IMSA

24h Daytona 2018: BoP-Änderungen bei Prototypen und GTs

Die IMSA-Bosse greifen vor den 24h von Daytona 2018 nochmal ordentlich ein. Für viele DPi-, GTLM- und GTD-Fahrzeuge ändert sich nochmal die BoP-Einstufung:
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Die Regelhüter der IMSA haben auf die Erkenntnisse des Roar-Tests nochmal reagiert. In allen drei Klassen (P, GTLM und GTD) ändert sich an vielen Fahrzeugen noch einmal die Einstufung in der Balance of Performance. Mit diesen Eckdaten gehen die Autos in die 24 Stunden von Daytona 2018:

24h Daytona: Die BoP-Änderungen in der P-Klasse

Mazda wird auf die Sprünge geholfen - Foto: LAT Images

Die größten Änderungen in der BoP-Einstufung erfährt der Mazda-DPi für die 24 Stunden von Daytona. Bei ihm wurden aerodynamische Anpassungen vorgenommen, dazu darf er 15 Kilo ausladen. Auf der Motorenseite hat sich die Maximaldrehzahl des Mazda auf 8600 U/min erhöht, dafür wurde der Ladedruck im mittleren bis hohen Drehzahlbereich etwas reduziert.

Auch bei dem beim Roar-Test dominierenden Cadillac-DPi ändert sich einiges. Der Bolide muss mit einem kleineren Restriktor auskommen, dafür werden der Tank und der Refuelling Restrictor größer. Den Nissan-DPi wurden im mittleren bis hohen Drehzahlbereich mehr Leistung gewährt, dazu erhöhen sich Tankkapazität und Refuelling Restrictor. Beim Acura-DPi wird die Aerodynamik angepasst und der Tank vergrößert.

24h Daytona 2018 - Alle BoP-Änderungen in der P-Klasse:

Auto Gewicht Air-Restrictor /
Turbo-Boost
Max. Drehzahl Tank Refuelling
Restrictor
Acura DPi - - - +4 Liter +1,5 mm
Cadillac DPi - -0,6 mm - +1 Liter +0,5 mm
Mazda DPi -15 kg Druck kleiner 8600 U/min - +0,5 mm
Nissan DPi - Druck höher - +2 Liter +1,5 mm

24h Daytona: Die BoP-Änderungen in der GTLM-Klasse

Die Gebete von BMW wurden erhört - Foto: BMW

In der GTLM-Klasse wird mit Ausnahme von Ferrari an allen Fahrzeugen nachgebessert. Der BMW M8 darf zehn Kilo ausladen und mit mehr Tankkapazität und größerem Refuelling Restictor ausgestattet. Dazu dürfen die Münchner Autos nun mit mehr Ladedruck fahren. Bei der Corvette wurden der Minimal-Anstellwinkel des Heckflügels verändert und der Tank größer.

Auch beim Ford GT wurde der Minimal-Anstellwinkel des Heckflügels verändert, dazu vergrößert sich neben dem Tank auch der Refuelling Restictor. Im Gegensatz zu Porsche. Beim 911 RSR schrumpfen sowohl Tankkapazität als auch Refuelling Restictor.

24h Daytona 2018 - Alle BoP-Änderungen in der GTLM-Klasse:

Auto Gewicht Air-Restrictor /
Turbo-Boost
Max. Drehzahl Tank Refuelling
Restrictor
BMW M8 -10 kg Druck höher - +6 Liter +3 mm
Corvette C7.R - - - +1 Liter -
Ford GT - - - +2 Liter +1 mm
Porsche 911 RSR - - - -3 Liter -1 mm

24h Daytona: Die BoP-Änderungen in der GTD-Klasse

Lamborghini wird ausgebremst - Foto: LAT Images

In der GTD-Klasse bleibt zumindest bei Aston Martin, Lexus und Porsche alles beim Alten. Beim Acura erhöhen sich Mindestgewicht, Tankkapazität und Refuelling Restictor. Der Audi R8 LMS muss mit kleineren Air- und Refuelling-Restrictors auskommen, dazu wird auch der Tank kleiner. Beim BMW M6 GT3 erhöht sich neben der Tankkapazität auch der Refuelling Restrictor und der Ladedruck für den Turbo-Motor.

Der Ferrari 488 GT3 darf auch mit größerem Tank und größerem Refuelling Restrictor fahren, während sich bei der italienischen Konkurrenz von Lamborghini Air- und Refuelling-Restrictor sowie Tankkapazität verringern. Die letzte BoP-Änderung betrifft den Mercedes-AMG GT3. Ihm wird ein Mindestgewicht von 1375 Kilo eingeräumt, 15 Kilo weniger als zuvor.

24h Daytona 2018 - Alle BoP-Änderungen in der GTLM-Klasse:

Auto Gewicht Air-Restrictor /
Turbo-Boost
Max. Drehzahl Tank Refuelling
Restrictor
Acura NSX +10 kg - - +5 Liter +1 mm
Audi R8 - -1 mm - -3 Liter -1 mm
BMW M6 - Druck höher - +3 Liter +1 mm
Ferrari 488 - - - +2 Liter +0,5 mm
Lamborghini Huracan - -1 mm - -3 Liter -1 mm
Mercedes-AMG GT -15 kg - - - -

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