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IMSA Sebring 2020: Cadillac dominiert, Porsche-Crash in der Box

Das IMSA-Sprintrennen in Sebring sah am Ende drei Cadillac ganz vorn. In der GTLM-Klasse profitiert Corvette von einem teaminternen Porsche-Crash in der Box
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Ausgerechnet beim Cadillac-GP feiert Cadillac einen Dreifacherfolg: Drei ihrer vier DPi-Prototypen hatten beim dritten Lauf der IMSA-Saison 2020 auf dem Sebring International Raceway die Nase vorn. Jubeln darf auch GM-Konzernschwester Corvette, die in der GTLM-Klasse einen Doppelsieg einfahren konnte.

Am Sieg des Action-Express-Cadillac #31 (Derani / Nasr) gab es von Anfang an nichts zu rütteln. Die Pole-Position münzte man schon am Start in die Führung um, von da an wurde der Vorsprung auf den Taylor-Cadillac #10 (Van Der Zande / Briscoe) stetig ausgebaut. Bei Fallen der Zielflagge nach 2:40 Stunden hatte die #31 letztlich 36 Sekunden Vorsprung.

Den Cadillac-Dreifacherfolg machte die #5 (Barbosa / Bourdais) von JDC-Miller perfekt. Die Crew fing den Mazda #77 (Jarvis / Nunez) in der allerletzten Runde noch ab. Jarvis / Nunez mussten Tempo rausnehmen, um nicht vorzeitig mit leerem Tank liegen zu bleiben. Hinter dem zweiten Mazda #55 (Bomarito / Tincknell) sahen die beiden Penske-Acuras die Zielflagge.

In der LMP2-Klasse gewann der Dragonspeed-Oreca #81 (Hedman / Menezes). Am grünen Tisch wurde ihnen der Erfolg allerdings wieder aberkannt, da Hedman seine Mindestfahrzeit unterschritten hatte. So wurde der PR1-Oreca #52 (Kelly / Pigot) zum Sieger erklärt.

Corvette in Sebring mit IMSA-Doppelsieg

Corvette hatte in der GTLM-Klasse nur anfangs Gegenwehr durch Porsche erfahren. Die Entscheidung brachte die erste Stopp-Runde, als beide Porsche in der Boxengasse kollidierten. Danach war der Weg frei für die beiden Corvette. Die Stopps in der zweiten Stunde brachten die #4 (Gavin / Milner) in Front, die schließlich vor der #3 (Garcia / Taylor) gewann.

Porsche konnte sich nach dem Boxengassen-Dilemma zumindest mit einem Auto wieder rehabilitieren. Eine beeindruckende Aufholjagd von Bamber / Vanthoor brachte die #912 noch an beiden BMW vorbei auf das Podium, obwohl man im weiteren Rennverlauf auch noch eine Durchfahrtsstrafe wegen Missachtung des "Pit Lane Protocols" antreten musste.

Die GTD-Klasse wurde, wie schon zwei Wochen zuvor in Daytona, von Lexus diktiert. Telitz / Hawksworth im RC F GT3 #14 von AIM Vasser-Sullivan setzten sich am Ende mit 1,5 Sekunden Vorsprung gegen den Scuderia-Corsa-Ferrari #63 (MacNeil / Vilander) durch. Der Ferrari führte, auf anderer Strategie fahrend, zwischenzeitlich die Klasse an. Dafür dauerte der letzte Tankstopp länger. Dritter wurde der Turner-BMW #96 (Foley / Auberlen).


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