IMSA

Platz drei hinter Peugeot - Audi im Unfall-Pech

Die beiden Audi R15 gehen am Samstag aus der zweiten Startreihe in das 1000-Meilen-Rennen "Petit Le Mans" in Road Atlanta.

 

Schnellster Audi Pilot im 25-minütigen Qualifying am Freitag war Dindo Capello (Italien), der im Audi R15 TDI mit der Startnummer "2" eine Zeit von 1.08,200 Minuten erzielte und sich hinter den beiden Peugeot den dritten Startplatz sicherte. Teamkollege Lucas Luhr (Deutschland) lag im Schwesterauto mit der Startnummer "1" nur 28 Tausendstelsekunden dahinter. Erschwert wurde die Arbeit durch die äußeren Bedingungen: Nach sintflutartigen Regenfällen hatte die anspruchsvolle Strecke am Mittwoch zunächst kaum Grip. Dazu kamen Temperaturen von fast 30 Grad im Schatten und eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit.  

Eigentlich harmlose Ausrutscher von Lucas Luhr am Mittwoch und Marco Werner am Donnerstag bescherten den Mechanikern zudem zwei Nachtschichten. Die beiden Deutschen waren jeweils nur leicht von der Strecke abgekommen. Tiefe Löcher auf der vom Regen der Vortage ausgespülten Wiese sorgten jedoch für erhebliche Beschädigungen an ihrem R15 TDI. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag musste aus Sicherheitsgründen sogar das Monocoque der Startnummer "1" gewechselt werden. Um 04:30 Uhr stand das neu aufgebaute Fahrzeug wieder einsatzbereit auf seinen Rädern.    

Stimmen nach dem Qualifying  

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Mit den Unfällen an den ersten beiden Tagen hat es schwierig begonnen, es gab sehr viel Arbeit. Heute haben wir zumindest ein gutes Rennsetup für beide Autos gefunden. Unser aktuelles Problem ist die Traktion, sprich: Wir haben mit durchdrehenden Hinterrädern zu kämpfen. Das hat uns bei den höheren Streckentemperaturen im Qualifying aus den engen Ecken heraus besonders viel Zeit gekostet.  

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest):
Wir haben lange gebraucht, bis wir das Auto für diese Strecke richtig abgestimmt hatten. Da merkt man einfach, dass uns die Rennerfahrung mit dem R15 TDI fehlt. Das Positive ist, dass wir nun auf beiden Autos zufriedene Fahrer haben. Im Qualifying haben wir nicht unbedingt unsere schärfsten Waffen ausgepackt, aber für das Rennen sollten wir gut vorbereitet sein. Ich erwarte eine Schlacht mit vielen Gelbphasen. Das große Fragezeichen im Hintergrund ist das Wetter. Es gibt Vorhersagen, die von sintflutartigen Regenfällen ausgehen. Wir sind sehr gespannt, was da auf uns zukommt. Bedanken möchte ich mich jetzt schon einmal bei der ganzen Mannschaft, die nach den Unfällen schwer geschuftet hat.   

Dindo Capello (Audi R15 TDI #2):
Das Qualifying war etwas enttäuschend für uns, vor allem, wenn man den Abstand zur Pole Position betrachtet. Die Streckentemperatur war im Qualifiying sehr hoch. Dadurch hatte ich Untersteuern und eine schlechte Traktion, was mich Zeit gekostet hat. Im freien Training heute früh waren Allan (McNish) und ich mit dem Auto aber sehr zufrieden. Die Wettervorhersage für das Rennen ist nicht so gut, aber wir sind hier am letzten Sonntag zum Glück schon im Regen gefahren.   

Allan McNish (Audi R15 TDI #2):
Das Rennen wird ein großer Kampf. Für morgen ist Regen vorhergesagt, was einen weiteren Aspekt bedeutet und einen Teil von dem auslöschen wird, was wir in den letzten Tagen gelernt haben. Peugeot hat im Qualifying-Trimm einen Vorteil über eine Runde, aber wir (Audi) haben heute Morgen im freien Training gezeigt, dass wir unter Rennbedingungen mithalten können. Es wird ein interessantes Rennen.   

Lucas Luhr (Audi R15 TDI #1):
Die Trainingstage waren leider schon sehr turbulent bei uns. Warum unsere Konkurrenz etwas schneller fahren kann, müssen wir genau analysieren. Dindo (Capello) und ich haben im Qualifying das aus dem Auto geholt, was momentan geht. Aber ich finde, wir haben Stand heute ein sehr gutes Rennauto. Wir werden versuchen, im Rennen dranzubleiben. Es war in der Vergangenheit ja schon oft so, dass Peugeot im Qualifying wesentlich schneller. Ich hoffe, das ist morgen auch so.   

Marco Werner (Audi R15 TDI #1):
Wir sind hier, um zu lernen - und gelernt haben wir in diesen Tagen schon sehr viel. Unter Rennbedingungen zu fahren ist eben doch etwas ganz anderes als Testen. Ich denke, diese Woche gibt dem ganzen Team einen großen Schub. Von den Zeiten sind wir in etwa da, wo ich es erwartet habe. Der Abstand zu den Peugeots ist etwas zu groß. Mal sehen, wie es im Rennen läuft. Es war immer die große Stärke von Audi, dass wir im Rennen besonders gut waren und unsere Konkurrenten im Vergleich zum Qualifying meistens einen Schritt zurück gemacht haben.


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