Erst gestern haben Nick Heidfeld und Timo Glock mit den Plätzen eins und drei die beeindruckende Form der BMW Sauber wieder einmal bestätigt und für einige der Konkurrenten sieht das Deutsch-Schweizer Team schon wie einer der Favoriten im Kampf um den WM-Titel aus. Ferrari-Pilot Felipe Massa schätzt, dass BMW ein ernsthafter WM-Kandidat 2007 sein wird. "Die McLaren sehen sicher schnell aus, aber meiner Meinung nach sind die Sauber momentan die Besten," so der Brasilianer gegenüber der Gazzetta dello Sport.
"Ich sage das nicht nur, weil sie heute die schnellsten waren, sondern aufgrund der Beständigkeit bei den Longruns. Für mich waren die BMW Sauber schon in Valencia sehr beeindruckend und sie hatten auch in Jerez einige interessante Tests," sagte Massa, der BMW nicht nur vor McLaren, sondern auch vor seinem eigenen Team Ferrari sieht. Auf einer einzelnen Runde sei zwar McLaren am schnellsten, was aber die Beständigkeit betrifft, "ist BMW sehr eindrucksvoll, auch wenn sie noch nicht am zuverlässigsten sind."
So beeindruckt Massa auch von der Performance seiner Konkurrenten ist, so sehr betont er aber auch, dass man sich bei Ferrari deshalb keinerlei Sorgen machen müsse. Man sei momentan genau da, wo man in diesem Stadium der Vorsaison sein wolle. "Das Auto zeigt, dass es sicher schnell und auch zuverlässig ist, auch wenn wir ein paar Probleme hatten. Aber wir wissen, wie wir sie lösen." Massa räumte ein, dass das schlechte Wetter in Jerez die Arbeit mit dem neuen Auto sehr verzögert habe und deshalb die Testfahrten nächste Woche in Barcelona umso wichtiger seien.
"Wir sind hierher gekommen um mit dem Auto zu fahren und es kennen zu lernen, durch den Regen konnten wir unser Programm aber nicht immer durchziehen: man kann nicht so angreifen wie im Trocknen und man weiß nicht immer, warum die neuen Teile am Auto funktionieren oder auch nicht." Jetzt hofft man nicht nur bei Ferrari auf besseres Wetter in Barcelona. "Diese Tests werden sehr wichtig für alle. Das Auto, das wir jetzt haben ist total anders als das, das wir in Australien einsetzen werden, zumindest, was die Aerodynamik betrifft. In Montmelo werden wir schon einige Veränderungen sehen."

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