Mehr als die Plätze 3 und 4 waren für Renault im Qualifying nicht drin. "Ehrlich gesagt bin ich glücklich", fasste Fernando Alonso die Stimmung zusammen. "Für einen Moment glaubten wir sogar, dass Ferrari viel zu stark sei." Das hat sich aber relativiert. "Wir wussten, dass wir im Qualifying keine Chance hatten und haben uns ganz auf die Rennabstimmung konzentriert, die ist perfekt, da rechne ich mir mehr aus. Demnach haben wir mehr erreicht als wir erwartet hatten. Daher sind wir für das Rennen optimistisch."

Chefingenieur Pat Symonds klingt nicht ganz so zuversichtlich. "Es wird ziemlich schwierig", sagte er. "Im letzten Jahr waren wir aber in einer ähnlichen Position hinter McLaren und da konnten wir auch aufholen", hat er noch nicht aufgegeben. Das leidige Thema Masse-Dämpfer ist für ihn ebenfalls noch nicht vorbei. "Wir haben durch den Verlust der Dämpfer etwas verloren. Was die Reifen angeht hat Bridgestone im Qualifying bei diesem Wetter eine gute erste Runde, aber das kann sich bis zum Sonntag noch ändern."

Flavio Briatore bilanzierte deshalb: "Das Wichtigste ist, dass wir direkt an Ferrari dran sind und keiner dazwischen steht." Natürlich wäre er lieber ganz vorne gestanden, aber "Michael startet auf der falschen Seite, wenn uns der Start gelingt, können wir um den Sieg mitfahren." Einen größeren Druck sieht er genauso wenig wie Alonso. "In der F1 gibt es immer Druck", sagte der Spanier. "Wir liegen vorne, also haben die anderen den Druck", fügte Briatore hinzu.