IMSA

24h Daytona 2018: Die größten Aufreger des Rennens

Fernando Alonso war bei den 24h von Daytona 2018 im Fokus. Der IMSA-Auftakt lieferte aber noch weitaus mehr Diskussionsbedarf. Die Brennpunkte des Rennens:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Die 24 Stunden von Daytona 2018 - das waren nicht nur der Hype um Fernando Alonso und die neue Rekorddistanz, die der siegreiche Cadillac-DPi von Action Express Racing erzielte. Auch Abseits davon sorgte das Rennen für einiges an Gesprächsstoff. Die Brennpunkte vom IMSA-Auftakt 2018 auf einen Blick:

24h Daytona 2018: Die Highlights des Rennens: (09:30 Min.)

Daytona-Brennpunkt 1: Reifen-Desaster um Continental

Die Prototypen-Klasse hatte beim Rennen in Daytona einen Reifenschaden nach dem anderen zu beklagen. Kein Wunder also, dass die Gummis aus dem Hause Continental eine renn(vor)entscheidende Rolle spielten. Unter anderem waren beide LMP2-Oreca von Jackie Chan DC Racing betroffen. Für den Taylor-Cadillac #10, der das Rennen von der Pole-Position aus gestartet war, bedeuteten sie sogar das endgültige Aus. Alleine dieses Fahrzeug hatte im Laufe des Rennens sieben Plattfüße zu beklagen! Irgendwann waren dann die Folgeschäden zu gravierend, weshalb man sich aus dem Rennen zurückziehen musste.

Das Thema kochte schon im Rennen so sehr hoch, dass sich Einheitsausrüster Continental noch währenddessen öffentlich dazu äußerte. "Die Teams pushen mit niedrigem Druck und aggressivem Sturz. Wenn das passiert, dann befinden sich die Teams nicht mehr im von uns vorgegebenen Korridor und Probleme können auftreten. Vor allem, wenn man einen Doppelstint absolviert. Es sind immer noch die gleichen Reifen, die wir seit fünf Jahren lang ohne Probleme einsetzen. Die Teams, die die Parameter einhalten, können auch ohne Probleme Doppelstints fahren", so die Continental-Mitteilung auf dem eigenen, offiziellen Twitter-Profil.

Daytona-Brennpunkt 2: BoP-Ärger bei BMW

Über die BoP-Einstufung war man bei BMW alles andere als zufrieden - Foto: LAT Images

Schon im Vorfeld hatte BMW über seinen großen Entwicklungsrückstand geklagt. Hintergrund: Sie hatten für den M8 einen Waiver (technische Ausnahmeregelung) beantragt, gegen den jedoch ein anderer Hersteller sein Veto einlegte. Dadurch musste man das Auto von Grund auf neu konzipieren und handelte sich einen Entwicklungsrückstand von sechs Monaten ein. So war in Daytona kein Blumentopf zu gewinnen. Kein Wunder, dass man vor dem Wochenende nochmal eine Nachbesserung in Sachen BoP forderte. Die wurde aber nicht vorgenommen. Entsprechend angefressen war man im Lager der Bayern. So sehr, dass man im Laufe des Rennens eine offizielle Mitteilung aussendete. Der Wortlaut der Pressemitteilung:

"BMW und die IMSA arbeiten seit Jahren sehr positiv und konstruktiv zusammen. Das BoP-System ist ein elementarer Bestandteil des weltweiten Sportwagen-Rennsports, einschließlich der IMSA WeatherTech SportsCar Championship. BMW und die IMSA werden ihre produktiven und offenen Gespräche fortsetzen und haben sich darauf geeinigt, für die kommenden Veranstaltungen ab Sebring eine angemessene BoP-Einstufung zu finden, damit der BMW M8 GTE im Sinne der Serie, von BMW und all unserer Fans seine Performance zeigen kann."

Daytona-Brennpunkt 3: BoP-Kontroverse um Land-Audi

Der Land-Audi (links) dominierte die GTD-Klasse - bis zur Strafe - Foto: Rolex

Spannung pur herrschte bis zum Schluss in der GTD-Klasse. Das konnte man im ersten Renndrittel noch nicht ahnen. Zu diesem Zeitpunkt führte Land-Motorsport mit seinem Audi R8 LMS #29 das Rennen nicht nur an. Man dominierte in seiner Klasse nach Belieben. Kelvin und Sheldon Van Der Linde, Jeffrey Schmidt und Christopher Mies fuhren einen riesigen Vorsprung heraus, hatten in der eigentlich so hart umkämpften GT3-Klasse nach neun Stunden einen Vorsprung von einer Runde.

Doch dann folgte eine empfindliche Stop-and-Go-Strafe von fünf Minuten. Nach Ansicht der IMSA-Offiziellen stimmte der Land-Audi nämlich nicht mehr mit den BoP-Richtlinien überein. Die Fuel-Flow-Rate beim Boxenstopp war am Audi höher als in den BoP-Bestimmungen festgehalten. Durch die Strafe wurde aus einer Runde Vorsprung eine Runde Rückstand. Am Ende wurde es Platz sieben für den Land-Audi in der GTD-Klasse.


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