Formel 2

Neues Formel-2-Auto: Sicherheitsbedenken nach Startproblemen

Die Formel 2 hat ein Kupplungs-Problem: In Baku würgten unzählige Piloten den Motor am Start ab. In Monaco könnte das zur Gefahr werden. FIA alarmiert.
von Markus Steinrisser

Motorsport-Magazin.com - Seit dem ersten Test mit dem neuen Formel-2-Auto sind sie da: Die Kupplungsprobleme. Probleme, die auch jetzt nach dem zweiten Rennwochenende in Baku nicht gelöst wurden. Noch immer ist es für die Formel-2-Piloten ein Kampf, das Auto beim Start von der Stelle zu bekommen.

Maximilian Günther warnte schon nach dem Saisonstart in Bahrain gegenüber Motorsport-Magazin.com: "Es ist fast wie ein Ratespiel beim Start, wir würgen entweder das Auto ab oder die Kupplung rutscht."

In Baku eskalierte die Situation. Sowohl im Hauptrennen als auch am Sonntag im Sprintrennen erwischte es gleich mehrere Fahrer. Nur knapp konnten Kollisionen vermieden werden. Die Marshalls hatten jede Menge damit zu tun, die Autos schnell von der Start- und Zielgeraden zu bekommen.

Formel-2-Fahrer und McLaren-Junior Lando Norris - der im Hauptrennen schon am Vorstart stehen geblieben war - meinte, dass diese Start-Probleme gerade in Monaco sehr gefährlich werden könnten. Jetzt nimmt auch Charlie Whiting zu den Problemen Stellung.

Whiting: Situation unbefriedigend

"Es ist eine sehr unbefriedigende Situation", meint FIA Rennleiter Charlie Whiting. Der Hersteller verspricht allerdings Besserung. "Sie können das Mapping des Kupplungs-Pedales verbessern, und sie können verbessern, wie die Kupplung selbst funktioniert", so Whiting.

Weitere Tests sollen in der nächsten Woche durchgeführt werden. "Man will Verbesserungen noch vor Spanien vornehmen", erklärt Whiting. Dort findet das nächste Rennwochenende der Formel 2 im Rahmen der Formel 1 statt.

Nach Spanien folgt schon der Monaco GP - auch dort fährt die Formel 2. Aufgrund der Enge wären stehende Autos am Start ein größeres Problem. Dessen ist sich auch Whiting bewusst: "Das wird es eine ganz andere Geschichte sein." Entsprechend müssen die Änderungen schon in Barcelona greifen.


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