Formel E

Formel E Zürich 2018: Rennergebnis noch nicht offiziell

Kommt es zu späten Ergebnis-Änderungen beim Zürich ePrix? Ein Podestplatz steht zur Diskussion, die FIA hat ausführliche Untersuchungen angekündigt.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Droht da etwa Ärger? Auch 24 Stunden nach dem Zürich ePrix ist das Rennergebnis weiter vorläufig, heißt: Es ist noch nicht offiziell und es könnte gegebenenfalls zu Änderungen kommen. In diesem Fall sogar äußerst heikle: Der Podestplatz von Jerome D'Ambrosio steht zur Debatte.

Wie die FIA nach dem Rennen am Sonntag mitteilte, wird der Rennwagen des Dragon-Piloten genauer untersucht. Konkret geht es um die Dämpfer des Autos, mit dem D'Ambrosio hinter Sieger Lucas di Grassi (Audi) und Sam Bird (Virgin) als Dritter die Ziellinie überquert hatte.

In einem Statement der FIA heißt es: "Ein vorderer und ein hinterer Dämpfer wurden vom Technischen Delegierten der FIA versiegelt, um im Detail zu überprüfen und weiter zu untersuchen, ob sie mit dem Technischen Reglement übereinstimmen."

Worum es sich konkret bei den Unstimmigkeiten handeln könnte, ist zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Sollten die Dämpfer von D'Ambrosios Auto nicht mit dem Reglement übereinstimmen, dürfte es zu einem Ausschluss aus der Wertung kommen.

Damit würde der frühere Formel-1-Fahrer den dritten Platz in Zürich nachträglich verlieren. An seiner Stelle würde der deutsche Techeetah-Pilot Andre Lotterer den letzten Podestplatz erben.

Formel E Zürich ePrix 2018, Rennen: Aufzeichnung und Highlights: (05:37 Min.)

Eine Strafe wäre ärgerlich für D'Ambrosio, der bei Dragon ohnehin auf der Kippe steht und sich in der kommenden Saison vermutlich einen neuen Arbeitgeber suchen muss. Seine letzte Podiumsplatzierung in der Formel E datiert aus dem Jahr 2016, als er beim Saisonfinale in London ebenfalls Dritter wurde. Zürich wäre der siebte Podestplatz seiner Karriere in der Elektro-Rennserie.

Zürich ePrix: Entscheidungen der Rennleitung

Es wäre nicht die erste Strafe, die die Stewards beim ersten internationalen Rundstreckenrennen in der Schweiz seit 64 Jahren aussprechen würden. Tatsächlich hatte die Rennleitung in Zürich vom 1. Training bis nach Rennende einiges zu tun. Motorsport-Magazin.com listet die ausgesprochenen Strafen beim Zürich ePrix 2018 im Folgenden auf:

Fahrer Strafe Grund Session
Felix Rosenqvist 700 Euro Geldstrafe Speeding in Box 1. Training
Jose-Maria Lopez plus 3 Startplätze New York Speeding unter Gelb 1. Training
Jean-Eric Vergne Verwarnung (1.) Falscher Power-Modus Qualifying
Alex Lynn plus 3 Startplätze New York Zu früh in Boxengasse Qualifying
Mitch Evans Durchfahrtsstrafe Speeding unter FYC* Rennen
Andre Lotterer Durchfahrtsstrafe Speeding unter FYC* Rennen
Jose-Maria Lopez Durchfahrtsstrafe Speeding unter FYC* Rennen
Sebastien Buemi Durchfahrtsstrafe Speeding unter FYC* Rennen
Jean-Eric Vergne Durchfahrtsstrafe Speeding unter FYC* Rennen
Stephane Sarrazin Durchfahrtsstrafe Unsafe Release Rennen
Nelson Piquet 2.000 Euro Geldstrafe Kühlsystem zu lange im Grid Rennen
Andre Lotterer 1.000 Euro Geldstrafe Unsafe Release Rennen

* = Full Course Yellow Phase


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