Vor drei Wochen erlebte Nick Heidfeld einen traumhaften Sonntag. Zwar war das Wetter miserabel, aber sein Abschneiden beim Ungarn GP machte das locker wett: Platz 3 und damit der erste Podestplatz seines BMW Sauber Teams. In der Türkei lief es heute genau andersherum: Das Wetter war fantastisch, fast schon zu heiß, aber das Rennergebnis war miserabel.
"Natürlich bin ich enttäuscht", konstatierte Nick nach dem Rennen. "Für mich war schon nach der ersten Kurve Hopfen und Malz verloren." Zwar verriet Nick nicht, warum er in seinem F1.06 Hopfen und Malz geladen hatte, dafür beschrieb er, wie es zu diesem Ladungsverlust gekommen ist: "Ich hatte einen sehr guten Start, sogar besser als die beiden Renault vor mir. Auch die erste Kurve hatte ich innen gut erwischt und war schon fast an Fisichella vorbei, da drehte er sich um seine eigene Achse und in mich hinein. Ich konnte nicht mehr ausweichen und er traf mich mit seiner Front."
Dem weiß-blauen Arbeitsgerät von Quick Nick tat das erwartungsgemäß nicht gerade gut. "Danach hat der Frontflügel unter meinem Auto geklemmt. Ich hatte entsprechend keinen Grip in der ersten Runde, und dabei wurde auch der Unterboden beschädigt. Der rechte Hinterreifen wiederum hat Schäden am Heckflügel verursacht. Die Balance war ruiniert, ich hatte keinen Grip mehr. Das Auto war auf alle Fälle sehr schwierig zu fahren, dazu kamen Probleme mit Aussetzern und Vibrationen. Kurzum: Es ging einfach gar nichts mehr."
Für den Italien GP in zwei Wochen sieht Nick aber schon wieder Besserung in Sicht. "Wir befinden uns auf einem Aufwärtstrend", sagte er. "Natürlich war das Ergebnis hier bescheiden, aber so etwas passiert nun einmal. Beim letzten Mal konnte keiner damit rechnen, dass wir aufs Podium fahren würden, hier konnten wir nicht damit rechnen, dass wir schon in Runde eins alle Chancen verlieren würden." Die Engländer sagen dazu: That's racing!



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