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Formel 2

Formel 2 Saudi-Arabien, R2: Piastri siegt bei Safety-Car-Parade

Oscar Piastri gewinnt das zweite Formel-2-Sprintrennen in Saudi-Arabien, hat eine Hand am Titel. Sieben Fahrer scheiden bei Crash-Rennen aus.
von Lukas Wunderlich

Motorsport-Magazin.com - Schon wieder schlägt Oscar Piastri zu. Mit dem Sieg und der schnellsten Runde lässt der Alpine-Junior die Konkurrenz beim zweiten Sprintrennen der Formel 2 in Saudi-Arabien hinter sich. Beim Flutlichtspektakel in Jeddah fuhr das Safety Car innerhalb von 20 Runden gleich drei Mal auf die Strecke, sieben Fahrer schieden aus.

Ausgangslage: Die Nacht war über Saudi-Arabien hereingebrochen und das zweite Sprintrennen der Formel 2 startete unter den Flutlichtern von Jeddah. Oscar Piastri hatte gute Chancen, sein 41-Punkte-Polster auszubauen, während sein Kontrahent Guanyu Zhou nach einem Zwischenfall im ersten Rennen nur von Platz 17 ins Rennen startete.

Startaufstellung: Wie üblich startete das zweite Sprintrennen mit den Top-10 des vorherigen Rennens in umgekehrter Reihenfolge. Das brachte Jehan Daruvala auf die Pole Position, den eine Zeitstrafe im ersten Rennen nachträglich auf Rang 10 zurückgeworfen hatte. Neben ihm in der ersten Reihe stand Bent Viscaal, gefolgt von Oscar Piastri Dan Ticktum.

Der Start: An der Spitze schafften es Oscar Piastri und Christian Lundgaard sofort an Viscaal vorbei. In der Mitte des Feldes krachte es gleich zwischen vier Fahrern. Der Rennsieger des ersten Rennens, Marcus Armstrong, wurde von Formel-2-Neuling Clement Novalak abgeräumt. Guilherme Samaia und Alessio Deledda kollidierten ebenfalls. Somit verblieben 18 Fahrer auf dem Feld hinter dem Safety Car, dass das Tempo nach diesen Kollisionen angab.

Rennverlauf: In Runde fünf folgte dann der Restart. Gerade einmal eine Runde waren die Fahrer mit Vollgas unterwegs, dann verschätzte sich Jüri Vips bei seinem Überholmanöver und touchierte das Heck von Felipe Drugovich. Vips' Frontflügel rutschte unter das Auto, er musste ohne Lenkkontrolle abstellen. Das Safety Car kehrte zurück, und auch Logan Sargeant musste zugleich sein Auto auf der Strecke abstellen. Ein Defekt beendete das Rennen des Amerikaners, 16 Fahrer verblieben.

Beim erneuten Restart verbremste sich der Führende Daruvala und konnte seine Führung nur halten, indem er Kurve zwei abkürzte. Die Rennleitung brummte ihm eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe auf, rechnerisch führte nun also Oscar Piastri das Rennen an. Der konnte ohnehin schneller als Daruvala, aber der konterte Piastris Attacken anfangs erfolgreich. Dahinter kämpfte sich Robert Shwartzman langsam wieder nach vorne, überholte Dan Ticktum.

Nur wenige Runden später meldete sich die Rennleitung erneut zu Wort. Diesmal war der Drittplatzierte Christian Lundgaard das Ziel einer weiteren Fünf-Sekunden-Strafe für ein fast identisches Manöver gegen Bent Viscaal, wie das für welches zuvor Red-Bull-Junior Daruvala bestraft wurde.

Finale: In Runde 17 schaffte es Piastri dann aber ohnehin auch auf der Strecke vorbei an Daruvala. Rechnerisch fanden sich zu diesem Zeitpunkt Bent Viscaal und Robert Shwartzman mit dem Australier auf dem Podium.

Eine Runde später fuhr das Safety Car zum dritten Mal auf die Strecke. Liam Lawson hatte das Auto ausgangs der Steilkurve verloren und sich in die Wand gedreht, somit war das Rennen zugunsten Piastris entschieden. Viscaal und Shwartzman komplettierten das Podium. Debütant Jack Doohan holte P5 vor Theo Pourchaire, Enzo FIttipaldi, und Guanyu Zhou konnte einen Punkt retten. Aufgrund des durch das Safety Car zusammengeführten Feldes flogen Daruvala und Lundgaard ganz raus aus den Punkterängen.

Piastri holte dank der schnellsten Runde insgesamt 17 Punkte. Robert Shwartzman zieht mit seinen 10 erkämpften Zählern in der Gesamtwertung an Guanyu Zhou vorbei, somit befinden sich beide Prema Fahrer an der Spitze der Nachwuchsklasse. Piastri hat die Meisterschaft weiter souverän unter Kontrolle.


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