In Macau fuhr der GT-Weltcup am Freitag-Morgen das Qualifying. Allerdings verspätet. Denn die vor der GT fahrende Formula Regional verzeichnete drei Crashes und als Folge drei rote Flaggen während ihrer Session. Um 09:05 Uhr startete Qualifying eins von zwei des FIA-GT-Weltcup mit den nach dem Ausstieg von Mercedes verbleibenden 16 GT3-Boliden.
Q1: Van der Linde sorgt für Rot, Eriksson erster in den 2:15ern
Früh im Qualifying übernahm Alessio Picariello im Absolute-Racing-Porsche die Führung des Feldes vor Porsche-Kollege Ayhancan Güven. Sheldon van der Linde parkte nach etwa sieben von dreißig Minuten in der Session seinen WRT-BMW in Kurve vier. Van der Linde bremste zu spät und bekam die Kurve folglich nicht mehr. Prompt folgte die erste rote Flagge der Session.
Danach jagten die Piloten ohne weitere Unterbrechung nach der Bestzeit. Das Niveau von Zeiten unter 2:17 erreichte Laurin Heinrich im CLRT-Porsche als erster nach etwas über der Hälfte der Zeit mit einer 2:16.602. Damit distanzierte er Marciello im Rowe-BMW auf Platz 2 vorerst um über vier Zehntel, ehe Picariello auf 28 Tausendstelsekunden aufschloss und die Porsche-Doppelführung wieder herstellte.
Ayhancan Güven erhöhte die Porsche-Dominanz sieben Minuten vor dem Ende noch weiter und sicherte sich selbst Position eins. Ab da purzelten die Zeiten wieder. Joel Eriksson im Audi löste Güven ab. AF-Corse-Ferrari-Pilot Fuoco löste kurz darauf Eriksson ab. Der eroberte die Führung in Q1 später allerdings mit einer 2:15.927 zurück und entschied die Session vor Fuoco und Marciello für sich.
"Mister Macau" Edoardo Mortara blieb in Q1 hingegen weitestgehend blass, schaffte es mit P9 allerdings noch in Q2. Laurens Vanthoor dagegen schaffte es nach dem gestrigen Crash und Trainingssieg nicht mehr in die Top-10. Er schied auf Position 11 mit einer 2:017.015 aus, langsamer als seine Trainingszeit. Außer ihm schieden auch noch Goethe (P12), Fong (P13), Boccolaci (P14), Deng (P15) und Van der Linde (P16) aus.
Qualifying 2: Ferrari erobert Spitze in Macau
Die verbleibenden zehn Fahrer hatten dieses Jahr erstmals eine weitere Qualifying-Session zur Verfügung. Jeder Pilot bekam in dieser zwei Runden auf der Strecke zur Verfügung, um eine schnelle Zeit zu setzen. Durch Crashes wurde diese Session nicht mehr unterbrochen.
Den Anfang machte Luca Engstler, doch das erste echte Ausrufezeichen setzte "Mister Macau" Edoardo Mortara im Lamborghini mit einer 2:15.924. Die reichte ihm letztendlich für Platz drei. Bis zu diesem Zeitpunkt fuhr allerdings keiner am Wochenende schneller.
Le-Mans-Gesamtsieger Yifei Ye im Harmony-Ferrari legte mit einer 2:15.809 nach. Mit Antonio Fuoco im AF-Corse-Ferrari folgte prompt der nächste Ferrari und holte sich Platz eins. An seine Zeit von 2:15.535 Minuten kam keiner der anderen Piloten noch ran. Die in Q1 zwischenzeitlich so starken Porsche konnten nichts dagegen setzen.
Für das Qualifikationsrennen morgen starten damit mit Fuoco und Ferrari zwei Ferrari an der Spitze des Feldes. Edoardo Mortara wurde seine schnellste Runde aberkannt. Er startet daher nur als zehnter. Picarellio, Eriksson, Marciello, Güven, Heinrich, Engstler und Haase komplettieren die Top-10.
Wie es beim Macau Grand Prix 2025 weitergeht und wie ihr die Rennen im TV und Livestream verfolgen könnt, lest ihr in unserer Programmübersicht:



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