Das erste von zwei Formel-2-Rennen im Rahmenprogramm des Österreich-GPs wurde am Samstag von einem heftigen Unfall überschattet. Bei einer Kollision kurz nach dem Start rollte Sami Meguetounif über zwei Autos. Nach einem langen Abbruch gab es schließlich Entwarnung.
Der Crash trug sich in der zweiten Runde des 28 Runden langen Sprintrennens statt. Schauplatz war Kurve 3 - die enge Bergauf-Haarnadel auf dem Red Bull Ring, welche bekannt dafür ist, Fahrer zu aggressiven und extra-späten Angriffen zu verleiten. Schon im vorangegangenen Formel-3-Rennen hatte es dort dreimal gekracht.
Aber diese Unfälle resultierten in kaum mehr als kaputte Frontflügel. Anders als in der Formel 2. Der 21-jährige Franzose Meguetounif versuchte auf der zweiten Runde in der Bremszone innen den Red-Bull-Junioren Arvid Lindblad anzugreifen - gleichzeitig aber zog auch Lindblad nach innen, im Kampf gegen Williams-Junior Luke Browning.
F2-Fahrer Sami Meguetounif rollt über Lindblad & Browning
Infolgedessen verengten sich hin zum engen Scheitelpunkt rapide die Lücken zwischen den dreien, bis es zwischen Meguetounif, der zur Hälfte bereits auf dem Kerb war, und Lindblad zu einer Rad-an-Rad-Berührung kam. Wie so oft bei Formelrennwagen hatte das zur Folge, dass Meguetounifs Auto aufstieg, erst über Lindblads Halo-Cockpitschutz rollte und dann über Brownings Halo.
Meguetounif blieb kopfüber auf der Strecke liegen. Das Rennen wurde sofort abgebrochen, über fünf Minuten lang gab es keine Bilder. Dann kam die Entwarnung: Keinem der drei Fahrer war dabei etwas passiert. Der Halo hatte erfolgreich Schlimmeres verhindert. Es dauerte allerdings über eine halbe Stunde, bis das Rennen neu gestartet werden konnte.
Meguetounif beschwerte sich unmittelbar am Funk darüber, dass Lindblad sich auf der Bremse noch bewegt habe. Die Stewards kündigten gleich nach dem Zwischenfall eine Ermittlung an. Beim Neustart folgte in der Kurve gleich der nächste Unfall, Red-Bull-Junior Oliver Goethe drehte Ferrari-Junior Dino Beganovic um. Dieser Crash endete aber lediglich in einem Dreher für Beganovic und 10 Strafsekunden für Goethe.
In der letzten Runde krachte es dann zum dritten Mal an gleicher Stelle. Diesmal aber auf ganz andere Art und Weise: Amaury Cordeel drehte sich an der Kurvenausfahrt, und Gabriele Mini, Leonardo Fornaroli und John Bennett fuhren in sein verkehrt stehendes Auto hinein. Mini blieb unter Cordeels Auto stecken. Auch hier blieben alle Fahrer unverletzt.
Nicht zum ersten Mal hat sich also der 2018 in der Formel 1 eingeführte Cockpitschutz Halo bewährt. Alle technischen Details und Hintergründe zu seiner Entwicklung haben wir hier zusammengefasst.



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