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Moto2

Corsi vor Lüthi und Bradl - Corsi mit Bestzeit im dritten Training

Extrem knappe Kiste im dritten freien Training der Moto2 in Le Mans: Corsi fuhr vor Lüthi und Bradl die Bestzeit. Alle drei waren durch 0,065 Sekunden getrennt.
von Toni Börner

Motorsport-Magazin.com - Die Moto2-klasse bleibt die wohl knappste Angelegenheit der Motorradsport-Welt. Im dritten freien Training zum Großen Preis von Frankreich klassierte sich der Italiener Simone Corsi auf seiner FTR an der Spitze - 24 Tausendstelsekunden vor dem Schweizer Thomas Lüthi auf Suter und 65 Tausendstel vor dem Deutschen Stefan Bradl auf Kalex. Scott Redding verlor als Vierter schon fast drei Zehntelsekunden, Aleix Espargaro machte die Top Fünf Rund.

Der Schweizer Dominique Aegerter zeigte einmal mehr eine solide Leistung und holte sich den zehnten Rang - mit nur 0,625 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Sein Landsmann Randy Krummenacher wurde 18., Mattia Pasini war als 19. der Letzte, der unter einer Sekunde Rückstand auf die Bestzeit von Corsi bleiben konnte. Max Neukirchner klassierte sich mit der in MZ-Farben fahrenden MZ als 30. und verlor 1,447 Sekunden auf die Spitze. Teamkollege Anthony West, jetzt auch auf einer FTR unterwegs, war 28 Tausendstel Langsamer als der Sachse und 32.

Es dauerte nur wenige Minuten da lag Jules Cluzel in der Links-Rechts-Schikane nach Start-Ziel bereits auf der Nase. Das Forward Racing Team des Franzosen trug es aber mit Fassung - die Teammitglieder lächelten in die Kamera und zuckten nur mit den Schultern. Dort ist man Stürze des Franzosen schon mehr als gewöhnt.

Ein zweiter Ausritt Cluzels ließ nicht lange auf sich warten. Eine viertel Stunde vor Schluss verbremste sich der Franzose vor Kurve elf und musste geradeaus durch das Kiesbett schießen. Allerdings hielt er seine Suter-Maschine dieses Mal senkrecht. Ähnlich erging es acht Minuten vor Schluss dem Türken Kenan Sofuoglu, aber auch er konnte sein Suter-Motorrad aufrecht halten.

20 Minuten vor Schluss erwischte es auch Mattia Pasini. Ihm rutschte an gleicher Stelle wie Cluzel das Vorderrad weg, doch blieben er und das Motorrad weitestgehend unbeschädigt. Pasini fuhr weiter.

Auch Kenny Noyes aus den USA gehörte in diesem dritten freien Training zu den Sturzpiloten. In der letzten Doppelrechts vor Start-Ziel klappte ihm beim Anbremsen schon das Vorderrad ein und die FTR überschlug sich ins Kiesbett.

Bei Andrea Iannone brach auf den letzten Metern der Verkleidungskeil seiner Suter und flatterte lustig im Fahrtwind daher. Doch der Italiener bemerkte es rechtzeitig und steuerte zurück an die Box.

Durch anasphaltierte Auslaufzonen in den Schikanen kam es natürlich auch dazu, dass manche Fahrer die Notausgänge benutzten und sich so - gewollt oder ungewollt - einen Vorteil verschafften. Aleix Espargaro gehörte zu denjenigen welchen und ihm wurde die Rundenzeit seines 17. Umlaufes gestrichen. Allerdings legte er nach und fuhr in seiner 20. Runde seine persönliche Bestzeit.


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