Die Stimmung bei HRT war am Samstag in Istanbul recht zweigeteilt. So hatte Bruno Senna sein Auto im Qualifying vor den Virgin von Lucas di Grassi gestellt und damit für ein kleines Highlight im Team gesorgt. "Es ist schwierig. Das Auto ist immer schwer zu fahren. Diesmal fanden wir einen Kompromiss beim Setup und das Auto ist nun besser. Ich kann angreifen, kleine Fehler werden nicht mehr so schwer bestraft. Ich fühle mich im Auto ganz gut und kann pushen. Wenn wir das für die nächsten Rennen halten und ein wenig am Auto verbessern, können wir mit anderen Teams mitfahren", sagte Senna.
Er machte vor allem den Wechsel des Unterbodens in Monaco als Grund dafür aus, dass es nun besser läuft. "Dadurch habe ich das Vertrauen, um voll angreifen zu können und so haben wir hier eine gute Zeit geschafft." Perfekt war die Runde seiner Ansicht nach aber nicht. So hatte er ein, zwei kleine Fehler. "Zwei, drei Zehntel wären noch drin gewesen. Es gibt da noch Raum für Verbesserung", meinte Senna.
Nicht so gut gelaufen war es für Karun Chandhok, der recht deutlich hinter seinem Teamkollegen geblieben war. Er hatte aber ein paar Erklärungen dafür. "Ich habe gerade am Funk gehört, dass wir auf der Gerade viel Unterschied bei der Geschwindigkeit hatten. Ich hatte aber noch keine Chance, auf die Daten zu schauen. Außerdem hatten wir beim Bremsen das ganze Wochenende mehr Probleme als er [Senna]. Im Qualifying war es nicht besser. Der Rückstand auf der Geraden hat auch nicht geholfen, aber es gehen da einige Zehntel ab", sagte Chandhok. Für ihn war klar, angesichts seiner Schwierigkeiten mit dem Bremsen wäre er ohnehin etwas zurückgelegen, mit dem Defizit auf den Geraden sah die Sache allerdings gleich noch einmal dramatischer aus.

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