Formel E

Formel E statt Formel 2: Erhält Günther das Dragon-Cockpit?

Maximilian Günther vor dem Sprung in die Formel E: Schon im Dezember könnte der Deutsche seine erste Saison in der Elektroserie beginnen.
von Arno Wester & Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Der frühere Formel-3-Vize-Europameister Maximilian Günther könnte auf seinem angestrebten Weg in die Königsklasse des Motorsports einen weiteren wichtigen Schritt machen. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com aus FIA- und Formel-E-Kreisen soll Günther in der fünften Saison der Formel E 2018/2019, die am 15. Dezember 2018 in der Nähe von Riad/Saudi Arabien startet, für das Dragon-Team an den Start gehen.

Für die US-Mannschaft von Jay Penske ist Günther seit Jahresbeginn bereits als Test-, Ersatz- und Entwicklungsfahrer im Einsatz. In dieser Funktion war der 21-Jährige auch an der Entwicklung des neuen Gen-2-Elektrorennwagens beteiligt.

Ausschlaggebend für das begehrte Dragon-Cockpit waren wohl vor allem Günthers bisher gezeigte Leistungen wie zuletzt beim offiziellen Formel-E-Test Mitte Oktober in Valencia, wo der Rettenberger am letzten Tag unter 23 Konkurrenten mit dem Penske EV-3 die fünftschnellste Rundenzeit (1:17,947 Minuten) fuhr. Mit dieser Zeit war Günther auch 0,337 Sekunden schneller als sein italienischer Formel-2-Rivale Antonio Fuoco (1:18,284), der sich ebenfalls Hoffnungen auf das Dragon-Cockpit macht. Bisher hat der US-Rennstall einen der beiden Stammplätze an den dreimaligen Tourenwagen-Weltmeister José Maria López vergeben. Vier Wochen vor dem Saisonstart will der Automobil-Weltverband FIA die komplette Nennungsliste offiziell bekannt geben.

Der talentierte Youngster Günther würde auf dem Weg vom Nachwuchs- zum Profi-Rennfahrer einen großen Schritt auf seinem sportlichen Karriereweg machen. Ein weiteres Jahr in der FIA Formel 2 wäre für 'Deutschlands Motorsport Talent des Jahres 2014 und 2016 sowie den ADAC Junior Motorsportler 2016 nur denkbar gewesen, wenn er einen Platz in einem konkurrenzfähigen Top-Team erhalten hätte. Trotz unterlegenem Material hatte der Allgäuer in der stärksten Formel-Nachwuchsserie, deren Saison für ihn am 24./25. November mit zwei Rennen in Abu Dhabi endet, einen zweiten Platz in Bahrain erzielt und in Silverstone sogar gewonnen.

Günther hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass die Formel E für ihn eine mögliche Zukunftsperspektive ist. In der Elektrorennserie engagieren sich aktuell mehr als ein halbes Dutzend bekannter Hersteller, darunter auch Audi und BMW, denen in der sechsten Saison Mercedes und Porsche folgen sowie etliche frühere Fomel-1-Piloten.

Wie schon in der vierten gehen auch in der fünften Formel-E-Saison vier deutsche Rennfahrer an den Start: Neben Daniel Abt (Kempten) und Andre Lotterer (Duisburg) ersetzen die bisher von Mercedes unterstützten Maximilian Günther (Rettenberg) und Pascal Wehrlein (Worndorf) ab sofort Maro Engel (München) und Nick Heidfeld (Mönchengladbach).


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