Beim vorletzten Lauf zu Motorrad-Weltmeisterschaft der Moto2-Klasse im malaysischen Sepang sicherte sich Stefan Bradl von Kiefer Racing am ersten Trainingstag den ersten Platz. Gleich dahinter platzierte sich der Spanier Aleix Espargaro vor dem Schweizer Dominique Aegerter. Schon im ersten Training am Vormittag zeichnete sich ab, dass Bradl an diesem Wochenende gut zurecht kommt. Er hatte den Tag über zwar ein paar kleine Probleme mit der Abstimmung des Fahrwerks gefunden, aber diese konnte man bisher ganz gut lokalisieren. Nun wird man die entsprechenden Änderungen vornehmen.

Bradls Hauptkonkurrent in der Weltmeisterschaft, der Spanier Marc Marquez, hatte gleich in der ersten Runde der Vormittagssession einen schweren Sturz. Während der Pause vor dem Moto2-Training hatte es in einem Streckenteil kurz geregnet und die Streckenposten versäumten es, dies den ankommenden Fahren mit ihren Flaggen zu signalisieren. Daraufhin stürzten einige Piloten, unter anderem auch der junge Spanier. Somit fuhr er am Rest des Tages keine einzige Runde und verbrachte den Nachmittag im Hotel. Er hatte keine schwereren Verletzungen und wollte am Samstag wieder an den Start gehen.

Chattering beunruhigt nicht

Bradl sagte: "Wir haben zwar am Motorrad noch ein paar Dinge zu korrigieren, aber ich denke, wir können soweit zufrieden sein. Wir hatten am Nachmittag etwas Chattering bekommen, was aber nicht weiter beunruhigend ist. Meine Rundenzeit liegt im Moment eine Zehntelsekunde unter der letztjährigen Poleposition Zeit, das heißt, die Performance passt ganz gut. Das Wochenende hat gut angefangen und ich bin damit zufrieden."

Team Manager Stefan Kiefer erklärte: "Mit der Performance, die heute gelaufen ist, liegt Stefan auf dem ersten Platz, was wollen wir mehr? Die Gegner sind zwar gleich hinten dran und fast genauso schnell, aber im Großen und Ganzen ist Stefan mit seinem Motorrad zufrieden. Es sind zwar noch ein paar Kleinigkeiten zu erledigen, das geht aber zumeist in Richtung Feinabstimmung. Ich glaube, wir können mit dem Tag zufrieden sein."