Für Giancarlo Fisichella hätte das Rennen kaum schlechter beginnen können: Bereits in der ersten Kurve drehte sich der Italiener und fiel weit zurück. Der Grund für den kontrollierten Dreher war allerdings kein Fahrfehler, sondern Rücksicht auf seinen Teamkollegen und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso. "Giancarlo hat sich in Kurve 1 selbst gedreht, um nicht mit Fernando zu kollidieren", lobte Pat Symonds. "Das war sehr sportlich von ihm." Man male sich nur einmal die Schlagzeilen aus, wenn Fisico seinen Teamkollegen im Titelkampf abgeschossen hätte...

Dennoch beschrieb Fisichella seinen Türkei GP als ein "gutes Rennen", in dem er und sein Auto ihre "Schnelligkeit" unter Beweis gestellt hätten. "Er hat eine fantastische Fahrt gezeigt", war Symonds begeistert. "Es war eine wahre Freude ihm zuzusehen."

Wie kam es dazu? "Nach meinem Boxenstopp zum Nasenwechseln gab ich Vollgas und versuchte so viele Positionen wie möglich gutzumachen." Dabei half ihm die Safety-Car-Phase, "aber ich habe auch viele Autos überholt". Am Ende kam er mit einer Einstoppstrategie noch bis auf Platz 6 nach vorne. "Wir waren heute näher an Ferrari dran als im Qualifying." Das macht ihm für den WM-Endspurt und sein Heimrennen in Monza Mut.