WEC

WEC-Vorschau, 8h Sebring: Starterliste, Zeitplan & TV-Zeiten

Die WEC kehrt 2019 das erste Mal seit sieben Jahren auf den Sebring International Raceway zurück. Das 1.000-Meilen-Rennen startet am Freitag, den 15. März.
von Philipp Moser

Motorsport-Magazin.com - Am Freitag, den 15. März, findet das erste WEC-Rennen des Jahres statt. Zusammen mit dem 12h-Rennen der IMSA bildet das 1.000 Meilen-Rennen der WEC das Super-Sebring-Wochenende. Das WEC-Rennen startet am Freitagabend um 21:00 Uhr deutscher Zeit und geht über eine Länge von 1.000 Meilen oder eine maximale Rennzeit von acht Stunden - je nachdem welche Marke eher erreicht wird.

Zum ersten Mal in der Geschichte starten die beiden Serien gemeinsam an einem Wochenende. Die WEC geht seit dem ersten Rennen ihrer Geschichte im März 2012 erstmals wieder in Sebring an den Start.

Die seit 2013 bestehende IMSA-Serie gastiert bereits zum sechsten Mal in Sebring. Die IMSA ging aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series ALMS und der Rolex Sport Car Series hervor. Anstelle von LMP1-Prototypen besteht die schnellste Klasse der IMSA aus sogenannten Daytona-Prototypen, die jedoch etwas langsamer als ihr Pendant in der WEC sind.

Die Strecke: Historisch und wellig

Die Strecke in Sebring wurde 1950 auf dem ehemaligen Hendricks Army Airfield errichtet. Seit dem ersten Rennen wurde die Streckenführung immer wieder modifiziert. Die aktuelle, seit 1999 verwendete Streckenführung ist 6,02 km lang. Das Besondere am 17 Kurven umfassenden Sebring International Raceway sind die häufigen Wechsel zwischen Asphalt und Beton. Die Belastung der Fahrzeuge ist dementsprechend sehr hoch.

Der aktuelle Rundenrekord stammt aus dem Jahr 2013. Im letzten Jahr der ALMS waren LMP1-Fahrzeuge noch startberechtigt. Marcel Fässler umrundete im Audi R18 e-tron quattro den Kurs damals in 1:43,866 Minuten. Neben dem bekannten 12h-Sportwagen-Rennen gastierte auch einmal die Formel 1 in Sebring. Am 12. Dezember 1959 gewann Bruce McLaren in Sebring.

Marcel Fässler hält den aktuellen Rundenrekord in Sebring. - Foto: Audi Sport

Toyota: WM-Leader und Favorit in Sebring

Als einziges Hybrid-Team in der Spitzenklasse und mit vier Doppelsiegen in vier Saisonläufen geht Toyota als Favorit ins Wochenende. Aufgrund der höheren Punktzahl beim 24h-Rennen in Le Mans reisen Fernando Alonso, Kazuki Nakajima und Sebastien Buemi mit fünf Zählern Vorsprung nach Florida.

In der LMP2 führt die #38 von Jackie Chan DC Racing mit zehn Punkten vor der #36 Signatech Alpine. Im GTE Pro-Feld liegen Kevin Estre und Michael Christensen im Porsche 911 RSR bereits 43 Punkte vor ihren nächsten Verfolgern.

Das deutsche Project 1 Team führt die Wertung in der GTE Am-Klasse mit 20 Punkten Vorsprung vor Aston Martin Racing an. Aktuell ist noch unklar, ob Project 1 in Sebring überhaupt an den Start gehen kann, nachdem der Porsche 911 RSR vor wenigen Tagen bei Testfahrten in Sebring Feuer gefangen hat. Da das Auto nicht bis zum Rennen reparabel ist, musste das Team einen neuen 911 RSR aus Europa einfliegen lassen. Der Ersatzwagen kam am Mittwoch pünktlich vor dem ersten Training an.

Das Starterfeld für die 1.000 Meilen von Sebring

Die LMP1-Klasse ist in Sebring etwas dünner besetzt, da das Team ByKolles nicht an den Start geht. Bei SMP starten die beiden aussortierten Formel-1-Fahrer Brendon Hartley für Jenson Button und Sergey Sirotkin für Matewos Isaakyan. Da Andre Lotterer das Rennen in Sebring aufgrund von Simulator-Fahrten für die Formel E verpasst, wird Mathias Beche in die #1 gesetzt, während Nathanael Berthon dessen Platz in der #3 einnimmt.

Auch in der LMP2-Klasse gibt es einige Fahrerwechsel. Die #37 von Jackie Chan DC Racing geht in Sebring mit einem komplett neuen Fahreraufgebot an den Start. Statt den Malayen Jaafar, Tan und Jeffri starten Heinemeier Hansson, King und Stevenson.

In der GTE Pro rüsten einige Teams auf drei Fahrer auf. Die beiden AF Corse werden durch Serra und Molina erweitert und starten damit in der diesjährigen Le Mans-Besetzung. Die beiden Ford GT werden durch Billy Johnsson und Jonathan Bomarito verstärkt, während bei BMW Alexander Sims und Bruno Spengler sowie Augusto Farfus Antonio Felix da Costa im #82 BMW unterstützen.

