In Ungarn hat Nick Heidfeld den ersten Podestplatz für das BMW Sauber Team geholt, viel gefeiert wurde danach aber nicht. Der Mönchengladbacher reiste noch am Renntag zu seiner Familie in die Schweiz und ärgerte sich während des Sommerurlaubs dort über das schlechte Wetter.
Das kühle und nasse Wetter hielt aber nicht davon ab, einige Male bei seinem Team in Hinwil vorbeizuschauen; schließlich ist das nur einen Katzensprung - oder eine Fahrradtour - von seiner Wahlheimat entfernt. Die Arbeit stand im Windkanal von BMW Sauber jedenfalls nicht still.
"Es gibt auch hier wieder Veränderungen am Auto", verrät Nick in seinem motorsport-magazin.com-Tagebuch. "Sichtbar sind ein neuer Frontflügel und neue Bremsbelüftungen. Das Entwicklungstempo hat gegenüber dem früheren Sauber-Team deutlich angezogen." Aber nicht nur das: "Auch die Ansprüche sind gestiegen."
"Wenn wir früher eine neue Nase für unser Auto hatten, und sie hat den Crashtest bestanden, dann haben wir gesagt: wunderbar, die kommt ans Auto. Wenn wir damit heute auf Anhieb durchkommen, dann sagen die Leute: womöglich ist sie zu schwer, wir bauen eine neue."
Diese "erfreulichen" Fortschritte bedeuten jedoch nicht, dass BMW Sauber auch in der Türkei wieder aus eigener Kraft auf das Podium fahren könne. "Das erwartet keiner von uns", betont Nick. "In Ungarn waren es außergewöhnliche Umstände, die wir zu nutzen verstanden. Hier in Istanbul wären wir mit Punkten zufrieden."
Als Hauptgegner sieht er Toyota. "Wir sind mit ihnen punktgleich und es wird schwer, an Platz fünf heranzukommen. Aber wir haben in unserem ersten Jahr schon ein paar Teams hinter uns gelassen, die länger als wir dabei sind." Wie gesagt: Die Ansprüche sind gestiegen...



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