP2 war er richtig schnell, steigerte sich im Vergleich zum Vormittag um eine ganze Sekunde und setzte die Session-Bestzeit mit 1:42.667. Auf seiner letzten fliegenden Runde aber übertrieb er es dann doch und beendete seinen Freitag im Kies, so dass er die Tages-Bestzeit von Takaaki Nakagami aus dem FP1 nicht mehr attackieren konnte. Insgesamt fehlen ihm darauf aber nur 25 Tausendstel, eine gute Ausgangsposition für das restliche Wochenende, zumal er bei seinem Sturz unverletzt blieb.

Sandro Cortese (10.): Folgers Kollege im German Dreamteam, Sandro Cortese, kam am ersten Tag in Spanien weniger gut in Schwung. Für ihn stand am Ende eine 1:43.373 zu Buche, damit handelte er sich über sieben Zehntelsekunden Rückstand auf die Spitze ein und lag in der kombinierten Zeitenliste auf Rang zehn.

Marcel Schrötter (14.): Auch für Marcel Schrötter lief der Freitag in Jerez nicht optimal. Zwar steigerte er sich im FP2 verglichen mit dem FP1 um acht Zehntelsekunden, seine 1:43.559 reichte dennoch nur zu Rang 14. Von Nakagamis Bestzeit trennen ihn über neun Zehntelsekunden.


Weitere Inhalte:
Tissot
nach 15 von 15 Rennen