Porsche hat den dritten Platz beim 6-Stunden-Rennen der IMSA in Indianapolis nachträglich verloren. Bei einer umfassenden Untersuchung von sieben LMDh-Autos stellte sich heraus, dass Teile des #6 Porsche 963 (Nick Tandy/Mathieu Jaminet) nicht mit der Homologation übereinstimmen. Auch beim #40 Acura ARX 06 (Jordan Taylor/Louis Deletraz) fanden die Technischen Kommissare Unzulässigkeiten.
Tandy und Jaminet, die beim Doppelsieg von BMW den dritten Platz belegten, wurden bis auf die zehnte Position strafversetzt. Der Acura von Meyer Shank Racing fiel bis auf P11 und damit ans Ende der GTP-Topklasse zurück. Beide Hersteller wurden zudem mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Dollar, umgerechnet knapp 9.000 Euro, belegt.
So reagiert Porsche auf die IMSA-Strafe
Bei der technischen Kontrolle nach dem Rennen stellte sich heraus, dass im #6 Porsche Modifikationen am Kabelbaum vorgenommen waren, die außerhalb der Homologation lagen. Beim #40 Acura bemängelten die Kommissare Veränderungen beim homologierten Bremskanal-System.
Porsche veröffentlichte kurz nach dem Bekanntwerden der Strafe am Donnerstagabend ein Statement: "Bei der zusätzlichen technischen Nachuntersuchung des #6 Porsche wurde von den IMSA-Technikern ein kleiner technischer Unterschied zu den Homologationsdokumenten festgestellt. Dieser technische Unterschied führte zu keinem Leistungsvorteil." Der Autobauer aus Zuffenhausen nehme die verhängte Strafe zur Kenntnis.

Bitterer Titelkampf-Rückschlag für Tandy und Jaminet
Der im Nachgang verlorene Podestplatz ist besonders schmerzhaft für die Porsche-Werksfahrer Tandy und Jaminet. Mit ihrem dritten Platz in Indianapolis hatten sie den Rückstand in der Meisterschaft auf die Spitzenreiter und Porsche-Markenkollegen Felipe Nasr/Dane Cameron bis auf 14 Punkte verkürzt.
Tandy/Jaminet behalten den zweiten Rang in der IMSA-Tabelle, liegen nach der Strafe aber mit 124 Zählern zurück. Das Finale der US-Sportwagenmeisterschaft steigt vom 09. bis 12. Oktober 2024 beim Petit Le Mans in Road Atlanta. Porsche mit seinem Werksteam Penske führt sowohl in der IMSA als auch in der Langstrecken-WM WEC sämtliche GTP/Hypercar-Wertungen an.



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