Formel E

Formel E: BMW, Nissan und Co. testen neues Generation-2-Auto

Die Formel E macht sich bereit fr die Zukunft. Bei den gemeinsamen Testfahrten in Monteblanco kommen erstmals die brandneuen Gen2-Autos zum Einsatz.
von Robert Seiwert
Formel E 2018: Alles zum neuen Elektro-Rennauto GEN2: (03:03 Min.)

An diesem Montag beginnt die Zukunft der Formel E: Erstmals testen die Teams und Neueinsteiger ihre brandneuen Generation-2-Autos auf der Strecke. Auf der spanischen Rennstrecke Monteblanco führt die Formel E von Montag bis Mittwoch gemeinsame Testfahrten durch. Die Teile für die neuen Autos wurden Anfang März an die Teams geschickt und wurden in den letzten Tagen zusammengeschraubt.

Bei den Testfahrten wird es vor allem darum gehen, die neuen Autos überhaupt ans Laufen zu bekommen, Systemchecks durchzuführen und Zuverlässigkeit sicherzustellen. An der Performance wird bei späteren Testfahrten gearbeitet werden. Es gilt, den eigenen Antriebsstrang möglichst optimal in die Einheitschassis zu integrieren und eine präzise Korrelation zwischen Rennstrecke und Simulator sicherzustellen.

Alle Teams - mit Ausnahme von NIO - sind beim Test anwesend. Darunter auch die Neueinsteiger BMW und Nissan, die sich ab der kommenden Saison 2018/19 werksseitig in der Formel E engagieren werden. BMW pflegte bislang eine technische Partnerschaft mit Andretti und wird den US-Rennstall in der neuen Saison komplett übernehmen.

BMW: Intensive Tests mit neuem Motor

"Unseren Antriebsstrang haben wir ja schon sehr intensiv in unseren Einrichtungen bei BMW getestet", sagte BMW Motorsportdirektor Jens Marquardt zu Motorsport-Magazin.com. "Wir freuen uns jetzt auf die erste Ausfahrt mit dem neuen Auto. Die Teile kamen an alle Teams gleichzeitig, was ich auch für den richtigen Ansatz halte. "

Die Formel-E-Teams führen die gemeinsamen Testfahrten vor allem aus Kostengründen durch. Würde jeder Hersteller privat Strecken und Personal mieten, würden die Kosten schnell ausufern. Das widerspräche dem Ansatz der ersten rein-elektrischen Rennserie der Welt, der 2018/19 mit dem neuen Rennwagen eine echte Revolution bevorsteht.

"Der Ansatz, viel gemeinsam zu machen, ist aus Kosten- und Effizienzsicht immer genau der richtige - egal in welcher Serie", sagt Marquardt. "Dieses Tarnen und Täuschen ist für mich ein Ding aus der Vergangenheit. Das ist genau der richtige Ansatz. Es geht darum, dass jeder seine Erfahrungen mit dem Auto sammelt. Und beim ersten Test wird sowieso niemand darauf aus sein, den letzten Dreh zu finden."

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Nissan vor erstem Test in der Formel E

Neben BMW begrüßt die Formel E in der kommenden Saison mit Nissan einen weiteren Hersteller. Die Japaner steigen anstelle von Renault ein, die sich voll auf die Formel 1 konzentrieren wollen. Nissan übernimmt den Platz der Konzernschwester beim e.dams-Team, das in den vergangenen drei Jahren die Meisterschaft gewann. In Monteblanco kommen für Nissan die Renault e.dams-Stammfahrer Sebastien Buemi und Nico Prost zum Einsatz.

"Unsere Entwicklung läuft auf vollen Touren", sagt Nissan-Motorsportchef Michael Carcamo zu Motorsport-Magazin.com. "Wir bereiten uns seit 18 Monaten vor und der Test ist die erste Gelegenheit, alles zusammen zu sehen. Wir haben alle Simulationen durchgeführt und mit CAD gearbeitet, aber jeder Shakedown ist etwas Besonderes. Wir sind guter Hoffnung, gehen aber auch realistisch an die Sache heran: Es wird noch einiges geben, das wir aussortieren und lernen müssen."

Formel E 2018/19: Nissan kommt - die Infos zum Japaner-Einstieg: (01:53 Min.)

DS liefert Vorgeschmack

Am vergangenen Freitag veröffentliche Citroen-Tochter DS Performance bereits erste Bilder seines neuen Gen-2-Autos auf der Rennstrecke. Der französische Edel-Tuner legte auf der hauseigenen Strecke in Satory nahe Versailles die ersten Kilometer mit dem DS E-Tense FE 19 zurück. DS wird sich zur kommenden Saison voraussichtlich vom bisherigen Partner Virgin Racing trennen und künftig mit Renault-Kundenteam Techeetah zusammenarbeiten.


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