Formel E

Formel E, Paris 2018: Vergne holt Pole - Lotterer und Engel top

Pole Position für Titelfavorit Jean-Eric Vergne beim Paris ePrix der Formel E! Zwei Deutsche lauern kurz dahinter. Daniel Abt nach Quali-Pleite angefressen.
von Robert Seiwert

Motorsport-Magazin.com - Jean-Eric Vergne (Techeetah) hat sich die beste Ausgangslage für den Paris ePrix der Formel E gesichert. Der Meisterschaftsführende erzielte im Qualifying am Samstagmittag die Pole Position und geht im Rennen drei Stunden später von Startplatz 1 ins Rennen. Sam Bird (Virgin) komplettiert die erste Startreihe beim achten Rennen der Saison 2017/18.

Die beiden Deutschen Andre Lotterer (Techeetah) und Maro Engel (Venturi) nehmen das Rennen in der französischen Hauptstadt von den Positionen drei und vier auf. Für Engel ist es die beste Startposition in seiner zweiten Saison in der Formel E.

Vernge brauchte für seine schnelle Runde im abschließenden Superpole-Qualifying 1:01.144 Minuten. Dem Pole-Setter am gefährlichsten wurde Bird mit einer persönlichen Bestzeit von 1:01.421 Minuten - mit ganzen 0,277 Sekunden Rückstand auf Vergne bei dessen Heimrennen. Lotterer fuhr eine 1:01.487, Engel schaffte seinen schnellen Run in 1:01.541 Minuten. Andretti-Fahrer Antonio Felix Da Costa (1:02.805) wurde Fünfter.

So lief die Gruppenphase

Lucas di Grassi (Audi) verpasste die Superpole einmal mehr um Haaresbreite - 5 Tausendstelsekunden fehlten auf den Fünftplatzierten der Gruppenphase, Andre Lotterer. Der amtierende Champion di Grassi wurde im letzten Moment von Maro Engel aus den Top-5 gekickt und startet das Rennen vom sechsten Startplatz. Jerome D'Ambrosio (Dragon) und Sebastien Buemi (Renault) komplettieren die Top-8 des Qualifying.

Im Gegensatz zu Engel und Lotterer verpassten die Deutschen Nick Heidfeld (Mahindra) und Daniel Abt (Audi) die Superpole. Heidfeld kam in seinem Mahindra-Rennwagen nicht über Startplatz 12 hinaus. Noch unbefriedigender lief es für Audi-Pilot Abt, der sich mit dem 15. Startplatz zufriedengeben musste.

P16 ist Abts schlechtestes Qualifying-Ergebnis in der laufenden Saison. Bislang hatte es der Kemptener immer unter die besten Zehn geschafft. Entsprechend angefressen war der Meisterschaftsfünfte nach dem Qualifying: "Da gibt es nicht viel zu sagen. Das war eine schlechte Runde und jetzt starte ich von einer schlechten Position."

Piquet: Doppel-Unfall im Training

Einen ganz schlechten Start in den Paris ePrix erwischte Nelson Piquet. Der Jaguar-Pilot krachte früh im 1. Training am Samstagmorgen in die Streckenbegrenzung und sorgte für rote Flaggen. Das britische Team musste das zerstörte Monocoque austauschen. Während in der Garage fleißig geschraubt wurde, erwischte Piquet im 2. Training erneut die Mauern und beschädigte wieder die linke Vorderseite seines Boliden. Der frühere Formel-1-Fahrer verpasste in der Folge das Qualifying.

Die Rundenzeiten der 4 Gruppen

Gruppe 1 Gruppe 2 Gruppe 3 Gruppe 4
Vergne, 1:01.508 Lotterer, 1:01.818 Da Costa, 1:01.563 Engel, 1:01.756
Bird, 1:01.771 Di Grassi, 1:01.823 Lopez, 1:01.902 D'Ambrosio, 1:01.836
Buemi, 1:01.837 Turvey, 1:01.888 Heidfeld, 1:02.058 Prost, 1:02.092
Rosenqvist, 1:02.012 Evans, 1:02.122 Lynn, 1:02.139 Blomqvist, 1:02.823
Abt, 1:02.125 Piquet, keine Runde Mortara, 1:02.834 Hua, 1:02.998

So funktioniert das Qualifying in der Formel E

Die Fahrer werden anhand des Meisterschaftsstandes in vier unterschiedliche Gruppen mit jeweils fünf Fahrern gelost. Meist hat die beginnende Gruppe einen Nachteil, da sich die Streckenbedingungen im Verlauf des Qualifyings verbessern. Die fünf schnellsten Fahrer aus dem Quali ziehen in die Superpole ein. Hier darf jeder Fahrer eine schnelle Runde fahren, um sich eine bestmögliche Platzierung für das anschließende Rennen zu sichern. Der Rest des Feldes startet anhand der erzielten Rundenzeiten aus der Gruppenphase.


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