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IndyCar Gateway I 2020: Massencrash am Start, 50. Dixon-Sieg

Ein Massencrash beim ersten IndyCar-Lauf in Gateway eliminiert vier Autos. Scott Dixon holt seinen 50. Sieg nach spannendem Finish gegen Takuma Sato.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Die IndyCar-Serie wandelt beim ersten Rennen des Double-Headers auf dem Gateway-Oval zwischen den Extremen. Einerseits sorgt ein Massencrash am Start dafür, dass vier Autos auf der Stelle das Rennen beenden mussten. Andererseits legten Scott Dixon und Takuma Sato in der Schlussphase eine spannende Show im Kampf um den Sieg hin. Dixon setzte sich durch - und darf ein Jubiläum feiern: Seinen 50. IndyCar-Sieg.

IndyCar Gateway I 2020: Das Rennen kompakt

Der Rennverlauf: Am Start kam es bereits zu einer Massenkollsion, in die Rossi, Veach, Carpenter, Andretti, Pagenaud und Askew involviert waren. Für die vier Erstgenannten war das Rennen damit schon beendet. Nach dem Restart führte Pole-Setter Power zunächst das Rennen an. Entscheidende Lücken entstanden vor der ersten Stopp-Runde um Runde 62 keine. Die ersten Stopps warfen Power auf Rang drei zurück.

Nun führten O'Ward und Dixon das Rennen an, sie konnten sich ein wenig von Power absetzen. Power wurde im Laufe des Stints wieder stärker, während sich O'Ward mit Teamkollege Askew als Puffer ein kleines Polster auf Dixon aufbauen konnte. Kurz nach Halbzeit kamen die ersten Fahrer, u.a. Power, zum zweiten Mal an die Box - und hatten Pech. Denn in Runde 109 kam es zur zweiten Caution, da erste Regentropfen fielen. Das Rennen wurde schließlich in Runde 121 wieder freigegeben. O'Ward blieb vorne, vor Dixon und Ericsson.

Die letzte Stopp-Runde um Runde 155 brachte Dixon an O'Ward vorbei. In der Schlussphase tauchte schließlich Sato an der Spitze auf: Er blieb bis Runde 176 draußen und reihte sich trotz missratenen Stopps als Dritter ein. Sato war danach furios unterwegs und schnupfte O'Ward in Runde 179 über die Außenbahn auf. Danach entwickelte sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Dixon und Sato um den Sieg. Für den Japaner sollte es nicht reichen - Dixon holt seinen 50. IndyCar-Sieg vor Sato, O'Ward, Herta und Ericsson.

Die Sieger-Strategie: Dixon war auf drei Stopps unterwegs. Die Entscheidung fiel dabei in der letzten Stopp-Runde um Runde 160. Im Kampf der Boxencrews setzte sich seine Ganassi-Mannschaft gegen die McLaren-Jungs von Patricio O'Ward durch. Danach musste Dixon im Schlusssprint nur noch die Attacken Takuma Satos abwehren - erfolgreich.

Das sagt Sieger Dixon: "Das ist einfach großartig, ich kann meinem Team nicht genug danken. Das war ein super Rennen von Anfang bis Ende. Sato wurde am Schluss immer stärker und ich habe nicht realisiert, wie stark er werden würde. Wir waren schon im Reserve-Modus, um den Motor zu schonen, und er kam da mit Volldampf an. Ich bin einfach so happy für dieses Team. Das Indy 500 letzte Woche lief ein wenig enttäuschend. Daher ist es schön zu siegen, und dann ist es noch der 50. Erfolg. Das klingt fantastisch."

Cautions und Zwischenfälle:

  • Caution 1 (Runde 1 bis 13): Massenkollision am Start
  • Caution 2 (Runde 109 bis 121): Regentropfen

Top-5 in Rennen und Gesamtwertung:

Pl. Fahrer Pl. Fahrer (Punkte)
1. Scott Dixon 1. Scott Dixon (386)
2. Takuma Sato 2. Josef Newgarden (269)
3. Patricio O'Ward 3. Patricio O'Ward (256)
4. Colton Herta 4. Takuma Sato (248)
5. Marcus Ericsson 5. Graham Rahal (226)

IndyCar Gateway I 2020: Newsflash seit dem letzten Rennen

Scott Dixon fuhr in Gateway seinen 50. IndyCar-Sieg ein - Foto: IndyCar

Mid-Ohio mit Fans im September geplant: Noch steht kein neuer Termin für den Double-Header in Mid-Ohio fest. Immerhin hat man aber nun ein Datum anvisiert. Demnach sollen die beiden Rennen am 12. und 13. September über die Bühne gehen, also genau dann, wenn eigentlich in Portland gefahren werden sollte. Außerdem sollen auf der beliebten Rennstrecke bis zu 10.000 Zuschauer zugelassen werden. Das alles natürlich unter strengen Auflagen.

Neuer Austragungsort möglich: Die IndyCar-Serie steht möglicherweise vor einem neuen Deal. 2021 könnte ein Stadtrennen in Nashville zum Kalender hinzustoßen. Serienboss Roger Penske war an diesem Donnerstag für Gespräche in der Hauptstadt des US-Bundesstaats Tennessee. "Die Gespräche waren extrem produktiv, wir machen signifikanten Fortschritt dabei, die IndyCar-Serie auf die Straßen Nashvilles zu bringen", so Penske gegenüber RACER. Der Streckenentwurf sieht eine Länge von 3,4km vor, als Paddock soll das Stadion des örtlichen NFL-Vereins dienen. Möglich wäre ein Termin im August.


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