Bei Aston Martin startet nur der Dänen-Vantage mit einem dritten Fahrer. Marco Sörensen und Nicki Thiim werden zusammen mit Darren Turner starten. Außerdem gibt es einen Gaststart von Corvette Racing. Die C7.R wird in Sebring von Jan Magnussen, Antonio Garcia und Mike Rockenfeller pilotiert.

Corvette absolviert mit der C7.R einen Gaststart in Sebring. - Foto: LAT Images

Insgesamt zehn Fahrer haben am Wochenende ein echtes Marathon-Programm vor sich. Brendon Hartley, Renger van der Zande und Matthieau Vaxiviere starten sowohl in der WEC als auch in der IMSA in einem Prototypen. Jonathan Bomarito, Harry Tincknell, Oliver Pla, Patrick Lindsey und die drei Corvette-Fahrer Magnussen, Garcia und Rockenfeller starten in der WEC und IMSA in GT-Fahrzeugen.

Startliste:

Klasse Team Fahrzeug Fahrer 1 Fahrer 2 Fahrer 3
LMP1
#1 Rebellion Rebellion R13 N. Jani M. Beche B. Senna
#3 Rebellion Rebellion R13 N. Berthon T. Laurent G. Menezes
#7 Toyota Toyota TS050 M. Conway K. Kobayashi J-M. Lopez
#8 Toyota Toyota TS050 S. Buemi K. Nakajima F. Alonso
#10 Dragonspeed BR Engineering BR1 H. Hedman B. Hanley R. Van der Zande
#11 SMP BR Engineering BR1 M. Aleshin V. Petrov B. Hartley
#17 SMP BR Engineering BR1 S. Sarrazin E. Orudzhev S. Sirotkin
LMP2
#28 TDS Oreca 07 F. Perrodo M. Vaxiviere L. Duval
#29 Team Nederland Dallara P217 F. Van Eerd G. Van Der Garde N. de Vries
#31 Dragonspeed Oreca 07 R. Gonzales P. Maldonado A. Davidson
#36 Signatech Alpine Alpine A470 N. Lapierre A. Negrao P. Thiriet
#37 Jackie Chan DC Oreca 07 D. Heinemeier Hansson J. King W. Stevens
#38 Jackie Chan DC Oreca 07 H-P. Tung G. Aubry S. Richelmi
#50 Larbre Ligier JSP217 E. Creed R. Ricci G. Jeannette
LMGTE Pro
#51 AF Corse Ferrari 488 GTE Evo A. Pier Guidi J. Calado D. Serra
#63 Corvette Chevrolet Corvette C7.R J. Magnussen A. Garcia M. Rockenfeller
#66 Chip Ganassi Ford GT S. Mücke O. Pla B. Johnson
#67 Chip Ganassi Ford GT A. Priaulx H. Tincknell J. Bomarito
#71 AF Corse Ferrari 488 GTE Evo D. Rigon S. Bird M. Molina
#81 MTEK BMW M8 GTE M. Tomczyk N. Catsburg A. Sims
#82 MTEK BMW M8 GTE A. Farfus A-F. da Costa B. Spengler
#91 Porsche GT Porsche 911 RSR R. Lietz G. Bruni
#92 Porsche GT Porsche 911 RSR M. Christensen K. Estre
#95 Aston Martin Aston Martin Vantage M. Sörensen N. Thiim D. Turner
#97 Aston Martin Aston Martin Vantage A. Lynn M. Martin
LMGTE Am
#54 Spirit of Race Ferrari 488 GTE T. Flohr F. Castellacci G. Fisichella
#56 Project 1 Porsche 911 RSR J. Bergmeister P. Lindsey E. Perfetti
#61 Clearwater Ferrari 488 GTE L. Perez Companc M. Cressoni M. Griffin
#70 MR Racing Ferrari 488 GTE M. Ishikawa O. Beretta E. Cheever
#77 Dempsey-Proton Porsche 911 RSR C. Ried J. Andlauer M. Campbell
#86 Gulf Racing Porsche 911 RSR M. Wainwright B. Barker T. Preining
#88 Dempsey-Proton Porsche 911 RSR Gl. Roda Go. Roda M. Cairoli
#90 TF Sport Aston Martin Vantage S. Yoluc J. Adam C. Eastwood
#98 Aston Martin Aston Martin Vantage P. Dalla Lana P. Lamy M. Lauda

1.000 Meilen von Sebring im TV

Da das Rennen selbst schon am Freitag startet, beginnen die freien Trainings dementsprechend schon am Mittwoch. Das Qualifying steigt nach deutscher Zeit in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, während der Rennstart auf 21:00 Uhr am Freitagabend fällt. Übertragen werden die 1.000 Meilen von Sebring bei Eurosport. Der Sender steigt um 23:25 Uhr in die Rennaction ein und überträgt von da an die verbleibenden Rennstunden bis zum Zieleinlauf live.

Zeitplan (MEZ):

Mittwoch, 13. März 2019:
20:00 - 21:30: 1. Freies Training
Donnerstag, 14. März 2019:
00:45 - 02:15: 2. Freies Training
21:15 - 22:15: 3. Freies Training
Freitag, 15. März 2019:
02:30 - 02:50: Qualifying GTPro & GTAm
03:00 - 03:20: Qualifying LMP1 & LMP2
21:00 - 05:00: 1.000-Meilen-Rennen


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