IMSA

Nächstes Ziel IMSA für Mercedes-AMG - Mercedes-AMG bereitet GT3-Expansion in die USA vor

Mit großem Erfolg brachte Mercedes-AMG 2016 einen neuen GT3-Flitzer heraus. Nun geht man die nächste Herausforderung und den nächsten Markt an: Die USA.
von Tobias Ebner

Motorsport-Magazin.com - Mercedes plant im Sportwagen-Bereich den nächsten großen Schritt. Nachdem man für 2016 mit dem Mercedes-AMG GT3 einen neuen GT3-Rennwagen eingeführt hatte, der am Nürburgring beim 24-Stunden-Rennen sofort alles in Grund und Boden fuhr, steht nun der Sprung über den großen Teich bevor. Für 2017 plant man bei Mercedes-AMG, den GT3 in der GTD-Klasse der US-amerikanischen Sportwagenserie IMSA einzusetzen. Von einem DPi-Engagement, wie schon zu lesen war, nimmt man allerdings Abstand.

Mercedes-AMG weist DPi-Gerüchte entschieden zurück

Zuerst müssen wir uns auf GT3 konzentrieren und erst dann können wir über DPi nachdenken.
Thomas Jäger

"Zuerst müssen wir uns auf GT3 konzentrieren und erst dann können wir darüber nachdenken. Ich weiß nicht, wo diese Informationen herkommen", schob AMG Customer Sports Coordinator Thomas Jäger am vergangenen Wochenende im Gespräch mit Sportscar365 den Gerüchten nach einem DPi-Engagement seitens Mercedes-AMG einen Riegel vor. In verschiedenen Medien war bereits zu lesen, Mercedes bereite DPi-Chassis, die mit dem V8-Motor aus dem GT3-Boliden ausgerüstet werden, für potenzielle Kundenteams vor. Das Bodywork wäre für die Kundenteams frei wählbar.

Einen Prototypen baut Mercedes-AMG für die IMSA nicht - Foto: Sutton

"Gespräche, beziehungsweise Anfragen mit und von einigen Vertretern der IMSA gab es zwar, aber ein Commitment von unserer Seite gab es zu keiner Zeit. Insofern gibt es von AMG also keine Bestrebungen, mit einem DPi die IMSA-Serie zu bestreiten", dementierte man bei Mercedes-AMG die Gerüchte auch auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. Einen AMG-Prototypen wird man 2017 also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht auf den nordamerikanischen Rennstrecken finden.

Gespräche zwischen IMSA-Teams und Mercedes-AMG laufen

Das AMG-Dementi gilt jedoch nur für die Prototypen-Klasse der IMSA, für einen Einsatz im GT-Bereich hingegen lotet man in Affalterbach seine Optionen aus. Konkrete Pläne gibt es auf jeden Fall schon, denn: "Wir sind an Einsätzen unseres neuen Mercedes-AMG GT3 in den USA interessiert. Um dies in der Saison 2017 umzusetzen gibt es Kontakte und Gespräche zu Riley", verriet Mercedes-AMG gleichzeitig auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com und nannte im gleichen Atemzug auch schon einen Interessenten. Vollzieht man bei Mercedes-AMG den Schritt in die IMSA endgültig, soll es aber nicht nur bei einem einzigen Kundenteam bleiben.

In den Blancpain GT Serien rennt der Mercedes-AMG GT3 schon sehr erfolgreich - Foto: Günter Kortmann

AMG setzt stattdessen auf eine große Präsenz im GTD-Feld, glaubt man Jägers Ausführungen bei Racer.com: "Wir sind mit vielen interessierten Teams in Kontakt und wir sehen das Potenzial dazu, viele Autos im Grid zu haben. Das ist das Ziel." Ursprünglich war bei Mercedes-AMG ein GT3-Engagement in der IMSA schon für 2016 geplant, die zu geringen Produktionskapazitäten ließen das allerdings nicht zu. So konzentrierte sich Mercedes-AMG zunächst auf die Märkte in Europa und Japan, mit Erfolg. 2017 soll die IMSA folgen, in der angestrebten GTD-Klasse würde man unter anderem auf Audi, BMW und Porsche treffen.


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