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Audi auf Pole - Sebring, Qualifying

An einem kuriosen Donnerstag sicherte sich Audi in Sebring die erste Pole-Position des Jahres

Motorsport-Magazin.com - Zum dritten Mal in Folge startet ein Audi R10 TDI beim 12-Stunden-Rennen in Sebring vom besten Startplatz. Das Qualifying am Donnerstag wurde wegen eines Unfalls bereits nach wenigen Minuten abgebrochen, so dass die Ergebnisse der drei freien Trainingssitzungen für die Startaufstellung herangezogen werden. Die Bestzeit von Allan McNish aus dem Training am Donnerstagmorgen sicherte Audi die Pole Position.

Mit 1.43.195 Minuten unterbot der Schotte am Steuer des Audi R10 TDI mit der Startnummer 1 die Pole-Zeit aus dem Vorjahr um 1,779 Sekunden. Dies ist ein Indiz dafür, wie sehr sich die schnellsten Sportwagen der Welt in den vergangenen zwölf Monaten weiterentwickelt haben.

Das gilt auch für den Peugeot 908, der am Samstag um 10:05 Uhr Ortszeit (15:05 Uhr in Deutschland) neben dem Audi von Dindo Capello, Tom Kristensen und Allan McNish aus der ersten Startreihe ins Rennen gehen wird. Der zweite Audi R10 TDI mit dem deutschen Trio Lucas Luhr/Mike Rockenfeller/Marco Werner startet von Platz drei.

Seit Beginn der Sebring-Woche am Montag wechseln sich die Diesel-Sportwagen von Audi und Peugeot an der Spitze des Feldes ab. Die besten Zeiten am Donnerstag lagen lediglich 78 Tausendstelsekunden auseinander, so dass sich die Zuschauer auf ein besonders spannendes Sportwagen-Rennen freuen dürfen, in dem auch die leichteren LMP2-Fahrzeuge von Acura/Honda und Porsche für den Gesamtsieg in Frage kommen.

Nachdem es zu Beginn der Woche in Sebring ungewöhnlich kühl war, sind für den Renntag Temperaturen von bis zu 31 Grad im Schatten vorhergesagt – in Kombination mit der unebenen Strecke ist dies ein extremer Härtetest für Mensch und Material.

Stimmen nach dem Qualifying in Sebring

Dr. Wolfgang Ullrich (Audi Motorsportchef):
Das Qualifying war aufgrund des Unfalls extrem kurz. Es konnte nicht jeder seine Möglichkeiten zeigen, daher geht die Entscheidung, die Zeiten der freien Trainingssitzungen für die Startaufstellung zu werten, in Ordnung. Die Kräfteverhältnisse sind in etwa so, wie wir sie uns vorgestellt haben. Peugeot ist schnell, aber wir haben ein sehr gutes Auto für das Rennen und damit eine gute Basis für Samstag.

Dindo Capello (Audi R10 TDI #1):
Wir haben seit Montag viel gearbeitet und das Auto stetig verbessert. Wir haben versucht, es konstant und für den Fahrer so leicht fahrbar wie möglich zu machen, weil das Rennen in Sebring so hart ist. Wir arbeiten in die richtige Richtung, Audi ist gut vorbereitet. Es scheint ein echter Langstrecken-Klassiker und ein wirklich interessantes Rennen für die Zuschauer zu werden.

Tom Kristensen (Audi R10 TDI #1):
Uns erwartet ein hartes Rennen mit mehreren Herstellern, die uns herausfordern. Wir wissen, dass unsere Freunde aus Frankreich mit dem geschlossenen Auto sehr schnell sind und die LM P2-Autos größere Tanks haben. Ohne Gelbphasen heißt das, sie müssen während der zwölf Stunden dreimal weniger tanken als wir. Das wird sehr interessant.

Allan McNish (Audi R10 TDI #1):
Es hat sich wieder einmal gezeigt, dass es sich lohnt, in jeder Trainingssitzung schnell zu sein. Damit ist man für alle Eventualitäten vorbereitet. Ich persönlich finde es nicht richtig, dass das Qualifying gestrichen wurde. Aber es bedeutet, dass wir von der Pole Position starten – und unser Ziel ist es, auch im Rennen vorne zu bleiben.

Lucas Luhr (Audi R10 TDI #2):
Ich bin mit der Woche bisher sehr zufrieden. Wir waren in allen Trainingssitzungen vorne gut dabei. Wichtig ist, im Rennen ein Auto zu haben, mit dem wir gut durch den Verkehr kommen – sprich: alle Linien fahren zu können. Daran arbeiten wir weiter.

Mike Rockenfeller (Audi R10 TDI #2):
Ich bin hier erst am Mittwoch die ersten Runden gefahren und habe mich im Auto gleich wohlgefühlt. Startplatz drei ist okay. Ich freue mich auf das Rennen. Wir wollen und werden zeigen, dass die besten Autos aus Ingolstadt kommen.

Marco Werner (Audi R10 TDI #2):
Natürlich hätten wir lieber beide Autos ganz vorne und nicht den dritten Startplatz. Aber es ist in Sebring immer besonders wichtig, für das Rennen zu arbeiten. Ich hoffe, dass am Samstag unsere Stunde schlägt. Das Rennen war stets die große Stärke von Audi.

Ralf Jüttner (Technischer Direktor Audi Sport Team Joest):
Das war bisher eine typische Sebring-Woche. Die Streckenverhältnisse ändern sich so schnell, dass man den veränderten Bedingungen immer etwas hinterher arbeitet. Im Großen und Ganzen haben wir inzwischen aber einen ganz guten Stand erarbeitet – vor allem mit dem Auto Nummer eins. Am zweiten Auto müssen wir für das Rennen noch etwas Feintuning betreiben."


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